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GP Europa 2011 - Qualifikation

Vettel schnappt sich Valencia-Pole

Vettel, Webber & Hamilton - GP Europa - Qualifying - 25. Juni 2011 Foto: xpb 50 Bilder

Sebastian Vettel startet den GP Europa von der Pole Position. Der Red Bull-Pilot teilt sich die erste Reihe mit Teamkollege Mark Webber. Insgesamt gehen fünf Deutsche von einem Platz in den Top Ten ins Rennen.

25.06.2011 Tobias Grüner

Sebastian Vettel hat der Konkurrenz mal wieder die Auspuffrohre gezeigt. Im achten Saisonrennen steht der Deutsche nun schon zum siebten Mal ganz vorne in der Startaufstellung. So einfach wie in Valencia schien das Pole-Kunststück aber lange nicht. Mit zwei Zehnteln distanzierte der Qualifying-Spezialist die Konkurrenz. Man hatte nie das Gefühl, dass die Pole Position jemals in Gefahr geriet.

Mit seiner Zeit von 1:36.975 Min. blieb Vettel nicht nur als einziger unter der 1:37er Marke, er fuhr ganz nebenbei auch noch einen neuen Streckenrekord. Damit waren alle Spekulationen über eine Schwächung der Red Bull durch die neuen Regeln zur Motoreinstellung Makulatur. "Vor dem Rennen wurde viel gesprochen, aber ich glaube wir brauchen keine Angst zu haben", erklärte der Dauer-Pole-Mann zufrieden. "Wir sind auf einer Strecke gut klargekommen, die uns eigentlich nicht gut liegt. Das war also ein guter Tag. Mal schauen, wie es im Rennen läuft."

Webber macht erste Red Bull-Startreihe komplett

Erster Verfolger des Deutschen ist am Sonntag Teamkollege Mark Webber. Der Australier konnte sich in seinem letzten Versuch noch neben Vettel in die erste Startreihe schieben und den McLaren-Konkurrent Lewis Hamilton auf Rang drei verdrängen. "Es ist die Frage, ob wir gegen Red Bull im Rennen eine Chance haben. Ich hoffe, es gibt ein paar mehr Reifenwechsel als in den letzten Jahren."

Lokalmatador Fernando Alonso, der bei den Trainingssitzungen zuvor einen starken Eindruck hinterließ, musste seinen letzten Versuch nach einigen Fehlern abbrechen und startet nur von Rang vier. "Ich bin ganz zufrieden. Der vierte Platz ist das Maximum, was wir in dieser Saison bisher erreicht haben. Da sind wir wieder gelandet", grinste der Spanier gequält. "Die Red Bull sind nicht zu erreichen. Von McLaren sind wir nicht weit weg. Hamilton wird am Start einiges riskieren, vielleicht kann ich das auch ausnutzen." Ferrari-Teamkollege Felipe Massa und Jenson Button im zweiten McLaren teilen sich dahinter die dritte Startreihe.

Fünf deutsche Piloten in den Top Ten

Aus deutscher Sicht war das Valencia-Qualifying nicht nur wegen der Pole Position von Sebastian Vettel ein voller Erfolg. Zum ersten Mal konnten sich in dieser Saison gleich fünf einheimische Fahrer in das Top Ten-Finale schieben. Das Mercedes-Duo Nico Rosberg und Michael Schumacher stehen in Reihe vier. Die Entscheidung zugunsten von Rosberg war mit nur neun Tausendstel ganz knapp.

Trotzdem war der Blondschopf nicht ganz zufrieden. "Wir sind 1,3 Sekunden weg von Red Bull. Das ist noch mehr als in den letzten Rennen. Das geht nicht in die richtige Richtung", so Rosberg. Sein Blick geht bereits in die Zukunft. "Die ganzen Updates sollen für Silverstone kommen und mit den neuen Regeln wird es schon große Änderungen geben."

Auch die fünfte Startreihe spricht deutsch. Renault-Pilot Nick Heidfeld und Force India-Fahrer Adrian Sutil gewannen jeweils ihre teaminternen Duelle und stehen somit schon am Start in den Punkterängen. In der letzten Quali-Runde verzichteten allerdings beide auf einen Versuch. Beide hatten zuvor ihre drei Sätze weicher Reifen schon aufgebraucht.

Sauber muss um Punkte kämpfen

Nicht besonders gut lief das Zeittraining für das Sauber-Duo. Kamui Kobayashi muss wie schon im Vorjahr eine Aufholjagd starten, wenn er seine Punkteserie am Leben halten will. Der Japaner geht nur von Position 14 ins Rennen. Teamkollege Sergio Perez machte in der ersten Runde zunächst einen guten Eindruck, fiel dann aber bis auf Platz 16 zurück. Es wird interessant, wie der Mexikaner das erste Rennen nach seinem Monaco-Crash durchsteht.

Als einziger Fahrer der etablierten Teams musste wie schon in Kanada Jaime Alguersuari in der ersten K.O.-Runde die Segel streichen. Für den Toro Rosso-Piloten wird es nun eng. Nach eher mäßigen Leistungen in diesem Jahr gerät sein Cockpit immer mehr in Gefahr. Im Rennen am Sonntag geht es für den Lokalmatador auch um seinen Job.

Timo Glock nicht ganz zufrieden.

Timo Glock war im Qualifying wie schon bei den Trainingssitzungen zuvor auf Rang 21 festgewurzelt. Die Lotus-Autos sind zu schnell für den Deutschen, die beiden Hispanias hat der Virgin-Pilot im Griff. "Die Runde war okay", erklärte Glock. "Schade, dass ich mit dem zweiten Satz Reifen komplett in den Verkehr gekommen bin, so dass ich dann die schnellste Zeit erst im dritten Umlauf gefahren bin. Meinen Teamkollegen hab ich deutlich geschlagen, mehr kann ich nicht machen."

Die 107-Prozent-Hürde stellte für keinen der Neulinge ein großes Problem in der Qualifikation dar. Größer waren da schon die Schwierigkeiten der Rennleitung nach einem technischen Defekt am Williams von Pastor Maldonado. Als der Venezolaner im zweiten Segment ohne Antrieb ausrollte und mitten auf der Strecke parkte, musste die Sitzung zwischenzeitlich für vier Minuten unterbrochen werden.

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