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Radio Fahrerlager GP Europa 2010

Deutschland mit Doppelsieg gegen England

Schuhe Schumacher Foto: xpb 33 Bilder

Das Grand Prix-Wochenende von Valencia stand ganz im Zeichen der Fußball-WM. Wir sagen Ihnen, was hinter den Kulissen noch alles passiert ist. Die kleinen aber nicht minder wichtigen Geschichten gibt es wie immer im Radio Fahrerlager.

30.06.2010 Michael Schmidt, Tobias Grüner

Vettel lacht als Letzter

Nach dem Grand Prix von Kanada überschattete die Fußball-WM auch das Rennen in Valencia. Vor allem das Spiel Deutschland gegen England erhitzte die Gemüter. Im Auftrag der BBC überreichte Red Bull-Teamchef Christian Horner seinem Schützling Sebastian Vettel im Team-Briefing eine England-Fahne. Der Deutsche nahm das ungeliebte Stück Stoff nur widerwillig an. Am Sonntagvormittag wurde Vettel dann noch einmal dran erinnert, dass er in einem englischen Team fährt: Die Mechaniker hatten sein Arbeitsgerät über Nacht mit einer englischen Flagge zugedeckt. Über den deutschen Sieg in Valencia jubelte das Red Bull-Lager noch gemeinsam, über den zweiten deutschen Sieg in Südafrika jubelte nur noch Vettel.

Jubel bei Mercedes

Normalerweise wird gleich nach der Zieldurchfahrt mit dem Abbau des Fahrerlagers begonnen. Das Spiel England vs. Deutschland verzögerte die Logisitk jedoch. Bei Mercedes saß die deutsche Fraktion beisammen. Im ebenfalls vollgepackten McLaren-Motorhome lief das Spiel mit englischem Kommentar. Bei Virgin wurde das Spiel sowohl im Erdgeschoss als auch im ersten Stock übertragen. Sauber getrennt schauten unten die Engländer in die Röhre, während die Deutschen oben feierten.

Schumi steht auf Deutschland

Auch die Schuhmode wurde an diesem Wochenende von der Fußball-WM beeinflusst. Die beiden Mercedes-Piloten Michael Schumacher und Nico Rosberg trugen weiße Racing-Boots, mit dem DFB-Adler und drei gelben Sternen drauf. Der vierte Stern für den WM-Titel in Südafrika war bereits angedeutet. Auch Rubens Barrichello zeigte seine Unterstützung für die brasilianische Nationalmannschaft mit grün-gelber Fußbekleidung.

Costa lässt Fußball kalt

Nach dem Ausscheiden von Italien in der Fußball-WM war die Stimmung im Ferrari-Camp gedrückt. Nur Technikdirektor Aldo Costa lief unbeeindruckt vom Versagen der Azzurri-Kicker im Fahrerlager herum: "Ich zähle zu den zehn Menschen in Italien, die sich nicht für Fußball interessieren."

Räikkönen zu Renault?

Die Gerüchteküche brodelt schon wieder. Mastercard soll als Sponsor in die Formel 1 zurückkehren. Das Kreditkartenunternehmen wird mit Renault in Verbindung gebracht. Und dort wird im Zusammenhang mit Mastercard Kimi Räikkönen als neuer Teamkollege für Robert Kubica ab 2011 gehandelt. Vitaly Petrovs Sitz wackelt so oder so. Man ist bei Renault nicht glücklich darüber, dass der Abstand zu Kubica weiterhin zwischen 0,8 und 1,2 Sekunden pro Runde schwankt.

Ecclestone bringt Schäfchen ins Trockene

Es war ein Bild für Götter. Kurz vor der Qualifikation zum GP Europa kam Bernie Ecclestone mit einem riesigen Aluminiumkoffer, voll gepflastert mit Werbestickern, aus seinem Bus. Auf die Frage, was er denn in dem Behältnis habe, das beinahe so groß war, wie er selbst, antwortete Bernie verschmitzt: "Das ist alles, was ich davontragen kann. Ich haue jetzt ab." Im Scherz war natürlich Geld gemeint.

Hamilton und Button bauen ein Auto

Auf YouTube ist ein Video zu sehen, in dem Lewis Hamilton und Jenson Button versuchen, aus Einzelteilen ein McLaren-Formel 1-Auto zusammenzubauen. Der Spot ist nicht getürkt. Die beiden McLaren-Fahrer haben tatsächlich in der Fabrik ein Auto auf die Räder gestellt. Die Aktion dauerte mehrere Stunden und soll beiden richtig Spaß gemacht haben. Nur fahren wollte keiner der beiden dieses Gefährt. "Wozu haben wir einen Testfahrer?", grinste Button.

Kubica bei der Deutschland-Rallye gegen Räikkönen?

Hobby-Rallyefahrer Robert Kubica überlegt schon, wie er einmal an einem Weltmeisterschaftslauf teilnehmen könnte. "Die Deutschland-Rallye würde passen", grübelte der Pole bei einem Blick in den Kalender. "Sie liegt genau in unserer Sommerpause." Das Einsatzfahrzeug steht auch schon fest: Ein Renault Clio in der kleinen Kategorie.

Gascoyne ist der Steuermann

Lotus-Technikchef Mike Gascoyne sorgt sich um die gute Stimmung im Team. Der 47-jährige Engländer lud seine Renningenieure zu einem Segeltrip von Barcelona nach Valencia und zurück ein. Mit dem Hintergedanken, sich eine teure Crew zu sparen: "Ich bin der Steuermann. Die Jungs müssen in Dreistundenschichten an die Winden und Segel."

McLaren als F-Schacht-Pionier

Mit dem F-Schacht verschwindet 2010 auch die passive Variante, mit deren Hilfe man die Strömung am Heckflügel zum Abriss bringen kann. Auch da war McLaren Wegbereiter. Der englische Rennstall setzte beim GP Monaco 2009 erstmals eine Kassette im Heckflügel ein, die innen mit Lamellen bestückt ist. Diese Lamellen erkennen automatisch, ob die Strömung von vorn kommt und wie hoch der Luftdruck ist. Bei entsprechender Konstellation wird die Luft am hinteren Teil des Flügels abgeblasen, was die Strömung abreißen lässt. Mercedes setzt diese Lösung bei seinem aktuellen Auto ein.

Sauber: Erst Burger dann Paella

Bei Sauber konnten Medienvertreter am Wochenende besondere kulinarische Köstlichkeiten ausprobieren. Am Donnerstagabend lud der Rennstall zum Besuch eines Burger King-Restaurants ein, wo die Fahrer ihre eigenen Burger bauen konnten. Am Freitag war dann ein Fußball-Abend im Sauber-Motorhome angesetzt. Auf den Monitoren liefen gleichzeitig die Begegnungen Schweiz-Honduras und Chile-Spanien. Auf einer großen Paella-Pfanne war das Konterfei von Pedro de la Rosa mit Reis abgebildet.

Szafnauer muss nüchtern werden

Der Fluglotsen-Streik in Frankreich verzögerte die Ankunft einiger Teammitglieder. Force India-Geschäftsführer Otmar Szafnauer wollte am Donnerstagabend von London-Gatwick nach Valencia fliegen. "Auf einem der wenigen Flüge durften wir schon einchecken und die Sicherheitskontrolle passieren", berichtete Szafnauer. Am Gate überbrückte er die Wartezeit mit einem Glas Rotwein, als plötzlich die Ansage kam, dass der Flug doch gecancelt ist. "Da hatte ich aber schon ein Glas zu viel, um wieder nach Hause zu fahren." Erst nach einem Burger, großen Pommes, einer Cola und einem Milkshake setzte sich Szafnauer wieder hinters Steuer.

Verspätungen auch bei Red Bull, Williams und Renault

Viele der Nachzügler sollten noch wichtiges Material an die Strecke bringen. "Da waren ein paar Red Bull-Jungs, die hatten ein halbes Motorhome dabei", grinste Szafnauer. Auch bei Williams wartete man lange auf neue Teile. Teamchef Frank Williams, Manager Adam Parr und Technikchef Sam Michael landeten mit viel Carbon im Gepäck erst um 22 Uhr abends in Valencia. Ganz knapp vor dem ersten Training waren die Autos fertig. Noch schlimmer traf es Renault. Einige Mechaniker machten sich mit neuen Teilen per Van auf den Weg von Frankreich nach Valencia. Auf der Autobahn stellte sich der Renault-Truppe dann ein Reh in den Weg.

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