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Radio Fahrerlager GP England 2012

Die heißesten Storys aus Silverstone

Lotus - Batman-Aktion - Formel 1 - GP England - Silverstone - 5. Juli 2012 Foto: xpb 94 Bilder

Was sonst noch so am Wochenende in England passiert ist, erfahren Sie in unserer Rubrik Radio Fahrerlager. Hier haben wir die kleinen aber nicht minder interessanten Geschichten aus Silverstone gesammelt. Dieses Mal unter anderem mit Lewis Hamilton, Nigel Mansell, Maria de Villota, Mark Webber und vielen mehr...

11.07.2012 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Gartenparty beim Red Bull-Chef

Das Fest hat Tradition. Red Bull-Teamchef Christian Horner lädt sein Team nach dem GP England in sein Privathaus ein. Unter dem regenreichen Sommer in England hat auch sein großer Garten gelitten. Horner ahnte nach dem Webber-Sieg Böses: "Mein Garten wird aussehen wie die Wiesen von Silverstone." Die Gäste waren gnädig. Diesmal drehte keiner Donuts in Horners Anwesen.

Hamilton lässt es qualmen

Apropos Donuts: Trotz des enttäuschenden achten Platzes drehte Lewis Hamilton nach dem Rennen einige qualmende Kringel vor seinen heimischen Fans. Die Zuschauer auf den Tribünen quittierten die Aktion mit lautem Jubel. Die FIA sieht solche Nummern aber traditionell nicht so gern. BBC-Kommentator Jake Humphrey erklärte anschließend: "Das ist das letzte Mal, dass ich Lewis zu Donuts anstifte und ihm verspreche, die Strafe zu zahlen."

Mansell sitzt im Sattel

Nigel Mansell hat sein Versprechen wahrgemacht. Der Weltmeister radelte an zwölf Tagen die 1.800 Kilometer von der Nordküste Englands bis nach Paris. Der alte Kämpfer biss die Zähne zusammen. Erst sechs Wochen zuvor war er vom Fahrrad gestürzt und hatte sich das Schlüsselbein gebrochen. Im Winter soll ein Buch über die Charity-Aktion des Altmeisters veröffentlicht werden.

FIA will Villota-Helm untersuchen

Der Unfall von Marussia-Ersatzfahrerin Maria de Villota passierte bei einem privaten Test des Rennstalls. Deshalb muss die FIA ihn auch nicht untersuchen. Trotzdem interessiert sich der Weltverband für die näheren Umstände des Unglücks. "Wir wollen den Helm untersuchen und wissen, was genau falsch gelaufen ist", sagte FIA-Rennleiter Charlie Whiting. Einen offiziellen Unfallreport wird es nicht geben.

FIA arbeitet an neuem Strafenkatalog

Die Regelhüter der FIA diskutieren gerade, wie man in Zukunft kleinere Vergehen auf der Rennstrecke ahnden soll. Gemeint sind Regelverstöße, für die eine Durchfahrtstrafe zu hart wäre. Es wird überlegt, ob es möglich ist in so einem Fall einen Fahrer in einer Runde um fünf Sekunden einzubremsen.

Feuer-Opfer wieder an Bord

Bei Williams freute man sich über die Rückkehr Martin Betts (Spitzname "Barney"). Der Truckie hatte sich beim Boxen-Feuer in Barcelona schwere Verbrennungen zugezogen und ließ sich nun erstmals wieder in der Garage des Traditionsteams blicken. Bis er wieder voll mit der Arbeit beginnen kann, wird es aber wohl noch zwei Monate dauern.

Vettel begießt Jackie Stewart

Es war eine neue Prozedur zur Versöhnung mit den Fans. Diesmal gab es nicht nur mit den Journalisten eine Interviewrunde der ersten Drei, sondern auch für das Publikum. Sir Jackie Stewart stellte Mark Webber, Fernando Alonso und Sebastian Vettel auf dem Podium Fragen, die über die Lautsprecher rund um die Strecke zu hören waren. Nur die Besucher auf der Haupttribüne konnte das prominente Quartett auch sehen. Und damit auch den Spaß, den sich Sebastian Vettel mit dem Altmeister erlaubte. Er leerte bei den Interviews den Rest der Champagnerflasche über Stewarts Cordmütze im Schottenmuster aus.

Iceman wird zum Batman

Lotus präsentierte zum GP England einen neuen Großsponsor. Auf dem Seitenkasten machten Romain Grosjean und Kimi Räikkönen Werbung für den neuen Batman-Film. Am Donnerstag fuhr sogar ein 1:1-Modell des brachialen Batmobils zum Fototermin auf der Zielgerade herum.

Formel 1-Renner nicht regentauglich

80.000 Zuschauer bekamen am Freitag Magerkost geboten. Die Teams sparten Reifen, weil es pro Fahrer nur drei Satz Schlechtwetterreifen gibt. Zweite Ausrede: Die hohe Unfallgefahr. Die Autos skateten wie Surfer über die Pfützen. Was einmal mehr zeigte, dass moderne Formel 1-Autos nicht alltagstauglich sind. Was für ein Armutszeugnis: Als die historischen GP-Autos des Rahmenprogramms auf die Bahn gingen, hatten die wesentlich weniger Mühe mit den nassen Element. Die Gründe liegen auf der Hand: mehr Bodenfreiheit, eine geringere Fläche flacher Boden, ein weicheres Fahrwerk, eine weniger sensible Aerodynamik.

Webber erfreut seine Hunde

Mark Webber hat zum zweiten Mal den GP England nach 2010 gewonnen. Der Australier erklärte sein Silverstone-Geheimnis so: "Ich wohne in der Nähe und bin Heimschläfer. Jeden Abend sehe ich meine Hunde, und denen ist es völlig egal, ob ich einen guten Tag oder einen Scheißtag hatte. Sie sind immer happy, wenn sie mich sehen."

McLaren gewinnt Boxen-Duell

Das McLaren-Boxenstopptraining hat sich gelohnt. Angeblich haben die McLaren-Schrauber vor dem GP England bis zu 800 Reifenwechsel geübt. In Silverstone waren sie klar die Schnellsten. Lewis Hamilton und Jenson Button verbrachten nur 99,401 Sekunden in der Boxengasse. An zweiter Stelle lag Ferrari mit 100,805 Sekunden, gefolgt von Red Bull (102,181 s), Mercedes (110,208 s), Lotus (111,041 s) und Williams (111,254 s). Sportchef Sam Michael fordert: "Unser Ziel sind im Schnitt 2,5 Sekunden Standzeit."

Reiche und prominente Gäste im Fahrerlager

Das Rennen von Silverstone zog auch wieder jede Menge Prominenz ins Fahrerlager. Rowan Atkinson (Mr. Bean) war vor Ort. Hollywood-Schauspieler Hugh Grant schlenderte über die Startaufstellung. Jacques Rogge, der Präsident des internationalen olympischen Komitees, ließ sich von Bernie Ecclestone herumführen. Auch Multimilliardär Chalerm Yoovidhya kam ins Fahrerlager. Dem Sohn des kürzlich verstorbenen Thailänders Chaleo Yoovidhya gehört die Mehrheit am Getränkehersteller Red Bull.

Williams-Fans schauen in die Röhre

Seitdem Silverstone im Vorjahr renoviert wurde, ist das Ende der Boxengasse von der Zielgeraden durch eine hohe Mauer getrennt. Den Fans von der Haupttribüne ist damit der Blick auf die Garagen versperrt. Da es im Vorjahr Beschwerden gab, wurden die Top-Teams kurzerhand in die Mitte der Boxengasse versetzt. Dadurch schauten nun vor allem die Fans von Williams in die Röhre.

Austin lernt von Silverstone

In Silverstone ließ sich auch eine kleine Delegation der Organisatoren von Austin blicken, die sich einmal vor Ort anschauen wollte, wie ein Grand Prix abläuft. Für meisten Mitglieder aus dem Veranstalter-Team ist die Formel 1 komplettes Neuland. Sie wurden vor allem vom Pferderennen "Kentucky Derby" nach Texas abgezogen, um in November den US Grand Prix durchzuführen. "Auf der Baustelle ist alles im Plan", hieß es auf Nachfrage. "Rennleiter Charlie Whiting hat uns bei seinem letzten Besuch berichtet, dass es in Austin vier Monate vor dem Rennen so aussieht, wie in Korea vier Wochen vor ihrer Premiere. Wir rechnen mit einem vollen Haus: 120.000 Zuschauer."

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