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GP Europa 2010 - Ergebnis Rennen

Vettel siegt nach Webber-Horrorcrash

Sebastian Vettel Foto: Red Bull 33 Bilder

Sebastian Vettel hat sich am Sonntag (27.6.) in Valencia seinen zweiten Saisonsieg gefeiert. Der Red Bull-Pilot gewann vor den beiden McLaren von Lewis Hamilton und Jenson Button. Das Rennen wurde allerdings von einem spektakulären Unfall von Vettels Teamkollegen Mark Webber überschattet.

27.06.2010 Tobias Grüner

In der neunten Runde hielt die Formel 1-Welt den Atem an. Beim Versuch den Lotus von Hekki Kovalainen zu überrunden stieg der Red Bull von Mark Webber steil in die Luft und krachte nach einem Rückwärtssalto mit hohem Tempo in die Bande. Wie durch ein Wunder kletterte der Australier nur kurze Zeit später aus seinem Wrack.

Der spektakuläre Crash von Webber sorgte für Chaos auf der Strecke. Das Safety-Car wurde direkt aus der Box geschickt und scherte genau zwischen Sebastian Vettel und Lewis Hamilton ein. Der McLaren-Pilot entschied sich nach kurzem Zögern das silberne Pacecar zu überholen, um an Vettel dranzubleiben. Später sprach die Rennleitung eine Durchfahrtsstrafe gegen den Engländer aus, die ihm zwar wertvolle Sekunden, aber keine Plätze kostete.

Vettel mit beiden McLaren auf dem Podium

Durch die Strafe für den McLaren-Konkurrenten konnte Vettel an der Spitze schon früh Gas rausnehmen und ungefährdet den zweiten Saisonsieg feiern. Den Grundstein für den Erfolg hatte der junge Deutsche schon am Start gelegt, als er den harten Überholversuch von Hamilton abwehrte. Auf dem Podium entschuldigte sich Hamilton für die Aktion, die in einer kleinen Berührung gipfelte.

Direkt hinter dem Zweitplatzierten fuhr Jenson Button im zweiten McLaren erneut ein gutes Teamergebnis für die Mannschaft aus Woking nach Hause. Nach zwei Doppelsiegen in Istanbul und Montreal konnten die chromfarbenen Autos ihre Spitzenplätze in der WM-Wertung behalten. Vettel rückte allerdings auf Rang drei vor und liegt nun nur noch zwölf Punkte hinter Hamilton.

Fernando Alonso wird von Safety-Car ausgebremst

Der große Verlierer der Safety-Car-Phase hieß Ferrari. Fernando Alonso bremste regelgerecht hinter dem Führungsfahrzeug ab, verlor dabei aber viel Zeit. Viele Piloten, die zuvor hinter dem Lokalmatador lagen, waren noch nicht an der Box vorbei und konnten durch einen frühen Stopp Plätze gutmachen.

Der erste Gewinner hieß Rubens Barrichello. Der Williams-Pilot sicherte mit Rang vier das beste Saisonergebnis. Auch Robert Kubica konnte mit Platz fünf viele wichtige Punkte für die WM-Wertung sammeln.

Sutil überholt Buemi

Platz sechs ging an Adrian Sutil. Der Deutsche profitierte ebenfalls von dem Safety-Car. Allerdings kam er zunächst hinter dem Toro Rosso von Sebastien Buemi auf die Strecke. Mit einem kompromisslosen Manöver verwies der Force India-Pilot seinen Schweizer Kontrahenten auf Rang sieben.

Fernando Alonso gelang es trotz einiger Angriffe dagegen nicht, an Buemi vorbeizugehen. Im Gegenteil: In der letzten Runde wurde der Ferrari sogar noch von Sauber-Pilot Kamui Kobayashi eingeholt und auf Rang neun verdrängt.

Ergebnis vorläufig - FIA-Untersuchung läuft

Kobayashi war in der Safety-Car Phase als einziger Pilot nicht an die Box gegangen. Lange hielt sich der Japaner danach vor Button auf Rang drei. Nach seinem Pflichtboxenstopp in Runde 53 kehrte er zunächst auf Platz neun auf die Strecke zurück. Nachdem er sich Alonso geschnappt hatte, ging der Sauber-Pilot in der letzten Kurve sogar noch an Buemi vorbei und sicherte sich Rang sieben.

Pedro de la Rosa fuhr als Zehnter über die Ziellinie. Doch der Spanier hatte sich beim Heimrennen zu früh über Punkte gefreut. In der Safety-Car-Phase hatten gleich neun Piloten die vorgegebene Zeit auf dem Display unterboten und waren zu schnell unterwegs. Alle bekamen fünf Sekunden aufgebrummt. De la Rosa fiel auf Rang zwölf, Vitaly Petrov sogar auf Platz 14 zurück. Profiteur der Strafen war Nico Rosberg, der von zwölf auf zehn nach vorne gespült wurde. Auch Alonso gewann seinen verlorenen achten Platz gegen Sebastien Buemi zurück.

Mercedes bekommt nur einen Punkt

Bis auf den einen WM-Punkt für Rosberg erlebte Mercedes in Valencia ein Waterloo. Michael Schumacher landete gar nur auf Position 15. Der Rekordchampion lag vor Kobayashi wurde dann aber spät in der Safety-Car-Phase zum Reifenwechsel an die Box gerufen. Nach der Abfertigung musste er an der roten Ampel am Boxenausgang warten, bis das neutralisierte Feld komplett vorbeifuhr.

Auch der zweite Ferrari von Felipe Massa fiel durch die Safety-Car-Phase aus den Punkten. Der Brasilianer musste an der Ferrari-Box warten bis Alonso vor ihm abgefertigt wurde. Am Ende kam Massa nach den Zeitstrafen der anderen Piloten auf Rang 11 in die Wertung.

Enttäuschung für Glock und Hülkenberg

Timo Glock und Nico Hülkenberg erlebten ebenfalls kein Rennen nach Plan. Glock musste nach einer Kollision mit Bruno Senna einen Extra-Boxenstopp einlegen und kam auf Rang 18 ins Ziel. Hülkenberg fiel wenige Runden vor Schluss mit einem Reifenschaden aus. Der deutsche Rookie lag zu diesem Zeitpunkt aussichtsreich auf Rang zehn.

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