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GP England 2016 (Ergebnis Qualifying)

Silverstone-Pole für Hamilton

Verstappen - Hamilton - Rosberg - GP England - Silverstone - Qualifying - Samstag - 9.7.2016 Foto: sutton-images.com 49 Bilder

Lewis Hamilton hat sich beim Heimspiel in Silverstone die Pole-Position geholt. In einem spannenden Qualifying schnappte der Weltmeister seinem Teamkollegen Nico Rosberg in letzter Sekunde den ersten Startrang weg. Red Bull war abermals die Nummer zwei im Feld, Ferrari enttäuschte.

09.07.2016 Andreas Haupt

Im zweiten Qualifying-Teil drehte Lewis Hamilton auf und holte sich den Rundenrekord in Silverstone in 1:29.243 Minuten. Alles sah nach einer sicheren Kiste für den dreifachen Silverstone-Sieger aus. Doch in Q3 räuberte Hamilton in seinem ersten Versuch in der Copse-Kurve über den weißen Strich für die Streckenbegrenzung. Die Rennleitung erkannte die Zeit ab. Also musste es der Titelverteidiger im allerletzten Umlauf richten.

Ferrari mit Samstag zum Vergessen

Hamilton behielt die Nerven und unterbot die zuvor aufgestellte Marke seines Teamkollegen Nico Rosberg. 1:29.287 Minuten auf den 5,891 Kilometern reichten schlussendlich zur 55. Karriere-Pole. „Ich hatte in der letzten Runde großen Druck. Aber als ich in der Garage wartete, wusste ich, dass ich meine Jungs nicht im Stich lassen kann“, berichtete der 31-jährige Brite.

Sein Rivale um den WM-Titel musste sich mit dem zweiten Rang zufrieden geben. Rosberg setzte seine schnellste Rundenzeit im ersten Anlauf in Q3. Im zweiten Versuch verbesserte er sich nicht mehr. Sein Rückstand betrug am Ende 0,319 Sekunden. „Es war natürlich kein optimaler Tag. Durch den Defekt gestern habe ich viel Trainingszeit verloren. Ich habe beim Setup viel von Lewis übernommen“, erklärte Rosberg, der seine Chance am Start sieht. „Das war eine meiner Stärken in diesem Jahr.“

Die zweite Startreihe teilen sich die beiden Red Bull. Max Verstappen qualifizierte sich im sechsten Anlauf zum ersten Mal vor Daniel Ricciardo. An die Pole war für Red Bull nicht zu denken. Zu überlegen ist Mercedes in England. Der Abstand auf Hamilton lag schon bei über einer Sekunde. Ricciardo büßte gar 1,3 Sekunden ein.

Für Ferrari war es ein Samstag zum Vergessen. Erst ging im dritten Freien Training im Auto von Sebastian Vettel das Getriebe kaputt. Am Nachmittag fehlte wie schon das gesamte Wochenende der Speed. Kimi Räikkönen erlaubte sich zwar in Q2 einen Dreher, doch im finalen Durchgang war der Iceman konzentrierter und beendete das Qualifying auf dem fünften Rang vor Sebastian Vettel.

„Ich kann mit den letzten Runden nicht zufrieden sein. Ich habe es einfach nicht zusammenbekommen. Wenn alles passt, sind wir Vierter oder sogar auf Platz 3. Aber ansonsten ist das Auto gut, die Pace passt – auch wenn es nicht für ganz vorne reicht.“ Der Heppenheimer rückt wegen des Getriebewechsels noch fünf weitere Positionen auf Platz 11 zurück. „Von da hinten am Start müssen morgen wir vielleicht auf Regen oder andere ungewöhnliche Umstände hoffen.“

Valtteri Bottas ist der erste Profiteur. Der Williams-Pilot wird das zehnte Rennen des Jahres neben seinem Landsmann Räikkönen aufnehmen. Carlos Sainz schaffte am Samstagnachmittag die achtbeste Rundenzeit. Vor Nico Hülkenberg und Fernando Alonso. Eigentlich lag Hülkenberg im letzten Versuch vor Sainz, doch die Schiedsrichter strichen seine Rundenzeit, weil er die Strecke verlassen hatte.

„Dass die letzte Zeit gestrichen wurde, ist natürlich blöd“, ärgerte sich Hülkenberg. „Ansonsten war es das Maximum. Red Bull, Ferrari und vor allem Mercedes fahren in ihrer eigenen Welt. Wir sind einfach nicht schneller als um Platz 8 herum. Vielleicht hilft es, wenn es morgen regnet. Mal schauen, was passiert.“

Perez und Massa verpassen Q3

Im Gegensatz zu seinem Teamkollegen schaffte es Sergio Perez nicht unter die besten zehn Piloten. In seinem schnellsten Run in Q2 verlor der Mexikaner etwas mehr als eine Zehntel auf Hülk. Als Elfter hat Perez aber immerhin die freie Reifenwahl zu Rennbeginn.

Im Quali-Duell mit Bottas steckte Felipe Massa in Silverstone die achte Niederlage der Saison ein. Die Distanz zum Finnen dürfte den kleinen Brasilianer nachdenklich stimmen. Bottas brummte dem Routinier mehr als eine halbe Sekunde auf.

Auch für HaasF1 war im Mittelteil des Qualifikationstrainings Feierabend. Romain Grosjean behielt gegenüber Esteban Gutierrez die Oberhand. Schon zuletzt in Österreich ging Grosjean außerhalb der Top 10 in den Grand Prix, holte im Rennen aber noch Punkte für den amerikanischen Rennstall.

Daniil Kvyat erreichte im Toro Rosso nicht mehr als den 15. Platz. Der Russe beschwerte sich per Funk über Kevin Magnussen, der Kvyat nach der Stowe-Kurve auf dem Weg zu Kurve 16 blockierte. Das könnte für den Dänen noch ein Nachspiel haben.

Button schon im ersten Durchgang raus

Eine herbe Enttäuschung erlebte Jenson Button. Der Weltmeister von 2009 scheiterte im McLaren bereits im ersten Durchgang. Button rollte nur für 3 Runden um die Strecke. Nach seinem einzigen Outing kam der Brite bei seinem Heimspiel nicht mehr raus. Vermutlich aufgrund von technischen Schwierigkeiten.

Jolyon Palmer scheiterte in seinem Renault ebenfalls an der ersten Hürde und wird den Grand Prix England 2016 vom 18. Startplatz beginnen. Dahinter folgt Rio Haryanto. Der Indonesier setzte sich im teaminternen Duell bei Manor knapp gegen Pascal Wehrlein durch. Dem DTM-Champion von 2015 fehlten 53 Tausendstel auf seinen Garagennachbar.

„Die Enttäuschung ist riesig. Wir hatten uns natürlich mehr erhofft. Das ganze Wochenende haben wir schon mit Problemen gekämpft. Wir bekommen einfach keine Temperatur in den Reifen. Unser Auto funktioniert leider nicht gut in den schnellen Kurven. Wir haben im Training viel mit dem Setup probiert, aber nichts hat funktioniert. Uns fehlt einfach der Speed. Deshalb habe ich auch keine großen Hoffnungen fürs Rennen“, erklärte Wehrlein.

Eine Pleite gab es für Sauber. Felipe Nasr drehte im Qualifying die langsamste Runde. Marcus Ericsson konnte nach seinem Unfall im dritten Training erst gar nicht teilnehmen. Das Chassis überlebte den Crash nicht. Für den Rennsonntag müssen die Sauber-Mechaniker ein neues Monocoque aufbauen. Auch das Getriebe wird gewechselt. Ericsson muss den zehnten GP des Jahres aus der Boxengasse aufnehmen.

FahrerTeamQ1Q2Q3
1. Lewis HamiltonMercedes1:30.7391:29.2431:29.287
2. Nico RosbergMercedes1:30.7241:29.9701:29.606
3. Max VerstappenRed Bull1:31.3051:30.6971:30.313
4. Daniel RicciardoRed Bull1:31.6841:31.3191:30.618
5. Kimi RäikkönenFerrari1:31.3261:31.3851:30.881
6. Sebastian Vettel*Ferrari1:31.6061:30.7111:31.490
7. Valtteri BottasWilliams1:31.9131:31.4781:31.557
8. Carlos Sainz Jr.Toro Rosso1:32.1151:31.7081:31.989
9. Nico HülkenbergForce India1:32.3491:31.7701:32.172
10. Fernando AlonsoMcLaren1:32.2811:31.7401:32.343
11. Sergio PerezForce India1:32.3361:31.875
12. Felipe MassaWilliams1:32.1461:32.0021:11.977
13. Romain GrosjeanHaas1:32.2831:32.050
14. Esteban GutierrezHaas1:32.2371:32.241
15. Daniil KvyatToro Rosso1:32.5531:32.306
16. Kevin MagnussenRenault1:32.7291:37.060
17. Jenson ButtonMcLaren1:32.788
18. Jolyon PalmerRenault1:32.905
19. Rio HaryantoManor1:33:098
20. Pascal WehrleinManor1:33.151
21. Felipe NasrSauber1:33.544
22. Marcus EricssonSauberohne Zeit
* 5 Plätze Strafe
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