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GP Europa 2012 (Qualifying)

Sebastian Vettel holt Pole mit Fabelzeit

Motor Racing - Formula One World Championship - European Grand Prix - Qualifying Day - Valencia, Spain Foto: xpb.cc 48 Bilder

Sebastian Vettel hat beim Grand Prix von Europa seine dritte Pole-Position der Saison geholt - vor Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes. Pastor Maldonado startet im Williams von Platz drei. Sieben verschiedene Autos in den Top Ten.

23.06.2012 Bianca Leppert

Er macht es immer wieder. Die ganze Zeit kämpfte das Feld um Tausendstelsekunden bis Sebastian Vettel bei seinem entscheidenden Pole-Versuch wie aus dem Nichts noch eine Schippe drauf legt. Der Red Bull-Pilot lieferte mit 1.38,086 Minuten eine Fabelzeit auf dem Valencia Street Circuit ab und holte damit seine dritte Pole-Position der Saison nach Bahrain und Kanada. Kurz vor dem dritten Qualifying-Abschnitt hatte man an Vettels Auto noch den Anstellwinkel des Frontflügels angepasst.

Vettel überrascht über Pole-Position

"Ich bin ein bisschen überrascht, ich habe nicht damit gerechnet nach dem Auftakt", sagte Sebastian Vettel. "Es ist ein super Ergebnis, besonders nach der harten Arbeit in den letzten Wochen und den vielen neuen Teilen am Auto. Wir haben uns in Q1 und Q2 schwer getan mit den Streckenbedingungen als es wärmer wurde. Aber es ging in Q3 in die richtige Richtung. Ich bin zuversichtlich für morgen. Das ganze Wochenende über habe ich mich wohl gefühlt. Ich hoffe, wir machen da weiter, wo wir heute aufgehört haben."

Lewis Hamilton blieb nur noch das Staunen. Der McLaren-Pilot verlor auf der 5,419 Kilometer langen Strecke knapp vier Zehntelsekunden auf Vettel. Bei den geringen Abständen über das ganze Wochenende hinweg, erscheint diese Lücke wie ein tiefer Graben. Pastor Maldonado trumpfte dahinter einmal mehr im Williams auf und sicherte sich den dritten Startplatz für das Rennen. Mit nur 0,065 Sekunden Rückstand auf Hamilton.

Romain Grosjean und Kimi Räikkönen flogen im Lotus-Parallelflug auf die Plätze vier und fünf. Grosjean setzte im Q3 früh eine Bestmarke, wurde von der Konkurrenz aber wieder durchgereicht. Nico Rosberg stellte den Mercedes W03 dahinter auf die sechste Position vor einem starken Kamui Kobayashi auf dem siebten Rang. "Ich hatte Maldonado hinter mir und Lewis vor mir", sagte Rosberg. "Im letzten Sektor darf man nicht langsam machen, wenn einer von hinten kommt. Dann bin ich auf Lewis aufgelaufen, der in der letzten Kurve fast stehengeblieben ist."

Nico Hülkenberg bestätigte seine gute Form aus den Trainings und geht von Platz acht ins Rennen. "Wir haben das ganze Wochenende gut ausgesehen", meinte Hülk. "Die warmen Temperaturen haben uns aber nicht ganz gelegen. Wir können trotzdem ganz zufrieden sein. Der Schlüssel morgen ist auf die Reifen aufzupassen und die richtige Strategie zu wählen."

Jenson Button machte dagegen nach seiner Bestzeit im dritten Training wieder einen Schritt zurück und wurde nur Neunter. Der zweite Force India von Paul di Resta komplettiert die Top Ten.

Fiasko bei Ferrari

Ferrari erlebte vor den Augen von Ferrari-Boss Luca di Montezemelo ein Fiasko. Fernando Alonso flog bei seinem Heimrennen schon in Q2 raus und musste sich mit dem elften Platz begnügen. Die ganze Zeit saß Alonso auf dem heißen Stuhl - am Ende wurde es ganz knapp. Grosjeans Bestzeit katapultierte ihn schließlich aus den Top Ten. Auf Platz zehn fehlten ihm nur vier Tausendstelsekunden.

Michael Schumacher hatte ebenfalls keinen Grund zu feiern. Der siebenmalige Weltmeister wurde vor dem Rennen noch von manchen als Geheimfavorit auf dem Stadtkurs gehandelt. Im Gegensatz zur Pole-Position in Monaco schaffte es Schumi bei der Hafenrundfahrt von Valencia aber nur auf Rang zwölf.

"Es ist ärgerlich, dass wir die Runde nicht hinbekommen haben. Ich hatte es selbst in der Hand, aber das hat leider nicht gepasst. Wenn es so eng ist, dann hat das entsprechende Konsequenzen. Es wird ein ein hartes Rennen. Die Hitze liegt unserem Auto bekanntlich nicht so gut. Wenn wir in die Punkte kommen, wäre das schon optimal."

Dahinter reihte sich mit Felipa Massa der zweite Ferrari ein. Trotz der guten Longruns am Freitag wird es damit schwierig für den Brasilianer im Rennen noch eine gute Platzierung zu holen, denn Valencia ist bekannt für seine geringen Überholmöglichkeiten.

Bruno Senna startet im Williams von Platz 14, Sergio Perez geht von Platz 15 ins Rennen. Für eine Überraschung sorgte Heikki Kovalainen im Caterham, der es ins Q2 schaffte und dabei mit Position 16 immerhin die beiden Toro Rosso hinter sich ließ.

Glock im Krankenhaus, Webber in Q1 raus

Mark Webber klebte wie am Vormittag weiterhin das Pech an den Hacken. Der Red Bull-Pilot hatte nach dem Brems-Problem im dritten Training nun ein DRS-Defekt. In der Hydraulik des RB8 hakte es irgendwo. Der Australier konnte den ersten Quali-Abschnitt erst fünf Minuten vor Schluss aufnehmen. Auch mit weichen Reifen verpasste Vettels Teamkollege den Einzug in Q2 und muss nun neben Vitaly Petrov im Caterham von Platz 19 ins Rennen gehen.

"Das DRS hat einfach nicht funktioniert", erklärte Webber. "Wenn einem 0,3 Sekunden fehlen, wird es schwer sich gut zu qualifizieren. Morgen geht es darum, noch irgendwas rauszuholen. Vielleicht gibt es vorne etwas Action."

Timo Glock konnte erst gar nicht antreten. Der Marussia-Pilot war während des Qualifyings aufgrund einer Magenverstimmung auf dem Weg ins Krankenhaus. Man vermutet, dass Glock sich eine Lebensmittelvergiftung zugezogen hat und auch nicht am Rennen teilnimmt.

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