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GP England

Force India in Silverstone doch mit KERS

Force India GP Europa Valencia 2011 Foto: Force India 19 Bilder

Update ++ Force India überlegte zunächst in Silverstone auf KERS zu verzichten. Man rechnete nach dem Zwischengas-Verbot mit Bremsproblemen. Doch der Test im Simulator zeigte keine größeren Schwierigkeiten. Nun will man es doch ganz normal mit Hybrid-Power versuchen.

05.07.2011 Tobias Grüner

Keiner weiß genau, was passiert, wenn das Zwischengas-Verbot in Silverstone erstmals zum Einsatz kommt. Wird sich das Kräfteverhältnis im Feld verschieben? Wer ist besonders davon betroffen? Und wie verändert sich für die Piloten das Fahrverhalten?

"In der Bremszone haben wir sicher weniger Abtrieb auf der Hinterachse. Das Auto wird dann instabiler. Aber daran gewöhnt man sich hoffentlich schnell", erwartet Force India-Pilot Adrian Sutil. Er hofft, dass Konkurrenten wie Renault von dem Verbot mehr betroffen sind.

KERS sorgt für Verschiebung der Bremsbalance

Dabei müssen sich die Piloten nicht nur auf fehlenden Abtrieb im Heckbereich einstellen. Auch die Bremsbalance verschiebt sich künftig weiter nach hinten, wenn der Motor im Schleppbetrieb nicht mehr Gas gibt, sondern plötzlich eigenes Bremsmoment entwickelt.

Das Hybrid-System verstärkt den Effekt noch. Wenn die KERS-Batterien geladen werden, bremst die Hinterachse ebenfalls kräftig mit. Bei Konkurrent Mercedes hat man das Problem ebenfalls erkannt. "Wir diskutieren gerade mit den Ingenieuren, wie viel KERS-Energie man am besten zurückgewinnt. Wie viel wir die Motorbremse benutzen können. Da gibt es viele Sachen, die wir beachten müssen, um das Beste herauszuholen", erklärte Nico Rosberg mit Blick auf Silverstone.

Force India überlegte ganz auf KERS zu verzichten

Bei Force India wollte man sogar noch einen Schritt weiter gehen. Hier erwägte man, komplett auf KERS zu verzichten, wenn der Motor plötzlich kein Zwischengas mehr geben darf. "Das bringt die Bremsbalance derart durcheinander, dass die Vorteile von KERS aufgehoben werden", schimpfte Teammanager Ottmar Szafnauer noch in Valencia.

Beim Grand Prix von England wäre das Experiment ohne KERS besonders erfolgversprechend gewesen. "Es gibt nur drei harte Bremszonen", erklärt Pilot Adrian Sutil. "So schwierig wie in Silverstone ist es nirgendwo anders, die Batterien aufzuladen." Doch Force India hat sich nun doch für einen Einsatz von KERS entschieden. Der Deutsche ist zuversichtlich: "Wir haben das im Simulator getestet. Es war in Ordnung. Wir werden ganz normal mit KERS fahren."

Auch McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh hält einen kompletten Verzicht auf KERS für übertrieben: "Ich sehe das Problem, aber dann muss man halt neue Ladestrategien entwickeln." Ob andere Teams auf KERS verzichten werden, ist noch nicht klar. Red Bull wäre ein Kandidat. Sie hatten im Saisonverlauf immer wieder Probleme mit dem Hybrid-System.

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