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Ferrari beim GP England

Ferraris Krieg mit der Rennleitung

Fernando Alonso Foto: xpb 29 Bilder

Zum ersten Mal in dieser Saison ging Ferrari leer aus. Wieder einmal verhinderte die Rennleitung ein besseres Resultat. Fernando Alonso warf eine Durchfahrtstrafe aussichtslos zurück. Trotzdem glaubt der Spanier noch an den WM-Titel.

11.07.2010 Michael Schmidt

Ferrari würde diesen Grand Prix von England am liebsten vergessen. Da hat man endlich wieder ein konkurrenzfähiges Auto, und dann fährt die Scuderia mit null Punkten nach Hause. Der Gang nach Canossa begann schon beim Start. Der Trainingsdritte Fernando Alonso rutschte auf Rang sieben ab. "Ein fürchterlicher Start, irgendetwas stimmte mit der Kupplung nicht." Fünf Kurven später schlitzte Alonso seinem Teamkollegen Felipe Massa den rechten Hinterreifen auf.

Antwort von Rennleitung kam zu spät

Noch waren die Chancen auf einen Podestplatz intakt. Bis Alonso auf seinen Kumpel Robert Kubica traf. Beim Anbremsen der Club-Kurve kürzte Alonso durch die Wiese ab. Neun Runden später kam der Hinweis der Rennleitung, dass der Spanier einmal strafweise durch die Boxengasse muss. Als er zu der Strafe antreten wollte, durfte er nicht. Während einer Safety Car-Phase werden Strafen ausgesetzt.

Alonsos optimistisches Überholmanöver warf die Frage auf, warum Ferrari seinem Starpiloten nicht gesagt hatte, Kubica freiwillig wieder den Vortritt zu lassen, um einer Strafe zu entgehen. "Wir haben bei der Rennleitung nachgefragt, ob sie der Meinung sei, dass sich Fernando einen Vorteil verschafft hat. Die Antwort kam so spät, dass wir nicht mehr reagieren konnten." Alonso hatte bereits Jaime Alguersuari überholt, und Kubica stand zu dem Zeitpunkt bereits mit einer defekten Antriebswelle an der Box.

Alonso glaubt noch an den Titel

Kritik an den Kommissaren verbiss sich Ferrari diesmal. In Valencia hatte man noch schwere Geschütze gegen die Funktionäre abgefeuert, was bei den Schiedsrichtern nicht besonders gut angekommen war. Man macht sich in dem Geschäft schnell zum bösen Buben. Auch Alonso heuchelte Verständnis: "Ich werde die Entscheidung der Rennleitung nicht kommentieren." Der Weltmeister von 2005 und 2006 glaubt immer noch, dass er in diesem Jahr einen dritten Titel dranhängen kann: "Ich schreibe den Titel nicht ab. Wir müssen so denken, auch wenn es schwierig geworden ist. Das Auto hat sich deutlich verbessert, und kaum hatte ich freie Fahrt bin ich geflogen. Ich hätte heute locker Dritter werden können."  Wie zum Beweis drehte Alonso die schnellste Runde des Rennens.

Teamchef Stefano Domenicali schloss sich der Meinung seines Fahrers an: "Die positive Erkenntnis dieses Wochenendes ist, dass wir wieder ein konkurrenzfähiges Auto haben. Wir haben in Silverstone nicht die Punkte eingesammelt, die wir hätten machen müssen." Kritik an den ungeplanten Boxenstopps zum Ende des Rennens ließ Domenicali nicht gelten: "Bis zu diesem Rennen haben unsere Jungs immer perfekte Boxenstopps gezeigt. Hier muss ich sie entschuldigen. Es ist schwer zu reagieren, wenn der Fahrer sich in der letzten Kurve entscheidet, an die Boxen zu kommen."

Bei Ferrari weiß man jedenfalls, was die Stunde geschlagen hat. In Hockenheim muss ein Sieg her, sonst ist der Traum vom WM-Titel ausgeträumt. Alonso trennen bereits 47 Punkte von WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton.

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