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GP England 2010: Rennanalyse

Red Bull in jeder Situation überlegen

Formel 1 GP England Start Foto: dpa 29 Bilder

In unserer Rennanalyse beantworten wir die wichtigsten Fragen zum Rennen in Silverstone. Was passierte mit Sebastian Vettel und Felipe Massa in der ersten Runde? Wie kam Jenson Button nach vorne und war Hamilton eine Gefahr für Webber?

12.07.2010 Bianca Leppert

Was passierte mit Sebastian Vettel und Felipe Massa in der ersten Runde?

Felipe Massa und Sebastian Vettel teilten das gleiche Schicksal. Der Ferrari-Pilot wie auch der Red Bull-Fahrer mussten nach einer Runde mit einem Reifenschaden die Box ansteuern. Vettels Plattfuß geht auf eine Berührung mit Lewis Hamilton zurück. Beide nahmen den Zusammenstoß aber nicht richtig wahr. "Ich wüsste nicht, dass wir uns berührt haben", meinte Hamilton nach dem Rennen. "Aber als ich aus dem Auto gestiegen bin, sah es so aus, als wäre die Endplatte des linken Frontflügels beschädigt. Es muss wirklich sehr, sehr schwach gewesen sein, wenn es denn eine Berührung war." Vettel sah den Zwischenfall ähnlich. "Wir haben auch vermutet, dass vielleicht der Kerb die Reifen beschädigt hat. Aber das ist ziemlich unwahrscheinlich."

Felipe Massa kam sich ausgerechnet mit Teamkollege Fernando Alonso ins Gehege. "Mein Rennen war früh vorbei, nachdem ich Fernando berührt habe und einen Plattfuß hatte, der mich ans Ende des Feldes zurückwarf." Während Massa nach seinem Boxenstopp 51 Sekunden zurück lag, eilte Vettel 83 Sekunden hinterher. Dabei musste der Deutsche vor allem auch auf seine frischen harten Reifen aufpassen. Schließlich wusste man nicht genau, ob sie die verbleibenden 51 Runden ohne Probleme durchhalten würden.

Wie kam Jenson Button nach vorne?

Jenson Button machte im Rennen zehn Plätze gut. Von Position 14 gestartet sah er die Zielflagge als Vierter. Die Aufholjagd hatte der Brite vor allem einem guten Start und einer ausgeklügelten Taktik zu verdanken. Nach einer Runde lag der Brite bereits auf Platz acht. Die frühen Boxenstopps der Konkurrenz spülten Button dann bis auf Rang vier vor. Als er in Runde 21 von seinem Reifenwechsel auf die Strecke zurückkehrte, reihte er sich als Sechster wieder ein. Allerdings lag zu diesem Zeitpunkt noch Nico Hülkenberg ohne Stopp vor ihm. Einen weiteren Platz machte Button durch die Durchfahrtsstrafe von Fernando Alonso gut.

Für Williams und Sauber kam diese Strategie mit Rubens Barrichello und Kamui Kobayashi aber nicht in Frage. Williams-Technikdirektor Sam Michael sagt: "Jenson Button musste das Risiko eingehen, wir mussten dagegen auf die umliegende Konkurrenz reagieren." Auch Beat Zehnder, Teammanager bei Sauber meint: "Wir mussten darauf achten, was Michael Schumacher macht."

Wieso kam Sebastian Vettel noch so weit nach vorn, obwohl man in Silverstone nicht überholen kann?

Mit 83 Sekunden Rückstand das Feld aufzurollen, ist wahrlich keine einfache Aufgabe. Sebastian Vettel war ihr trotzdem gewachsen. Dabei kam ihm natürlich entgegen, dass Red Bull an diesem Wochenende einfach das überlegene Auto hatte. Vettel drehte nach den beiden Ferrari, die das Rennen zum Schluss als Test nutzten, die drittschnellste Rennrunde. Obwohl beim Zurückhumpeln an die Box der Unterboden durch den herumschlackernden Reifen beschädigt wurde und die Balance nicht mehr passte. Daneben profitierte der Heppenheimer natürlich auch von der Safety Car-Phase, die das Feld wieder zusammen brachte.

Einzig bei Adrian Sutil biss sich Vettel die Zähne lange aus. Der Force India-Pilot hatte auf der Geraden wesentlich mehr Top-Speed und war deshalb nur schwierig einzuholen. Letztlich versuchte es Vettel aber doch noch mit einer beherzten Aktion und sicherte sich damit noch den siebten Platz.

War Mark Webbers Sieg jemals in Gefahr?

Mark Webber erwischte einen guten Start und sicherte sich nach Vettels Reifenschaden sofort die Führung. Die einzige Bedrohung war damit nur noch Lewis Hamilton. Nach der ersten Runde betrug der Abstand zwischen den beiden rund eine halbe Sekunde, dann wuchs er stetig an. Bevor in Runde 28 das Safety Car rausging, hatte sich die Lücke auf 6,071 Sekunden vergrößert.

Nach der Safety Car Phase war der Vorsprung natürlich dahin. Eine echte Gefahr war Hamilton aber auch beim Re-Start nicht. "Lewis ist ein sensationelles Rennen gefahren", meinte Webber. "Wir haben uns gegenseitig angespornt. Aber ich denke es ist fair, wenn ich sage, dass ich das bessere Auto hatte. Ich habe alles herausgeholt, um wegzuziehen. Wir haben alles unter Kontrolle gehabt."

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