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Radio Fahrerlager GP Europa 2012

Die heißesten Storys aus Valencia

Perez Kobayashi Sauber GP Europa 2012 Foto: dpa 47 Bilder

Was sonst noch so am Wochenende in Spanien passiert ist, erfahren Sie in unserer Rubrik Radio Fahrerlager. Hier haben wir die kleinen aber nicht minder interessanten Geschichten aus Valencia gesammelt. Dieses Mal unter anderem mit Jean Todt, Timo Glock, Bernie Ecclestone und Nick Heidfeld.

27.06.2012 Tobias Grüner

Turbo treibt die Preise

FIA-Präsident Jean Todt muss viel Überzeugungsarbeit leisten, um den Teams die V6-Turbomotoren für 2014 schmackhaft zu machen. Sauber bezahlt heute bei Ferrari acht Millionen Euro für den Motor und eine Million für Kers. 2014 sollen die Preise je nach Hersteller auf 18 bis 23 Millionen steigen. Den günstigsten Preis bietet der private Anbieter Pure, für den Ex-Ferrari-Ingenieur Gilles Simon den Motor entwickelt. Triebwerk und Kers sollen im Paket 14 Millionen Euro kosten. "Selbst das ist zu teuer", winkt Sauber-Geschäftsführerin Monisha Kaltenborn ab.

Braune Flagge für Glock

Timo Glock plagte sich seit Donnerstag mit einer Lebensmittelvergiftung. Nach dem dritten Training musste er ins Krankenhaus. Ein Start war illusorisch. Das erinnerte Formel 1-Arzt Gary Hartstein an eine alte Geschichte: "Nigel Mansell hatte uns in Spa einmal informiert, dass er wegen Magenbeschwerden möglicherweise im Rennen plötzlich anhalten müsse. Darauf hat Prost gerufen: Dann haltet bitte die braune Flagge raus."

Zuschauerschwund in Spanien

Die Stadt von Valencia stöhnt unter den hohen Kosten für seinen Stadt-Grand-Prix. In diesem Jahr kamen an drei Tagen 106.000 zahlende Zuschauer. 2011 waren es noch 161.000 Besucher über das GP-Wochenende. Die Besucherzahl in Barcelona blieb weitgehend stabil. Sie konnte sogar von 170.000 auf 172.000 leicht gesteigert werden. Trotzdem lohnt sich das Geschäft auch für Barcelona nicht mehr. In den goldenen Jahren verkaufte man rund 250.000 Tickets. Der Vertrag mit Barcelona läuft aus. Bernie Ecclestone hat das Deutschland-Modell vorgeschlagen. Barcelona und Valencia richten den Grand Prix alternierend aus.

Nebenjob für Heidfeld

Nick Heidfeld tauchte am Sonntag in Valencia wieder im Formel 1-Fahrerlager auf. Der langjährige Formel-1-Pilot hatte allerdings keinen Helm unter dem Arm, sondern ein Mikrofon in der Hand. "Ich ersetze eine Zeitlang Anthony Davidson bei Sky", erzählte Heidfeld. Das könnte ein längerer Job werden. Davidson brach sich bei seinem Le Mans-Crash zwei Rückenwirbel. "Er fällt wohl zwei bis drei Monate aus", meinte Heidfeld.

Bosse fahren deutsch

Die mächtigsten Männer im Motorsport sind mit deutschen Automarken unterwegs. Und sie genießen das Privileg, dass sie im Fahrerlager parken dürfen. Bernie Ecclestone ließ sich wie üblich in einem Mercedes chauffieren. FIA-Präsident Jean Todt wurde im Audi vorgefahren.

Wasserspiele in Valencia

Die Formel 1 ist in Valencia nicht auf irgendeinem beliebigen Stadtkurs zu Gast, sondern auf dem Gelände, wo bis 2010 der America‘s Cup stattfand. Bei Force India sah man deshalb wohl das ganze Wochenende unter einem maritimen Motto. Teambesitzer Vijay Mallya parkte sein prunkvolle Yacht Indian Empress genau so, damit sie auch jeder im Fahrerlager aus den Hospitality-Burgen sehen konnte. Nico Hülkenberg und Teamkollege Paul di Resta wagten sich selbst aufs Wasser und waren eineinhalb Stunden mit einem America‘s Cup Segelboot unterwegs. "Wirklich eindrucksvoll", meinte Hülkenberg nach der Segel-Tour.

Wolle Brille kaufen?

Schreiende Händler mit bunten Brillen und gefälschten Uhren in der Jackentasche gehören in Südeuropa zum Straßenbild. So auch in Valencia. An fast jeder Straßenecke und in jeder Kneipe begegneten einem die wandelnden Teilzeit-Optiker und -Juweliere. Auch Kamui Kobayashi und Sergio Perez schienen Bekanntschaft mit ihnen gemacht zu haben. Denn die zwei Sauber-Piloten posierten am Donnerstag belustigt im Fahrerlager mit zwei Neon-Brillen, die fast ihr ganzes Gesicht bedeckten.

Freundin statt Cockpit

Hätte das Team von Timo Glock nach seiner Magenverstimmung ernsthaft nach Ersatz gesucht, hätten sich zwei Ersatzpiloten angeboten. Sebastien Buemi weilte wie immer als Red Bull-Ersatzfahrer in Valencia. Adrian Sutil hatte offenbar Langeweile und war mit seinem Manager Manfred Zimmermann ebenfalls nach Valencia gereist. Der ehemalige Force India-Pilot war wieder für Sky als Experte im Einsatz. Daneben gibt Sutil nicht auf und sucht weiterhin nach einem Formel-1-Cockpit. Und was macht er in der Zwischenzeit? "Ich treibe viel Sport", sagt Sutil, der immer noch in der Schweiz lebt. "Ich versuche weiterhin mein Programm aufrechtzuerhalten. Wenn du so viel beschäftigt warst, kannst du nicht plötzlich gar nichts mehr tun." Seine Freundin freut sich hingegen über die neu gewonnene Freizeit.

Pedalritter kommen

Die Fahrrad-Branche in Valencia dürfte ihren Umsatz während des Grand Prix Wochenendes deutlich gesteigert haben. Denn viele aus dem Formel-1-Zirkus verzichteten auf einen Mietwagen und stiegen auf das Rad um. Die meisten hatten ihre Hotels in der wunderschönen Altstadt nur zwei bis drei Kilometer von der Strecke entfernt. Für viele zu weit zum Laufen, aber optimal zu radeln. So verwandelte sich ein kleiner Platz vor dem TV-Compound in einen vollgestellten Fahrrad-Parkplatz, wie man ihn von der Uni kennt.

Presse kalt erwischt

Als Journalist führte man in Valencia ohnehin ein eher angenehmeres Leben. Wer nach Feierabend oder vor Dienstbeginn noch Zeit hatte, schaute am nur rund 15 Minuten zu Fuß entfernten Strand vorbei. Traditionell gab es auch in diesem Jahr im Pressezentrum Gratis-Eis und gekühlte Getränke.

F1 im Euro-Fieber

In Valencia ging das Fußball-Fieber um. Egal in welcher Medienrunde - es gab auch immer eine Frage zu Thema Fußball an die Fahrer. Sebastian Vettels nicht ganz ernst gemeinter Tipp zum Spiel Deutschland gegen Griechenland lautete 7:1 für Deutschland. Im Nachhinein lag er damit gar nicht so falsch. Fernando Alonso fieberte ebenfalls mit seinem spanischen Team mit. Nach dem Sieg am Samstagabend gegen Frankreich bewegte ihn sein eigener Sieg am Sonntag noch viel mehr. "Ich bin stolz spanischer Sportler zu sein. Rafael Nadal und unser Fußballteam haben vorgelegt. Da wollte ich nicht nachstehen", meinte Alonso in der Pressekonferenz. Wäre Romain Grosjean nicht vorzeitig ausgefallen, hätte es womöglich ein zweites Duell Spanien gegen Frankreich gegeben.

In unserer Fotogalerie haben wir noch einmal die Bilder vom Rennen in Valencia.

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