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GP England

Aufschwung in Silber und Blauweiß

Foto: dpa

Kimi Räikkönen und McLaren-Mercedes sind nach der Qualifikation die Geheimfavoriten in Silverstone. Von den schwierigen Bedingungen auf dem Flugplatzkurs profitierte auch BMW. Die Verlierer des Tages sind Ferrari und Honda.

10.06.2006 Markus Stier

29 Grad im Schatten und 44 Grad Asphalttemperatur hat Silverstone zur Zeit des englischen Grand Prix nicht allzu oft erlebt. Die Strecke präsentierte sich extrem rutschig. "Es ist komisch. Bei den Tests hatten wir pausenlos Untersteuern, jetzt übersteuert das Auto", sagte BMW-Fahrer Nick Heidfeld.

Gut konnte in der Qualifikation nur abschneiden, wer sein Auto unter den schweren Bedingungen gut unter Kontrolle hatte - so wie BMW. "Unsere technischen Verbesserungen waren heute nur die halbe Miete", sagte Technik-Chef Willi Rampf. Beide Fahrer fanden eine gute Balance, so schafften es Heidfeld und Villeneuve ohne Mühe ins TopTen-Qualifying. Dass es dort "nur" zu den Rängen neun und zehn reichte, bereitet Mario Theissen keine Kopfschmerzen. "Wir haben relativ viel Benzin an Bord", verriet Willi Rampf.

Fernando Alonso: "McLaren ein Problem"

Trotz einiger Ausflüge neben die Strecke fand sich auch McLaren-Fahrer Kimi Räikkönen bestens zurecht. Nach einigen fehlgeschlagenen Abstimmungsexperimenten kehrte der Finne im Abschlusstraining zur gewohnten Einstellung zurück. Dabei hätte der Eismann sogar auf Pole fahren können, doch das Team schickte ihn zu seinem letzten Versuch so spät auf die Strecke, dass Räikkönen schon die Aufwärmrunde im Quali-Tempo angehen musste, was den Reifen nicht allzu gut tat.

"McLaren kann morgen zu einem Problem werden", warnt Fernando Alonso. Die Furcht des Weltmeisters ist begründet. Die Silbernen überzeugten nicht nur auf einer schnellen Runde, auch die Dauerläufe mit vollem Tank überzeugten. Räikkönen kann sich allein auf das Rennen konzentrieren, mit der WM-Entscheidung hat er nichts mehr zu tun: "Ich habe nichts zu verlieren", sagt er.

Fehlende Tests rächen sich bei Ferrari

Das sieht im Fall Schumacher anders aus. Bei Ferrari versuchte man, Michael Schumacher in jedem Fall auf Startplatz eins zu bekommen - vergebens. Die letzte vage Hoffnung der Roten ist, dass die Konkurrenz möglicherweise weniger Benzin an Bord hatte.

Ferrari setzte im freien Training extra einen frischen Reifensatz für Schumacher ein. Weil die Roten bei den Silverstone-Tests im April nicht anwesend waren, sollte sich der WM-Verfolger frühzeitig auf Qualifikations-Bedingungen einstellen. Weil sich Schumacher in der ersten K.O.-Runde des Abschlusstrainings mit alten Reifen qualifizierte, konnte er den am Morgen aufgebrauchten Satz frischer Gummis für das Rennen wieder hereinholen.

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