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GP Deutschland 2013 (Qualifying)

Hamilton wieder auf Pole Position

Lewis Hamilton GP Deutschland 2013 Foto: Mercedes 82 Bilder

Lewis Hamilton startet den Grand Prix von Deutschland von der Pole Position. Der Mercedes-Pilot verwies Sebastian Vettel um ein Zehntel auf Rang zwei. Der zweite Silberpfeil von Nico Rosberg landete nach einem misslungenen Reifenpoker nur auf Startplatz elf.

06.07.2013 Tobias Grüner

Geht der Heimfluch von Sebastian Vettel in die nächste Runde? Nach einer dominanten Vorstellung im dritten Freien Training musste sich der Heppenheimer im Qualifying nur mit Platz 2 begnügen. Im entscheidenden letzten Versuch des Top Ten-Finales schnappte ihm Lewis Hamilton mit einer Zehntel Vorsprung die Pole Position vor der Nase weg.

Dritte Pole Position für Hamilton

Nach Shanghai und Silverstone war es schon die dritte Pole Position für Hamilton in dieser Saison. Die sechste Mercedes-Pole im neunten Rennen. Nach den Trainingssitzungen hatte es noch nicht danach ausgesehen: "Ich hatte das ganze Wochenende extreme Probleme. Es wurde heute früh im dritten Training immer schlimmer", berichtete Hamilton. "Wir haben deshalb noch einmal viel umgebaut und plötzlich passte es. Danke an meine Jungs."

Für das Rennen erwartet der Brite aber erneut ein hartes Stück Arbeit. "Red Bull sah im Longrun gut aus. Ich weiß nicht, wie gut es mit dem veränderten Setup läuft. Ich hoffe, wir können Red Bull das Leben schwer machen."

Vettel zeigte sich trotz Rang 2 nicht unzufrieden: "Das war ganz eng heute. Ich habe alles gegeben. Das Auto hat sich gut angefühlt, aber ich habe im ersten Sektor etwas zu viel Zeit verloren. Aber immerhin sieht es so aus, als ob wir hier im Qualifying deutlich näher an Mercedes dran sind als in Silverstone. Ein Platz in der ersten Startreihe ist nicht schlecht. Ich freue mich schon auf das Rennen."

Rosberg nur auf Startplatz 11

Für den zweiten Mercedes war überraschend schon in der zweiten Qualifying-Runde Schluss. Nach einer schnellen Runde blieb England-Sieger Nico Rosberg in der Box, um Reifen zu sparen. Der Poker ging schief. Die Strecke wurde gegen Ende der Sitzung immer schneller und plötzlich lag der Mercedes-Pilot außerhalb der Top Ten, obwohl er nur eine halbe Sekunde hinter der Q2-Bestzeit von Massa lag.

"Es ist unglaublich. Wir haben es total unterschätzt, wie schnell sich die Strecke während des Qualifyings verbessert", klagte Rosberg anschließend. "Wir wollten uns einen Satz Reifen für das Q3 sparen und hatten nicht erwartet, dass sich alle anderen so viel verbessern. Die neuen Reifen haben uns im Qualifying sicher auch nicht geholfen. Schlechter hätte es heute nicht laufen können. Ich hoffe, dass es im Rennen besser wird."

Mercedes-Sportchef Toto Wolff entschuldigte sich bei seinem Piloten: "Es war ein Strategiefehler vom Team. Wir haben die Situation unterschätzt." Teamchef Ross Brawn fügte allerdings an: "Es war leider auch nicht die beste Runde von Nico. Immerhin hat er nun den Vorteil der freien Reifenwahl für den Rennstart."

Der Weg nach ganz vorne ist allerdings lang. Hinter Hamilton und Vettel geht Mark Webber im zweiten Red Bull von Rang 3 ins Rennen. "Ich weiß gar nicht, wo ich die Zeit verloren habe. Mit Rang drei kann ich aber ganz glücklich sein. Im Training war ich noch weiter entfernt von der Spitze", so Webber. Den Platz neben dem Australier in Startreihe zwei belegt Kimi Räikkönen im Lotus.

Startreihe drei teilen sich zwei Youngster. Neben Romain Grosjean im zweiten Lotus zeigte erneut Toro Rosso-Junior Daniel Ricciardo eine beeindruckende Leistung. Der Australier empfiehlt sich mit Nachdruck für die Nachfolge von Webber bei Red Bull.

Ferrari nur in Startreihe 4

Überraschend weit hinten gehen die beiden Ferrari ins Rennen. Felipe Massa und Fernando Alonso stehen gemeinsam in Startreihe vier. Beide hatten mit Fokus auf das Rennen im Q3 nur die langsameren Medium-Reifen aufgezogen. Überraschenderweise konnte Massa das Teamduell für sich entscheiden und Platz 7 auf der sauberen Seite der Startaufstellung einnehmen.

Die beiden letzten Top Ten-Plätze gingen an Jenson Button und Nico Hülkenberg. Sowohl bei McLaren als auch bei Sauber war man sich sicher, die Ferrari nicht gefährden zu können. Deshalb entschieden die Ingenieure, auf eine schnelle Runde im Q3 zu verzichten und Reifen für das Rennen zu sparen. Da beide ohne Rundenzeit blieben, entschied die niedrigere Startnummer das Duell zugunsten von Button.

Probleme bei Force India

Adrian Sutil durfte mit Startplatz 15 gar keine Runde im Q3 drehen. Der Bayer kämpfte mit DRS-Problemen an seinem Force India. Außerdem kam das Auto mit den relativ hohen Asphalt-Temperaturen (42°C) am Samstag nicht zurecht. Auch Sutils Teamkollege Paul di Resta verpasste auf Rang 12 die Top Ten. Beide Force India-Piloten müssen auf eine Besserung im Rennen hoffen, wenn sie wie in England doppelt punkten wollen.

Das Rennen am Sonntag beginnt um 14 Uhr. Wie schon im Qualifying am Samstag ist für den Sonntag Eifel-untypisches sonniges Wetter und angenehme Temperaturen über der 20°C-Marke vorhergesagt.

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