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Nico Hülkenberg und Timo Glock

Hülk im Glück, Glock im Pech

Motor Racing - Formula One World Championship - German Grand Prix - Qualifying Day - Hockenheim, Germany Foto: xpb.cc 59 Bilder

Nico Hülkenberg wird beim GP Deutschland vom vierten Startplatz aus ins Rennen gehen. Das ist die beste Trainingsplatzierung des Force India-Piloten in diesem Jahr. Timo Glock muss sich als 22. des Trainings hinter Teamkollege Charles Pic anstellen. Sein Marussia verlor sechs km/h auf der Geraden. Das Team rätselt.

21.07.2012 Michael Schmidt

Nico Hülkenberg kann zufrieden sein. Der Rheinländer schaffte in der Wetterlotterie am Hockenheimring die fünftschnellste Trainingszeit. So gut wie noch nie. Weil Mark Webber fünf Startplätze zurückwandert, rückt Hülkenberg in der Startaufstellung sogar noch eine Position auf. "Es war unglaublich spannend", fasste der Force India-Pilot zusammen. "Da war alles drin. Slicks, Intermediates, Regenreifen. Besonders schwierig war es im Q3. Es stand überall das Wasser."

Highspeed-Dreher zur Eröffnung

Hülkenberg leitete das Top Ten-Finale mit einem Highspeed-Dreher ein. "Ich hatte ungefähr 260 Sachen drauf und bekam Aquaplaning. Das Auto fuhr nicht mehr dahin, wo ich hinwollte. Ich war mir sicher, dass ich irgendwo anschlage, bin zum Glück aber heil durchgekommen."

Danach drehte Hülkenberg voll auf, obwohl es sich im Cockpit gar nicht so anfühlte. "Zu Beginn des Q3, als die Strecke noch richtig nass war, fühlte ich mich wohler. Dann kam Alonso mit frischen Reifen derart schnell von hinten angeflogen, dass ich das Gefühl hatte, ich würde höchstens Zehnter werden. Am Ende war der Schlüssel, die letzte Runde ohne Fehler hinzukriegen. Da war die Strecke am schnellsten."

Hülkenberg erwartet ein schwieriges Heimrennen. "Hinter mir stehen lauter schnelle Leute. Im Trockentraining haben wir nicht gerade geglänzt. Die Balance stimmte nicht. Aber wahrscheinlich weiß keiner so genau Bescheid, wie gut er im Rennen unterwegs sein wird. Wir sind ja kaum auf trockener Straße gefahren und deshalb von den Daten her extrem limitiert."

Der wundersame Marussia

Timo Glock muss mit seinen Ingenieuren erst einmal ein anderes Problem klären. Der Hesse verlor auf der Geraden sechs km/h im Topspeed im Vergleich zu Teamkollege Charles Pic. Der steht in der Startaufstellung mit einem Vorsprung von 0,071 Sekunden einen Platz vor ihm. Im Probleme lösen hat Glock schon Routine. Seit dem Freitag wurde seine Marussia von einem ähnlichen Leiden heimgesucht, das ihn schon in den Rennen von Shanghai, Bahrain und Barcelona genervt hat. Bei Bremsen ist das Heck instabil. "Wir konnten es durch Eingriffe am Setup und der Aerodynamik so einigermaßen lösen", erzählt Glock.

Trotzdem ist es ärgerlich, dass an einer Ecke ein neues Problem auftritt, wenn an der anderen eines gelöst wurde. "Beim Heimrennen ist es besonders frustrierend." Trotzdem zieht Glock eine positive Zwischenbilanz. "Wir hatten in Melbourne fünf Sekunden Rückstand auf die Spitze. Jetzt sind es 3,5 Sekunden. Das ist für ein kleines Team nicht schlecht, weil die Topteams ja wie wild weiterentwickeln.“

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