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GP Deutschland

Hamilton siegt vor Piquet

Foto: dpa 47 Bilder

Lewis Hamilton hat am Sonntag (20.7.) den Grand Prix von Deutschland vor Nelson Piquet im Renault, Ferrari-Fahrer Felipe Massa und Nick Heidfeld im BMW gewonnen.

20.07.2008 Claus Mühlberger

Mit seinem vierten Saisonsieg übernahm der Brite nun die alleinige Führung in der WM vor dem Ferrari-Duo Massa und Kimi Räikkönen. Der Deutsche Timo Glock überstand einen schweren Unfall mit seinem Toyota ohne schwere Verletzungen. Wegen des Unfalls rückte das Safety Car aus. Dies sorgte aber dafür, dass die Reihenfolge kräftig durcheinander geschüttelt wurde.

"Meinetwegen hätte es keine Safety Car-Phase gebraucht", scherzte Hamilton, der bei seinem 27. Grand Prix-Start seiner Karriere bereits seinen achten Sieg holte. "Ein ruhiger Nachmittag an der Spitze wäre mir lieber gewesen. Zu Beginn des Rennens habe ich wirklich alles gegeben, um vor meinem ersten Stopp einen ordentlichen Vorsprung herauszufahren. Ich hatte aber nicht allzuviel Druck von Massa und ich war im Schnitt gut eine halbe Sekunde schneller als er."

Heidfeld und Piquet im Glück

Der Einsatz des Safety Cars hatte einige Fahrer nach vorne gespült, die in der ersten Rennhälfte nur im Hinterfeld herumgekurvt waren. Nick Heidfeld, Zwölfter in der Startaufstellung und Nelson Piquet, 17. des Trainings, wurden wegen ihrer glücklichen Boxenstopp-Strategie plötzlich zu Siegkandidaten.

Als Lewis Hamilton ab der 51. von 67 Runden - nach seinem zweiten und  letzten Boxenstopp - zur Schluss-Attacke blies, war er hinter Heidfeld, Piquet, Massa und Kovalainen nur Fünfter. Das Problem Heidfeld erledigte sich für den McLaren-Mann von alleine, da der BMW-Mann nochmals zum Nachtanken musste. Wie nicht anders zu erwarten war, verhielt sich Kovalainen sehr mannschaftsdienlich, als Hamilton von hinten nahte. Den mit Bremsproblemen kämpfenden Felipe Massa kämpfte der Brite vor der Spitzkehre nieder. "Dann dachte ich, dass  meine Arbeit getan ist", erzählte Hamilton nach dem Rennen. "Doch man sagte mir, dass ich noch Nelson überholen muss. Er hat sich bei meinem Angriff sehr fair verhalten."

Dank an das Team

Der Überraschungs-Zweite, Nelson Piquet, verdankte seinen Erfolg der Boxenstrategie. Der Brasilianer fuhr vom 17. Startplatz los - eine scheinbar hoffnungslose Position. Sein Renault-Team entscheid sich daraufhin zu pokern und wählte eine Ein-Stopp-Strategie. Dies war der Schlüssel zum Erfolg. Im Moment seines bisher größten Triumphes blieb Piquet auf dem Teppich: "Ich hatte halt Glück. Den zweiten Platz verdanke ich voll und ganz denjenigen im Team, die die Taktik ausknobeln."

Ferrari-Mann Felipe Massa zog nach seinem dritten Platz ein durchwachsenes Fazit: "Der dritte Platz ist gar nicht so schlecht", meinte der Brasilianer. "Mein Auto war heute extrem schwer zu fahren. Und am Ende hatte ich auch noch Probleme mit der Bremse. Gegen Lewis konnte ich nichts machen. Er war soviel schneller als ich."

Glock zur Untersuchung in der Klinik

Glück hatte Timo Glock bei einem spektakulären Unfall in der Zielkurve, an deren Scheitelpunkt die Autos mit rund 180 km/h unterwegs sind. Ausgangs der Kurve drehte sich der Toyota und prallte in ungünstigem Winkel gegen die Betonmauer an der Kurveninnenseite. Mit Hilfe der Streckenposten konnte sich Glock aus dem Wrack befreien. Nach einer ersten Untersuchung im Streckenhospital, die keinen Befund ergab, wurde er zur Beobachtung per Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen.

Die Zeitlupenaufnahmen des Fernsehens zeigten klar die Ursache des Unfalls, eine gebrochene Aufhängung am rechten Hinterrad. Unter diesen Umständen erscheint es riskant, dass die Toyota-Box Jarno Trulli weiterfahren ließ.

Erfreulich aus deutscher Sicht: Sebastian Vettel krönte seine beherzte Vorstellung vor dem Heimpublikum mit dem achten Platz. Damit schaffte es der Toro Rosso-Fahrer bereits zum dritten Mal in diesem Jahr, in die Punkteränge vorzudringen.

Williams-Toyota-Pilot Nico Rosberg als Zehnter und Adrian Sutil auf Platz 15 gingen dagegen leer aus. Sutil war als 16. ins Ziel gekommen, rückte aber durch eine Strafe für seinen Force-India-Teamkollegen Giancarlo Fisichella um einen Rang nach vorn.

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