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GP England

Räikkönen siegt in Silverstone

Foto: dpa

Mit einer taktischen Meisterleistung hat Kimi Räikkönen am Sonntag (8.7.) den Grand Prix Großbritannien gewonnen. Der Finne im Ferrari verwies Weltmeister Fernando Alonso deutlich in die Schranken und siegte mit 2,4 Sekunden Vorsprung. Dritter wurde der Trainingsschnellste Lewis Hamilton.

08.07.2007 Claus Mühlberger

Doch der Brite liegt mit zwölf Punkten Vorsprung auf Alonso in der Tabelle weiterhin deutlich in Front. Trotz seines zweiten Sieges in Folge rangiert Räikkönen in der Gesamtwertung mit 18 Punkten Rückstand auf Hamilton nur auf dem dritten Platz.

Obwohl Lokalmatador Hamilton eine deutliche Niederlage kassierte, ließen sich die Zuschauer im proppenvollen Silverstone die gute Laune nicht vermiesen. Mit britischer Fairness wurde Räikkönen auf dem Siegerpodest empfangen.

Mit hochrotem Kopf nuschelte der nicht gerade als Konditionswunder geltende Finne: „Ein sehr gutes Gefühl hier zu gewinnen. Ich habe es mir aber schwerer als nötig gemacht.“ Damit spielte Räikkönen auf seinen kleinen? Ausrutscher im Qualifikationstraining an. Er lag auf Bestzeitkurs, musste aber nach einem kleinen Fahrfehler in der Zielkurve mit Startplatz zwei vorliebnehmen.

Entscheidung an der Tankstelle

Kimi Räikkönen war als einziger der Spitzenfahrer auf weichen Reifen gestartet. Damit konnte er Hamilton locker folgen. In der 13. Runde startete er einen Angriff auf den Spitzenreiter, den dieser jedoch parieren konnte. Räikkönen kam zwei Runden später als Hamilton zum ersten Boxenstopp. Dies genügte schließlich, um den Engländer zu überholen. Doch auch danach musste sich der Finne auf Platz zwei einreihen. Fernando Alonso, der zwei Runden später zum ersten Stopp gekommen war als Räikkönen, katapulierte sich so in Front.

Der Spanier tankte aber nur sehr kurz. „Da wussten wir, dass wir eine Chance hatten“, grinste der Finne. Alonso bestätigte: „Wir haben die Strategie gewechselt. Leider konnte ich nicht einen Vorsprung herausfahren, der groß genug war um zu gewinnen. Der Ferrari war heute einfach zu gut. Mit gleicher Benzinlast beträgt der Unterschied zwei oder drei Zehntelsekunden.“

Massa und Hamilton chancenlos

Lewis Hamilton hatte mit dem Kampf um den Sieg nicht viel zu tun, obwohl er bis zur 16. Runde führte. „Ich habe einen Fehler bei der Abstimmung gemacht. So bekam ich immer mehr Untersteuern. Ich habe das schon im Qualfying gemerkt, aber da war es zu spät, noch etwas zu ändern.“ Bekanntlich darf an den Autos zwischen Qualifying und Rennen nur den Frontflügel verstellt werden.

Massa wurde von der Startautomatik seines Ferrari genarrt. Der Brasilianer sorgte so für einen Startabbruch. Von der Boxengasse aus hetzte er dem Feld hinterher. Seine Aufholjagd endete hinter dem BMW von Robert Kubica. Eiskalt verteidigte der Pole Rang vier. Massa mußte mit Platz fünf vorlieb nehmen. Ein arger Rückschlag für seine Titelambitionen. Mit 19 Punkten Rückstand liegt Massa nur auf Tabellenplatz vier.

Deutsche Fahrer nicht auf den Spitzenplätzen

Die deutschen Fahrer vermochten nicht zu glänzen: Nick Heidfeld brachte seinen BMW nach einem soliden Rennen als Sechster ins Ziel. Nico Rosberg büßte für das verpatzte Training, als ihn Fehlzündungen zurückgeworfen hatten. Wer von Platz 17 losfährt, mit Rang zwölf zufrieden sein. Ralf Schumacher schließlich, überraschend Sechstschnellster im Training, musste nach 22 Runden mit einem Schaden an der Radaufhängung aufgeben. Auch Sutil sah die Zielflagge nach einem Motorschaden in der 17. Runde nicht.

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