Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Radio Fahrerlager GP Deutschland 2012

Die heißesten Storys aus Hockenheim

Vettel Wachsfigur GP Deutschland 2012 Foto: dpa 20 Bilder

Was sonst noch so am Rennwochenende in Hockenheim passiert ist, erfahren Sie in unserer Rubrik Radio Fahrerlager. Hier haben wir die kleinen Geschichten aus der Gerüchteküche gesammelt. Dieses Mal unter anderem mit Sebastian Vettel, Mark Webber, Maria de Villota, Timo Glock und vielen mehr ...

25.07.2012 Tobias Grüner, Michael Schmidt

De Villotas Irrfahrt

Marussia will in den nächsten zehn Tagen einen Bericht über den Unfall von Testfahrerin Maria de Villota für die FIA und die anderen Teams zusammenstellen. Es sickerte durch, dass eine Verkettung unglücklicher Umstände und Fehler der Spanierin zu dem Aufprall in die Laderampe eines Lkws führten. Und so soll es passiert sein: De Villota fährt mit geringem Tempo in einem Halbkreis zurück an die provisorische Box, neben der der Lastwagen parkt.

Die Spanierin bremst ohne auszukuppeln oder den Leerlaufknopf zu drücken, Reifen und Bremsen sind kalt, die Bremswirkung reduziert, die Vorderräder blockieren, der Motor schiebt das Auto weiter an, mit dem eingeschlagenen Lenkrad und gekreuzten Armen ist der Kupplungshebel schwer zu finden, und dann mag auch noch Panik eine Rolle gespielt haben, im falschen Moment das Falsche zu tun. De Villota, die bei dem Unfall ein Auge verlor, ist auf dem Weg der Besserung.

Kundenauto-Idee tot

Die Kundenauto-Idee ist vom Tisch. Ferrari und Red Bull hatten vergeblich versucht, sie dem Rest schmackhaft zu machen. Nach ihrem Plan hätten Ferrari, Red Bull, McLaren, Mercedes, Lotus und Williams die Autos gebaut. Der Rest wäre bei diesen sechs Herstellern shoppen gegangen.

Einige der kleinen Teams drohten mit dem Gang vor ein EU-Gericht, falls man ihnen verbietet, eigene Autos zu bauen. Im neuen Concorde-Abkommen wird das Thema Fremdteile neu geregelt. Ein Team darf alles einkaufen außer: die Überlebenszelle, die Aufhängungen, die Nase, die Seitenkästen samt Crashstruktur, die Verkleidung und den Überrollbügel.

Glock sucht seine Form

Timo Glock musste den GP Europa wegen eines Magenvirus auslassen. Der Marussia-Pilot lag zehn Tage flach. Inzwischen hat er wieder seinen alten Formstand erreicht. "Ich hatte drei Kilogramm Gewicht verloren. Als die DTM am Norisring fuhr, habe ich das Training wieder aufgenommen. Während des Rennens bin ich zwei Stunden auf dem Trimmrad gesessen."

Superrunde neben der Strecke

Red Bull hat sich Fernando Alonsos Superrunde in der Qualifikation auf dem Video genau angeschaut. Teamchef Christian Horner fiel auf: "Der hat vor der letzten Kurve die Strecke mit allen vier Rädern verlassen." Sebastian Vettel winkte daraufhin angesprochen ab: "Dadurch bist du eher langsamer als schneller." Mit anderen Worten: An diesem Trick lag es nicht, dass Alonso auf die Pole Position fuhr. Übrigens: Auch die zweitschnellste Runde des Spaniers hätte zur Trainingsbestzeit gereicht.

Kein Getriebejoker mehr

Die Startaufstellung wurde durch vier Strafversetzungen verfälscht. Romain Grosjean, Nico Rosberg und Mark Webber mussten nach einem Getriebetausch jeweils fünf Plätze zurück. Bei Grosjean brachen in der letzten Runde des GP England Gangräder und Schaltklauen. Rosberg wurde ein Riss im Karbongehäuse zum Verhängnis, und bei Webber legte der Schaltmechanismus beim Warmlaufen im Stand zwei Gänge gleichzeitig ein. Im letzten Rennen seines Fünf-Rennen-Zyklus.

Schäden im Umfeld des Getriebes scheinen sich zu häufen. Allein in diesem Jahr gab es deswegen 13 Startplatzstrafen. Konstruktive Gründe gibt es nicht dafür. "Die Zahl der Getriebedefekte ist gleich geblieben", erklärt Ross Brawn. "Im letzten Jahr fiel es nur nicht so auf, weil jedes Team einen Joker hatte, bei dem man straffrei ausging."

Vettels Juli-Fluch

Es bleibt dabei. Sebastian Vettel kann im Juli keinen Grand Prix gewinnen. Auch auf einen Sieg beim GP Deutschland wartet er weiter. Eine Chance, wenigstens den Juli-Fluch zu besiegen, hat Vettel noch. Am kommenden Wochenende beim GP Ungarn. Vettel hält von der Statistik nicht viel: "Ich glaube nicht an schlechte Monate. Was soll das anders sein als in anderen Monaten?"

Webber am Clark-Gedenkstein

Als Michael Schumacher, Sebastian Vettel, Nico Rosberg, Nico Hülkenberg, Timo Glock und Mark Webber gefragt wurden, ob sie in Hockenheim jemals den Gedenkstein von Jim Clark im Bereich der früheren ersten Bremskurve besucht hätten, zuckten fünf Herren mit den Schultern.

Nur Mark Webber hatte etwas zu sagen. "Ich war 2000 bei einem Formel-3000-Rennen einmal dort draußen. Jim Clark muss ein unglaublicher Fahrer gewesen sein, und ich wollte ihm so meinen Respekt zollen." Der legendäre Schotte starb am 7. April 1968 bei einem Formel 2-Rennen in Hockenheim. Sein Lotus war aus ungeklärter Ursache auf der Geraden plötzlich nach links in den Wald abgebogen.

VW mit Sauber?

In Hockenheim machte die Geschichte die Runde, dass Ex-Mercedes-Chef Jürgen Hubbert beim Genfer Automobilsalon ein Treffen zwischen Peter Sauber und Audi-Entwicklungschef Wolfgang Dürrheimer arrangiert hatte. Daraus wurden bereits Verbindungen zwischen Sauber und dem VW-Konzern gestrickt. Ein VW-Insider meinte dazu nur: "Solange Ferdinand Piech lebt, liegt die Chance auf ein Formel-1-Engagement des Hauses bei null Komma null."

Mitglied im Hunderterclub

Lewis Hamilton wurde in Hockenheim 100 Grand Prix alt. Mein Gott, wie die Zeit vergeht. "Die sechs Jahre Formel 1 kamen mir weniger lang vor als meine zwei Jahre Formel 3", sagt der Jubilar. Es scheint erst ein paar Momente her, wo er wie der Wirbelwind in die Formel 1 gekommen ist, bereits sein sechstes Rennen gewonnen und Teamkollege Fernando Alonso auf dem kalten Fuß erwischt hat. Trotzdem ist Hamilton bis jetzt nur einmal Weltmeister geworden. "Ich habe das Gefühl, dass ich mehr erreicht haben sollte."

Absurde Sparvorschläge

Die Spardiskussionen bringen immer absurdere Vorschläge hervor. Sie kommen in der Regel von den Top-Teams, die gar nicht sparen wollen. Ein Beispiel. Zwei Teams schlugen vor, dass man künftig schon während der Freitagstrainings unter Parc Fermé-Bedingungen fahren sollte. Also keinerlei Arbeit an den Autos außerhalb der Trainingszeiten. Dann könnte man die Mannschaft vor Ort von 60 auf 50 Mitarbeiter reduzieren.

Die kleinen Teams rebellieren. Sie brauchen den Freitag als Test für neue Teile. Da muss zwischendurch am Auto gearbeitet werden dürfen. Die großen können darauf leichter verzichten, weil sie hochgestochene Simulatoren und Prüfstände in der Fabrik haben. Sauber-Teammanager Beat Zehnder hält den Plan für einen billigen Trick. "Wir sind mit 47 Leuten nach Hockenheim gekommen und haben am Freitag ganz normal getestet. Ich weiß nicht, wozu die großen Teams 60 Mitarbeiter brauchen."

Vettel-Double in Hockenheim

Die Fans staunten nicht schlecht, als sie hinter der Tribüne plötzlich Sebastian Vettel erblickten. Es war allerdings nicht der echte. Die Künstler von Madame Tussauds haben den Doppelweltmeister aus Wachs nachmodelliert. 200.000 Euro soll der Doppelgänger gekostet haben. Sechs Monate dauerten die Arbeiten am Modell des Heppenheimers. Enthüllt wird die neue Figur im Wachsfiguren-Museum in Berlin übrigens am 27. Juli von Nacktmodel Micaela Schäfer.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden