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Radio Fahrerlager GP England 2010

Di Grassi auf der Damen-Toilette

Lucas di Grassi Foto: Virgin 29 Bilder

Das Grand Prix-Wochenende von Silverstone stand 2010 ganz im Zeichen des teaminternen Krachs bei Red Bull. Was sonst noch alles hinter den Kulissen passiert ist, erfahren Sie wie immer in unserer regelmäßigen Rubrik Radio Fahrerlager.

14.07.2010 Michael Schmidt, Bianca Leppert

Beschissene Situation

Kurz vor dem Start des England GP herrschte plötzlich es Stau auf der Treppe zum Pressezentrum. Jaime Alguersuari kam gerade herunter und quetschte sich an Journalisten vorbei, Lucas di Grassi stürmte nach oben. Was die Fahrer im Pressezentrum nur wenige Minuten vor dem Start suchten? Eine Toilette. Weil das Männerklo besetzt war, musste Di Grassi in der Eile sogar aufs Frauenklo ausweichen.

Alonso feiert Sieg in Silverstone

Fernando Alonso hatte es vorausgeahnt. "Spaniens Fußballteam wird euch am Sonntag mehr Freude bereiten als ich." Als hätte es der Spanier gewusst, lieferte er eine Nullrunde ab und die Kicker des Landes den WM-Titel. Alonso schaute das Spiel mit seinen spanischen Kumpels aus dem Fahrerlager im Ferrari-Motorhome. Als Villa, Pujol und Co. in Johannesburg zur Siegerehrung schritten, feierte Alonso mit Ex-Rallyeweltmeister Carlos Sainz den größten Triumph seines Landes im Fußball. In der Hand einen WM-Pokal aus Pappe, um die Schultern Spaniens Flagge.

Vettel: Erst Fußball dann Versöhnung

Red Bull-Chef Christian Horner gab nach dem Rennen in Silverstone eine Grillparty in seinem Privathaus. Alle waren eingeladen, auch die beiden Fahrer. Während Sieger Mark Webber sich sofort Richtung Horners Landsitz aufmachte, schaute Kollege Sebastian Vettel im Red Bull-Motorhome an der Strecke das WM-Finale Spanien gegen Holland. Erst nach dem Schlusspfiff düste Vettel Richtung Party ab. Horner rühmte sie als großes Versöhnungsfest. Die Wahrheit wird man erst in Hockenheim erfahren.

Briatore mit entscheidendem Tipp

Zum dritten Mal in diesem Jahr tauchte Flavio Briatore im Fahrerlager auf. Der eigentlich verbannte Ex-Teamchef von Renault konferierte wieder auffallend oft mit Bernie Ecclestone. Die Gerüchte, er wolle den bald 80-jährigen Formel 1-Chef beerben reißen nicht ab. Auf jeden Fall gab er Mark Webber den entscheidenden Tipp. "Du musst den Start gegen Vettel gewinnen, wenn du dich durchsetzen willst", sagt er dem derzeit erfolgreichsten Piloten aus seinem Managementpool.

Sauber wird ausgesperrt

Schlechte Zeiten für Raucher in England. Peter Sauber musste seine geliebte Zigarre außerhalb seines Motorhomes rauchen. "Wenn ich es drinnen mache, kann es sein, dass ich bis zu 6.000 Pfund Strafe zahlen muss."

Webber erteilt Journalisten eine Lektion

Red Bull lud die englischen Journalisten in seinen Simulator ein, um den neuen Kurs von Silverstone kennenzulernen. Der schnellste Schreiber blieb 35 Sekunden über der Zeit von Mark Webber. Dabei legte sich der Australier ein Handikap auf. Er begann seine Runde mit einem stehenden Start.

Watsons Vergleich

Ex-Formel 1-Pilot John Watson kennt Silverstone noch in seiner Ur-Form. Mit acht Kurven, darunter den Klassikern Copse, Becketts, Stowe, Club und Woodcote. "Mit den heutigen Autos würde eine Runde 52 Sekunden dauern und der Schnitt läge bei 280 km/h", ist der 64-jährige Sieger des GP England von 1981 überzeugt.

Paffet legt Nachtschicht ein

McLaren-Testfahrer Gary Paffett hatte in Silverstone viel zu tun. Als sich abzeichnete, dass McLaren mit dem Aerodynamikpaket Probleme bekommt, wurde Paffett in die Fabrik nach Woking geschickt, um Vergleichstestfahrten im Simulator zu fahren. "Ich habe um 18 Uhr angefangen und war 15 Minuten vor Mitternacht fertig", berichtete der DTM-Pilot.

Yamamotos Geburtstagsgeschenk

Über den Austausch des zweiten HRT F1-Cockpits wurde viel gerätselt. Die meistverbreitete Spekulation waren Geldprobleme. Sakon Yamamoto soll eine Million Euro für seinen Einsatz an seinem 28. Geburtstag gezahlt haben. Da kürzlich auch ein Scheck von Karun Chandhok eingegangen sein soll, musste Bruno Senna ins Gras beißen. Diese Theorie wurde von Vertretern von Hispania Racing bestritten. Brasilianische Quellen berichteten, dass Senna versehentlich eine E-Mail mit Kritik an der Teamleitung an Chef Colin Kolles weitergeleitet hatte und dafür strafweise pausieren musste. In einer Pressemitteilung verkündete das Team, dass Senna die restlichen Rennen für HRT F1 bestreiten werde.

Neuer Kopf-Schmuck für Silverstone

Lewis Hamilton und Sebastian Vettel waren in Silverstone mit neu gestalteten Helmen unterwegs. In Silverstone prangte neben der britischen Flagge auch die Flagge von Grenada auf Hamiltons Kopfschutz. Beim GP England bekam der McLaren Pilot Besuch von seiner Familie, die von den Westindischen Inseln stammt. Vettel hatte auf der Oberseite seines Helms die Namen einiger Teammitglieder einarbeiten lassen.

Hülk wird abgeschleppt

Deutschland hat England zwar in der WM besiegt, doch wie heißt es so schön: Wer zuletzt lacht, lacht am besten. Das war beim Williams-Team der Fall. Nico Hülkenberg besuchte am Wochenende vor dem GP England Freunde in London und musste danach sein Auto suchen. Sein VW Scirocco wurde von der Polizei abgeschleppt und "Hülk" musste mehr als 300 Pfund Strafe zahlen.

Burning Man

Das Pub Green Man in der Nähe von Silverstone war bisher immer ein beliebter Treffpunkt des Formel-1-Zirkus. Nun brannte ein Teil des Pubs am Dienstag vor dem Grand Prix ab. Glücklicherweise wurde niemand verletzt.

Button und Hamilton zum ablecken

Zu Ehren der zehn britischen Weltmeister legte die englische Post (Royal Mail) eine Briefmarkenserie auf. Die Briefmarken zeigen die Fotos der zehn F1-Champions und wurden vor dem England GP veröffentlicht.

Van-dalismus

Jarno Trullis Renningenieur Gianluca Pisanello erlebte während des Grand Prix in Silverstone eine böse Überraschung. Jemand brach in seinen Van ein, versuchte den Pass zu klauen und beschädigte den Hebel für das Licht und die Scheibenwischer.

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