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GP England

Tops und Flops

Foto: dpa 10 Bilder

Wir klären auf, wer nach dem Rennen in Silverstone jubeln darf, und wer sich verkriechen sollte. Warum Kimi Räikkönen sowohl die Top-Wertung als auch das Flop-Ranking anführt und warum Robert Kubica der Mann des Rennens ist.

09.07.2007 Claus Mühlberger

Der Pole holte innerhalb einer Woche zweimal einen vierten Rang. Eine Platzierung, die für einen BMW-Fahrer vom reinen Speed zur Zeit eigentlich in unerreichbarer Ferne liegt. Ferrari und McLaren sind im Schnitt mindestens eine halbe Sekunde schneller als BMW. Doch immer wieder hat auch einer der Top-Vier-Fahrer Pech. In Frankreich war es Fernando Alonso, in England Felipe Massa. Sehenswert, wie Kubica seinen vierten Platz hingebungsvoll gegen den ungestüm attackierenden Massa verteidigte.

Unsere Formel 1-Rangliste:

1. Ferrari
Ferrari verfügt über das Reifen schonendere Auto. In Frankreich und in England harmonierten die F2007 prachtvoll mit den Strecken. Das Problem mit den sich zu langsam aufheizenden Vorderreifen war wie weggeblasen.

2. McLaren-Mercedes
Die Trumpfkarte der Silberpfeile ist nach wie vor die beinahe kugelsichere Zuverlässigkeit sowie der Speed auf eine Runde. Doch im Rennen rodeln die McLaren ab und zu in Reifenprobleme.

3. BMW
BMW machte schon wieder fette Beute: 17 WM-Punkte aus den letzten beiden Rennen können sich sehen lassen. Doch der Abstand zu den beiden Top-Teams ist tendenziell wieder größer. Dafür hat man Titelverteidiger Renault fest im Griff.

4. Renault
Bunt sind die Auto, farblos die Vorstellungen: Renault ist der Absteiger des Jahres. "Wir sind halt nicht besser als es das Ergebnis widerspiegelt", sagt Teamchef Flavio Briatore. Aha. Das Rezept für den Wiederaufstieg? "Arbeit, viel Arbeit." Wer hätte dies gedacht.

5. Williams-Toyota
Ohne das Motorenproblem im Training (das er offiziell nicht zugeben durfte) hätte Nico Rosberg sicherlich einen Top 10-Startplatz geschafft. Doch wer von Platz 17 losfahren muss, kann halt nicht viel gewinnen.

6. Honda
Im Training ist Honda nach wie vor keine Macht. Doch im Rennen wühlten sich Button und Barrichello noch auf die Plätze neun und zehn nach vorne, dank Ein-Stopp-Strategie.

7. Red Bull-Renault
Mangelnde Zuverlässigkeit ist nach wie vor ein großes Thema bei Red Bull. Mark Webber mußte wegen Problemen im Umfeld des Getriebes aufgeben. David Coulthard räumte zwei Tage nach seiner Vertrahsverlängerung ein: "Ich bin nicht gut gefahren."

8. Toyota
"Doppelfehler". So lautete die Überschrift der Presseerklärung nach der Blamage von Silverstone. Wenigstens wird das Versagen der Technikabteilung von den Presseleuten nicht schöngeredet. Manch anderer Hersteller verhält sich in solchen Krisen weniger selbstkritisch.

9. SuperAguri
Geldsorgen quälen die Japaner. Dies schlägt sich langsam aber sicher in der Performance nieder. Hauptsponsor SS United bezahlte nicht.

10. ToroRosso
Zum ersten Mal schafften es beide ToroRosso-Fahrer in den zweiten Abschnitt des Qualifying. Doch im Rennen gab´s nichts zu lachen: Vitantonio Liuzzi scheiterte mit Getriebeschaden, Scott Speed durch Unfall.

11. Spyker
Für den Tabellenletzten bleibt nur die Hoffnung auf Istanbul. Da soll ein neues Auto debütieren.

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