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GP England: Deutsche F1-Piloten in Silverstone

Die Deutschen orakeln über Silverstone

Adrian Sutil Foto: xpb 63 Bilder

Während Adrian Sutil und Sebastian Vettel am Donnerstag recht entspannt wirkten, hofft Nico Rosberg auf eine Steigerung. Timo Glock bereitete sich im Simulator auf die neue Strecke vor, Nico Hülkenberg setzt auf die Berechnungen des Aerodynamiktests.

08.07.2010 Bianca Leppert, Michael Schmidt

Sebastian Vettel:

Sebastian Vettel reiste nach dem Sieg in Valencia mit Rückenwind nach Silverstone. Nun liegt er wieder auf Platz drei in der Meisterschaft. "Ich glaube das diesjährige Punktesystem verwirrt die Leute ein wenig", meint er. Nach Kanada fand sich Vettel noch auf Platz fünf in der Tabelle wieder. "Es ändert sich alles sehr schnell."
 
So schnell wie sich der Punktestand in der Tabelle ändert, so schnell bringen die Teams immer wieder neue Updates an die Strecke. "Hier kann man recht gut erkennen, wer einen Schritt nach vorn gemacht hat", prophezeit Vettel. Red Bull sollte sich allerdings trotzdem keine allzu großen Sorgen machen. Das Team geht als Favorit in den GP England. "Ich denke die Strecke liegt uns ganz gut. Wir haben letztes Jahr gewonnen und dieses Mal neue Teile dabei. Morgen wissen wir mehr.

Nico Rosberg:

Nico Rosberg glaubt, dass Silverstone für MercedesGP die Wende bringen könnte. Die Wende nach zwei enttäuschen Wochenenden in Montreal und Valencia. "Es sollte in Silverstone besser für uns laufen. Die Fortschritte in Valencia waren eher ein Rückschritt, weil wir Probleme damit hatten. Das ist jetzt gelöst. Damit sollte uns der Fortschritt zugute kommen."

Kleine Einschränkung: Wenn die Reifen mitspielen. Natürlich hat man bei Mercedes wieder angestrengt nachgedacht, was man mit den Reifen tun könnte, um sie treffsicher in ihr Arbeitsfenster zu bringen, und natürlich gibt es wieder neue Lösungsansätze, doch Garantieschein ist das keiner. "Es kann uns auch hier passieren, dass uns die Reifen einen Streich spielen." Das ist es nur ein schwacher Trost, "dass andere Teams auch ihre Probleme mit den Reifen haben". Rückblickend gab es für Rosberg überhaupt nur ein GP-Wochenende, an dem man die Reifen voll verstanden hatte. "Das war beim GP China." Anmerkung am Rande: "Und bei den Freitagstrainings. Da fahren wir die meiste Zeit mit den harten Reifen, und die bereiten uns weniger Schwierigkeiten als die weichen."

Adrian Sutil:

Adrian Sutil zeigte sich in Silverstone komplett tiefenentspannt. "Man wird erwachsen", meinte der Force India-Pilot. Was ihn aber wohl wirklich beruhigt, ist sein Punktekonto zur Halbzeit der Saison. Er liegt mit 31 Punkten auf Platz zehn der Tabelle und damit nur einen Rang hinter Michael Schumacher. "Momentan läuft alles sehr gut und ich habe das nötige Quäntchen Glück." Bei dieser Glückssträhne kann sich Sutil vorstellen, auch weiterhin bei Force India zu bleiben. "Der Markt gibt momentan kein besseres Team für mich her. Wir sind momentan auf so einem guten Level, da ist der Erfolg noch süßer, vor allem wenn man ein kleines Team nach oben bringt."

Auf seiner Erfolgswelle ist Sutil auch für Silverstone optimistisch. "Ich denke, wir werden auch hier gut performen", sagt er. "Wir haben ein kleines Update drauf und ich rechne wieder mit einem Top 10 Ergebnis. Allerdings ist eine gute Ausgangsposition wichtig."

Nico Hülkenberg:

Nico Hülkenberg hofft, dass die Daten stimmen. Die Daten, die den Fortschritt des aerodynamischen Rundumschlages an seinem Williams FW32 prognostizieren. "Es könnte eine halbe Sekunde sein. Der Aerodynamiktest in Kemble hat die Daten bestätigt. Von der Richtigkeit der Daten hängt ab, ob wir hier in Silverstone in die Top Ten fahren können oder nicht." Die deutliche Steigerung in Valencia schreibt Hülkenberg der Streckencharakteristik und den Modifikationen am Auto zu. "Die langsamen Kurven haben uns sicher geholfen, aber es war auch so, dass sich die Änderungen am Auto bewährt haben."

Das war nur der ersten Schritt. Das Paket in Silverstone wird deutlich größer ausfallen. Williams adoptiert die von Red Bull ins Spiel gebrachte Idee, den Diffusor mit den Auspuffgasen anzublasen. Und beide Fahrer sollen den F-Schacht einsetzen. Nico Hülkenberg hatte auf ihn in Valencia verzichtet. "Wir haben meinen Sitz leicht modifiziert, damit ich mit dem Bein besser das Loch im Cockpit abdecken kann. Wir müssen das linke Bein dazu leicht anheben. Ich habe ziemlich lange Beine und damit weniger Spielraum als mein Kollege Barrichello."

Timo Glock:

Timo Glock saß am Mittwoch im Simulator. Der Virgin-Pilot probierte im Labor das neue Aerodynamikpaket, das ihm nach den Berechnungen von Technikchef Nick Wirth eine Sekunde pro Runde bringen soll. "Der Simulator hat es bestätigt. Jetzt muss es nur noch auf der Strecke klappen."

Der VirginF1 kommt in einem völlig neuen Outfit nach Silverstone. Frontflügel, Heckflügel und Unterboden sind neu. Auch die Bodenwellen und Randsteine, die der neue Streckenteil von Silverstone bietet, können Glock nicht schrecken. "Seit Valencia geht unser Auto besser über Bodenunebenheiten. Das sollte sich auch hier bewähren."

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