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GP England: Deutsche F1-Piloten in Silverstone

(Boden)-Wellenreiten in Silverstone

Formel 1 GP England 2010 Freitag 27 Bilder

Wie bei allen Formel 1-Piloten war auch im Team Deutschland das neue Streckenlayout in Silverstone nach dem Freien Training das Thema des Tages. Neben den Bodenwellen in Kurve 11 sorgten auch Kleinigkeiten für Probleme.

09.07.2010 Bianca Leppert, Michael Schmidt

Sebastian Vettel:

Sebastian Vettel rapportierte Bremsprobleme nach einem Trainingstag, der ihm die Plätze 1 und 3 einbrachte. Mark Webbers Bestzeit mit 0,641 Sekunden Vorsprung sorgte für hochgezogene Augenbrauen, doch Vettel verlor einen Satz Reifen durch einen Highspeed-Dreher im neuen Streckenteil. Vettel war alles in allem zufrieden: "Der Speed des Autos passt. Obwohl der neue Streckenteil viele langsame Kurven bietet, hat er den Rhythmus der Strecke nicht zerstört."

Nico Rosberg:

Wie Michael Schumacher schlägt auch Nico Rosberg in die gleiche Kerbe und vermag einen Aufwärtstrend in Silverstone erkennen. "Es war heute in Ordnung", meinte er nach den Trainings. "Wir haben die Probleme von Valencia im Griff und es sollte ein besseres Wochenende sein."

Dafür müsste der Mercedes GP-Pilot aber auch im Qualifying besser abschneiden als beim GP Europa. Denn die Überholmöglichkeiten sind laut Rosberg rar. Doch Rosberg kann nichts von seiner positiven Einstellung abbringen. "Ich denke wir sind eine ganze Ecke besser und erreichen dieses Mal die Hälfte von Platz 12." Das Ziel ist also mindestens Platz sechs im Qualifying.

Adrian Sutil:

Adrian Sutil war mit den Ergebnissen fünf und neun alles in allem zufrieden. Überrascht zeigte er sich allerdings vom neuen Streckenteil. "Das ist nicht einfach zu fahren", meinte er. "In der Rechts-Links-Passage hat es viele Bodenwellen und es ist eine extreme Mutkurve."  Überholmöglichkeiten sieht der Wahl-Schweizer keine. "Es kommt viel auf die Aerodynamik an. Wenn du ein bisschen näher am Vordermann dran bist, verlierst du viel Abtrieb."
 
Damit er erst gar nicht so viel überholen muss, sollen die neuen Updates Abhilfe schaffen. Force India hat in Silverstone einen neuen Frontflügel und einen neuen Unterboden im Gepäck. "Aber ich bin heute nicht das komplette Update gefahren. Es ist immer schwierig zu sagen, was ein Update bringt, wenn man auf eine neue Strecke kommt. Wir vertrauen auf die Zahlen aus dem Windkanal."

Nico Hülkenberg:

Nico Hülkenberg ist trotz der Platzierungen 7 und 12 in den beiden Trainingssitzungen noch nicht restlos zufrieden mit der Abstimmung seines generalüberholten Williams. "Die Balance stimmt noch nicht, und der F-Schacht hat bei mir wieder nicht so funktioniert wie er sollte". Teamkollege Rubens Barrichello warnte: "Vielleicht reden wir uns die Balanceprobleme nur ein. Es kann auch mit den Bodenwellen auf der Strecke zu tun haben, die diese Probleme verursachen und den Fortschritt am Auto überdecken."
 

Timo Glock:

Timo Glock erlebte einen ereignisreichen ersten Trainingstag. Eine Stunde und 45 Minuten der insgesamt drei Stunden Trainingszeit verbrachte der Virgin-Pilot im Stand. Am Morgen hielt ihn ein Benzinleck eine Stunde in den Boxen fest. Am Nachmittag nervte die Servolenkung. In den schnellen Kurven fühlte sich die Lenkung schwergängig wie in einem 30-Tonner an. Wieder ging 45 Minuten flöten.
 
Das neue Aerodynamikpaket ist laut Glock ein voller Erfolg. Der Deutsche machte dabei einen unfreiwilligen Vergleichstest. "Bevor ich mit meinem weichen Reifensatz ausrücken konnte, habe ich den neuen Frontflügel auf einem Randstein beschädigt. Ich musste zurückwechseln auf die alte Version und war sofort eine Sekunde langsamer." Glock spürte in allen Kurven mehr Grip.
 
Nur die Bodenwellen bereiteten Kopfzerbrechen. In Valencia hatte das neue Fahrwerk noch einwandfrei funktioniert, doch auf den Highspeed-Wellen von Silverstone wurde der VirginF1 durchgeschüttelt wie in einer Waschtrommel. "Da müssen wir noch mal an das Setup ran", forderte Glock. Weil ihn die Defekte soviel Zeit gekostet hatten, musste er am Ende des Trainings die Abstimmung von Teamkollege Lucas di Grassi übernehmen. Das erklärt seinen Rückstand von drei Zehntelsekunden auf den Brasilianer.

Was Michael Schumacher am Freitag in Silverstone erlebt hat, lesen Sie hier:
Michael Schumacher beim GP England: Vorsichtige positive Prognose

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