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GP Deutschland 2014 (Qualifying)

Rosberg auf Pole, Hamilton in der Bande

Lewis Hamilton - Mercedes - GP Deutschland 2014 Foto: xpb 84 Bilder

Big point für Nico Rosberg in Hockenheim: Der deutsche Mercedes-Pilot sicherte sich beim Heimspiel die Pole Position. Teamkollege Lewis Hamilton startet nach einem heftigen Crash im Q1 nur von Rang 15.

19.07.2014 Tobias Grüner

Für Nico Rosberg hätte es im Qualifying von Hockenheim nicht besser laufen können. Mit 0,212 Sekunden Vorsprung vor Williams-Pilot Valtteri Bottas sicherte sich der Mercedes-Pilot souverän die vierte Pole Position der Saison. Für WM-Konkurrent Lewis Hamilton war der Kampf um die besten Startpositionen dagegen schon nach 10 Minuten im ersten Quali-Abschnitt zu Ende. In seiner 5. Runde flog der Mercedes-Pilot spektakulär in der Sachs-Kurve ab.

"Ich habe gebremst, aber die Bremsen haben nicht funktioniert", funkte der Pilot direkt nach dem Einschlag an den Kommandostand. Wenige Minuten später bestätigte Mercedes: Die Bremsscheibe vorne rechts hatte versagt. Durch den Crash und die aufwändige Bergung musste die Sitzung für 9 Minuten unterbrochen werden.

Rosberg vor erstem Deutschland-Sieg

Die schnellste Runde vor seinem Einschlag hätte für Hamilton zum Erreichen des Q2 gereicht. Das schwer beschädigte Auto machte eine weitere Teilnahme am Qualifying jedoch unmöglich. Zum Check musste der Pilot zunächst ins Medical Center. Außer ein paar Prellungen blieb der Abflug allerdings ohne Folgen.

"Lewis hat sich die Knie beim Einschlag aneinander geschlagen, aber es ist nichts passiert", bestätigte Teamchef Toto Wolff. "Er hat sich in letzter Minute entschieden, andere Bremsscheiben zu fahren. Nico fährt einen anderen Hersteller. Wir prüfen noch, ob das Getriebe beim Einschlag beschädigt wurde." Ohne zusätzliche Getriebestrafe würde der Brite seine Aufholjagt im Rennen von Rang 15 beginnen.

"Ich bin natürlich etwas durchgeschüttelt, aber okay", gab der Crashpilot zu Protokoll. "Ich habe ein paar Schmerzen, aber das ist normal bei einem solchen Einschlag. Ich habe gehört, die Verzögerung lag im Bereich von 30G." Ein Start am Sonntag war aber nie in Gefahr. "Ich wäre auch gefahren, wenn ich mir etwas gebrochen hätte", so Hamilton.

Bis zum Abflug zeigte sich der Pilot zufrieden mit dem Auto. "Ich kann es immer noch nicht richtig glauben. Wir haben mit den Bremsen noch etwas ausprobiert. Das Auto hat sich wirklich sehr gut angefühlt, das Setup war fantastisch. Die ganze Sache ist deshalb unglücklich für mich. Alles ist so schnell passiert."

Nach dem Crash will es der Brite im Rennen aber nicht vorsichtiger angehen lassen. "Man muss immer 110 Prozent Vertrauen in das Auto haben und darf nicht daran denken, dass etwas passiert." Einen großen Einfluss auf die Titelentscheidung sieht Hamilton auch nicht. "Es gibt immer noch genügend Rennen in dieser Saison. Am Sonntag werden wir tun, was möglich ist. Mal sehen, wie es bei Nico läuft."

Somit spricht im Rennen alles für den ersten Deutschland-Sieg für Teamkollege Rosberg. Wie erwartet konnte die Konkurrenz das Tempo des Silberpfeils nicht mitgehen. Zwei Zehntel trennt den Mercedes trotz des viel diskutierten FRIC-Verbots vom Rest der Formel 1-Welt.

"Das freut mich natürlich sehr. Das ist richtig cool gelaufen heute. Mein Auto lag fantastisch. Es scheint, als seien wir trotz des Wegfalls des verknüpften Fahrwerks trotzdem noch die Schnellsten", erklärte Rosberg nach seiner Pole-Fahrt. "Ich freue mich schon auf morgen. Heute gibt es noch keine Punkte. Es ist noch ein langer Weg zum Sieg, aber es ist machbar." Vor allem am Start droht etwas Ärger. Die beiden Williams im Nacken des gebürtigen Wiesbadeners sind bekannt für gute Starts.

Bottas gewinnt Duell gegen Massa

Das Duell der beiden weißen Martini-Autos entschied Bottas mit 3 Zehnteln Vorsprung auf Felipe Massa für sich. "Wir müssen mit dem Ergebnis glücklich sein", so Bottas. "Mercedes ist immer noch ein Stück entfernt. Meine letzte Runde war fehlerlos." Massa war dagegen nicht zufrieden. "Ich habe meine Runde nicht zusammen bekommen. Mein Auto war nicht perfekt, was das Setup angeht. Valtteri hat dagegen wirklich eine gute Runde hinbekommen. Insgesamt haben wir aber ein gutes Auto. Mal sehen wie es morgen läuft."

Auf Rang 4 reihte sich überraschend McLaren-Pilot Kevin Magnussen ein. Damit stehen 4 Autos mit Mercedes-Motor in den ersten beiden Startreihen. Die dritte Reihe wird von den beiden Red Bull belegt. Wieder einmal musste sich Sebastian Vettel seinem Teamkollegen Daniel Ricciardo geschlagen geben. 3 Zehntel betrug der Unterschied zwischen den Bullen.

"Ich denke, es lief besser als gestern und heute früh. Leider war der letzte Run nicht so ganz gut. Im Moment gibt es noch viele Sachen, die noch nicht so ganz zusammen passen", kommentierte Vettel anschließend. "Morgen ist noch alles drin. Die Mercedes zu knacken wird schwer sein, aber der Grundspeed ist da - im Rennen vielleicht noch ein wenig besser als auf eine Runde."

Auf den Plätzen 7 und 8 fanden sich am Ende Ferrari-Pilot Fernando Alonso und Daniil Kvyat im Toro Rosso wieder. Auch die beiden Force India schafften den Einzug in die Top Ten. Allerdings ging es für Nico Hülkenberg und Sergio Perez im Finale nicht mehr nach vorne. Hülkenberg sicherte sich mit 21 Tausendstel Vorsprung Rang 9 vor dem Teamkollegen.

Sutil und Hamilton profitieren von Gutierrez-Strafe

Mit Jenson Button auf Rang 11 und Kimi Räikkönen auf Platz 12 mussten 2 ehemalige Weltmeister überraschend schon in der zweiten Runde die Segel streichen. Adrian Sutil beendete das Qualifying sogar schon in der ersten Runde. Nach dem Batterie-Problem im letzten Freien Training konnte der Sauber-Pilot die gute Form des Vortages im Qualifying nicht mehr wiederholen.

"Ich bin heute früh nur eine Runde gefahren, daher war das Quali direkt das Warmup. Schade, das Auto war ganz gut bisher. Wir hätten ein paar mehr Runden gebraucht", klagte Sutil anschließend. Genau wie Hamilton profitiert Sutil allerdings von der Rückstufung seines Teamkollegen Esteban Gutierrez. Nach der Kollision mit Pastor Maldonado in Silverstone muss der Mexikaner am Start 3 Plätze zurück - von Rang 14 auf 17.

FahrerTeamQ1Q2Q3
1. Nico RosbergMercedes1:17.6311:17.1091:16.540
2. Valtteri BottasWilliams1:18.2151:17.3531:16.759
3. Felipe MassaWilliams1:18.3811:17.3701:17.078
4. Kevin MagnussenMcLaren1:18.2601:17.7881:17.214
5. Daniel RicciardoRed Bull1:18.1171:17.8551:17.273
6. Sebastian VettelRed Bull1:18.1941:17.6461:17.577
7. Fernando AlonsoFerrari1:18.3891:17.8661:17.649
8. Daniil KvyatToro Rosso1.18.5301:18.1031:17.965
9. Nico HülkenbergForce India1:18.9271:18.0171:18.014
10. Sergio PerezForce India1:18.9161:18.1611:18.035
11. Jenson ButtonMcLaren1:18.4251:18.193
12. Kimi RäikkönenFerrari1.18.5341:18.273
13. Jean-Eric VergneToro Rosso1:18.4961:18.285
14. Esteban Gutierrez*Sauber1:18.7391:18.787
15. Romain GrosjeanLotus1:18.8941:18.983
16. Lewis HamiltonMercedes1:18.683
17. Adrian SutilSauber1:19.142
18. Jules BianchiMarussia1:19.676
19. Pastor MaldonadoLotus1:20.195
20. Kamui KobayashiCaterham1:20.408
21. Max ChiltonMarussia1:20.489
22. Marcus EricssonCaterhamohne Zeit
* + 3 Plätze Strafe
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