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GP Deutschland

Schumi Tagesschnellster

Ein spannendes Kopf an Kopf-Rennen erlebten die wenigen Zuschauer, die bei Gluthitze (34 Grad im Schatten) auf den Tribünen des Hockenheimrings ausharrten. Beim freien Training zum GP von Deutschland setzte Michael Schumacher die Bestzeit. Kimi Räikkönen und Juan Pablo Montoya (Rückstand 0,166 Sekunden) waren dem Deutschen aber hart auf den Fersen.

23.07.2004

Ein bisschen erinnerte das Ergebnis an die gestrige Etappe der Tour de France, als Dominator Lance Armstrong den lange führenden Edel-Domestiken Andreas Klöden noch auf den letzten Metern abfing. "Ein Kannibale hat immer Hunger“, titelte die "Süddeutsche Zeitung“. Und ein bisschen Kannibalismus kann man wohl auch Schumacher unterstellen, dessen Gegner sich in diesem Jahr mit den Brosamen begnügen müssen, die vom Ferrari-Tisch fallen. Heute überließ Schumacher ihnen nicht mal die sportlich eigentlich völlig belanglose Freitags-Bestzeit.

Mit Platz zwei und lediglich 0,044 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit untermauerte Kimi Räikkönen den Formanstieg von McLaren.Viele im Fahrerlager rechnen fest damit, dass beim morgigen Qualifikationstraining ein McLaren-Mercedes die Pole-Positon erobern wird - notfalls mit wenig Sprit an Bord. Dies wäre ein passendes Geburtstagspräsent für den scheidenden Mercedes-Chef Jürgen Hubbert, der morgen sein 65. Wiegenfest feiert.

Weniger gut als der Finne kam David Coulthard zurecht. Der Schotte, der 2005 nach neun gemeinsamen Jahren bei McLaren zugunsten von Montoya geschasst wird, kam nur auf Platz elf. Coulthard kämpfte mit Balance-Problemen und hatte Ärger mit den Bremsen. Das Resultat: Vier Dreher.

Williams kommt in Fahrt

Bemerkenswert: Anders als vor zwei Wochen in Silverstone, als die Schnellsten schon in dem für die Startaufstellung bedeutungslosen Freitags-Training die Trainingsbestzeit aus dem Vorjahr um rund zwei Sekunden unterboten hatten, blieben die Zeiten im heissen Hockenheim hinter den Erwartungen zurück: Michael Schumacher war um eine Zehntelsekunden langsamer als Juan Pablo Montoya im Qualifying (bei 37 Grad im Schatten) vor einem Jahr.

Nach Anlaufschwierigkeiten im Vormittagstraining nahmen die Williams-BMW jetzt Fahrt auf- auch dank neuer Aerodynamikteile. Ralf Schumachers Ersatzmann Antonio Pizzonia nistete sich auf Platz fünf ein.

Das Renault-Duo blieb beim ersten Aufgallopp farblos: Platz 14 für Jarno Trulli und Platz acht für Fernando Alonso. Dies, obwohl in Hockenheim schon die dritte Ausbaustufe des RS24-Motors zum Einsatz kommt.

Jordan-Testfahrer Timo Glock drehte 41 Runden und kam mit 2,7 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit auf Platz 20. Der Blick ins Ergebnis zeigte eine pikante Situation: Glock rangierte nämlich vor den Stammfahrern Giorgio Pantano und Nick Heidfeld. Der Rheydter schaffte es lediglich auf den vorletzten Platz.

Licht und Schatten bei BAR: Anthony Davidson gelang im ersten Training die Bestzeit, Jenosn Button fehlten am Ende als Viertem auch nur knappe vier Zehntel auf Michael Schumacher, doch das dicke Ende kam später: Der Motor muss gewechselt werden, so verliert der Engländer schon vor der Qualifikation zehn Startplätze.

GP Deutschland, Ergebnis 2. Training:

1. Michael Schumacher, Ferrari: 1:15,001 Minuten
2. Kimi Räikkönen, McLaren-Mercedes: 1:15,045 Minuten
3. Juan Pablo Montoya, Williams-BMW: 1:15,167 Minuten
4. Jenson Button, BAR-Honda: 1:15,379 Minuten
5. Antonio Pizzonia, Williams-BMW: 1:15,470 Minuten
6. Anthony Davidson, BAR-Honda: 1:15,576 Minuten
7. Takuma Sato, BAR-Honda: 1:15,657 Minuten
8. Fernando Alonso, Renault: 1:15,677 Minuten
9. Rubens Barrichello, Ferrari: 1:15,738 Minuten
10. Ricardo Zonta, Toyota: 1:16,200 Minuten
11. David Coulthard, McLaren-Mercedes: 1:16,265 Minuten
12. Björn Wirdheim, Jaguar: 1:16,342 Minuten
13. Mark Webber, Jaguar: 1:16,541
14. Jarno Trulli, Renault: 1:16,660 Minuten
15. Christian Klien, Jaguar: 1:16,854 Minuten
16. Felipe Massa, Sauber-Petronas: 1:16,856 Minuten
17. Giancarlo Fisichella, Sauber-Petronas: 1:17,026 Minuten
18. Cristiano da Matta, Toyota: 1:17,300 Minuten
19. Olivier Panis, Toyota: 1:17,419 Minuten
20. Timo Glock, Jordan-Ford: 1:17,724 Minuten
21. Giorgio Pantano, Jordan-Ford : 1:17,869 Minuten
22. Zsolt Baumgartner, Minardi-Ford: 1:18,098 Minuten
23. Bas Leinders, Minardi-Ford: 1:18,224 Minuten
24. Nick Heidfeld, Jordan-Ford: 1:18,243 Minuten
25. Gianmaria Bruni, Minardi-Ford: 1:18,309 Minuten

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