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GP Deutschland Favoriten

Wer ist schnell in Hockenheim?

Fernando Alonso GP Deutschland Hockenheimring 2010 Foto: Wolfgang Wilhelm 31 Bilder

In Hockenheim fährt die Formel 1 nur alle zwei Jahre. Für Pirelli ist es das erste Mal überhaupt. Deshalb ist es schwer Prognosen zu treffen. Wir haben trotzdem alle Hockenheim Daten analysiert und mit den Erkenntnissen der ersten neun Rennen verglichen. Hier das Ergebnis.

13.07.2012 Michael Schmidt

Der Hockenheimring ist ein Mix aus allem. Es gibt schnelle Kurven wie die Einfahrt ins Motodrom mit 220 km/h. Es gibt elend langsame Ecken wie die Haarnadel mit 55 km/h. Und es gibt eine 1.060 Meter lange Vollgaspassage, an der 2010 ein Top-Speed von 319 km/h gemessen wurde. Für Bremsen und Reifen ist es eine mittelschwere Strecke. Der Grip vom Asphalt ist Durchschnitt, der Abtrieb etwa auf Valencia-Niveau.

Pirelli-Neuland Hockenheim

Es wird 54 Mal pro Runde geschaltet, und 71 Prozent der Runde stehen die Fahrer voll auf dem Gas. Das ist überraschend viel. Vier harten Bremsmanövern mit maximal 5,66 g Verzögerung stehen fünf Passagen gegenüber, an denen Traktion wichtig ist. Mit einem Schnitt von 217 km/h liegt der Hockenheimring zwischen Montreal (212 km/h) und Melbourne (224 km/h). Die Reifen, damals noch Bridgestone, spielten beim letzten Hockenheim-Gastspiel 2010 keine Rolle. Praktisch alle kamen mit einem Stopp über die Distanz. Für Pirelli ist Hockenheim Neuland.

Wer herausfinden will, wer beim GP Deutschland die Musik machen wird, muss alle Daten der Gegenwart und Vergangenheit gegeneinander hochrechnen. Vor zwei Jahren liefen Training und Rennen auf einen Zweikampf zwischen Ferrari und Red Bull heraus. Damals hatte Red Bull gerade damit begonnen, die Technik des angeblasenen Diffusors salonfähig zu machen. Die blauen Autos waren die Könige der Traktion. Ferrari holte seine Zeit auf der Bremse. Das glich sich aus.

McLaren war 2010 beim GP Deutschland nur die dritte Kraft. Ohne Aussicht auf einen Podestplatz. Man hatte seinerzeit die Entwicklung des angeblasenen Diffusors verschlafen und befand sich in Hockenheim noch im Anfangsstadium der Entwicklung. Auf einer Strecke, auf der eine gute Traktion Matchwinner sein kann, war das ein zu großes Handikap. Mercedes traf es noch schlimmer. Die beiden Silberpfeil-Piloten mussten froh sein, überhaupt in die Punkte zu kommen.

Red Bull und Ferrari wieder stark

Lässt sich 2010 auf die Gegenwart übertragen? Nur bedingt. Red Bull und Ferrari werden wieder stark sein. Der RB8 und der F2012 sind die beiden Autos, die zuletzt die wenigsten Schwankungen gezeigt haben. Red Bull hat seit dem großen Facelift von Barcelona auch die schnellen Kurven im Griff. Aber davon gibt es in Hockenheim nur drei. Ausfahrt Motodrom, Anfahrt Mercedes-Tribüne, Einfahrt Motodrom.

Auch Pirellis Reifenoptionen sprechen für Red Bull. Soft und medium. Wie in Melbourne, Shanghai, Bahrain und Valencia. Der eine heizt sich schnell auf, der andere ist ein Dauerläufer. Red Bull hat in Bahrain gewonnen und war in Valencia haushoch überlegen.

Von der Asphaltbeschaffenheit (mittlerer Grip) und dem Reifenverschleiß (mittel) ähnelt in dieser Kombination nur Montreal dem Hockenheimring. Das ist ein Hoffnungsschimmer für McLaren. Der geringe Anteil an schnellen Kurven könnte Mercedes zugutekommen. Beide hoffen auf stabiles Wetter.

Wetter könnte wieder Hauptrolle spielen

McLaren und Mercedes haben das Reifenrätsel im Gegensatz zu ihren Rivalen immer noch nicht gelöst. Die Erfahrung zeigt, dass sie immer dann am besten sind, wenn die Trainingstage ohne einen Wetterwechsel oder technische Defekte verlaufen. Dann bleibt genügend Zeit, als Fahrzeug-Setup zu tüfteln.

Lotus dagegen muss auf Hitze hoffen. Das Streckenlayout ist nicht dazu angetan, automatisch Temperatur in den Reifen zu bringen. Sauber und Williams sind unabhängig vom Streckentyp Kandidaten auf Überraschungen. Beide können in Hockenheim das Podest stürmen. Wenn es ein pannenfreies Wochenende gibt.

In unserer Galerie haben wir noch einmal die Bilder des Hockenheim-Rennens 2010.

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