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GP Europa - Ergebnis Rennen

Vettel mal wieder nicht zu schlagen

GP Europa 2011 - Start Foto: dpa 50 Bilder

Sebastian Vettel hat in Valencia seinen sechsten Saisonsieg gefeiert. Lokalmatador Fernando Alonso fuhr im Ferrari nach einem harten Kampf gegen Mark Webber als Zweiter über die Ziellinie. Vier Deutsche landeten in den Punkten.

26.06.2011 Tobias Grüner

Nach seinem zweiten Platz in Montreal hat Sebastian Vettel in Valencia die nächste Siegesserie gestartet. In einem relativ ereignisarmen Rennen fuhr der Heppenheimer nach fehlerlosen 57 Runden ungefährdet als Erster über die Ziellinie. Mit seinem sechsten Sieg im achten Rennen baute der Weltmeister seinen Vorsprung im WM-Klassement auf 77 Punkte aus. Nach der Pole Position und dem Rennsieg machte Vettel mit der schnellsten Rennrunde den Hattrick perfekt.

"Das Rennen hat mir heute viel Spaß gemacht, auch wenn es von außen vielleicht etwas langweilig aussah", strahlte der Dauersieger im Ziel. "Ich liebe es einfach, richtig mit dem Auto zu arbeiten und mit der Box zu versuchen, das Rennen zu lesen. Ich habe meinen Abstand immer an der Konkurrenz ausgerichtet und die Reifen geschont. Wenn das am Ende so aufgeht, dann gibt mir das eine große Zufriedenheit."

Webber und Alonso tauschen mehrmals die Plätze

Der zweite Platz war da schon deutlich härter umkämpft. In Runde 20 hatte sich Lokalmatador Fernando Alonso erstmals mit einem beherzten Manöver an Mark Webber vorbeigebremst und die heimischen Fans in Valencia damit von den Sitzen gerissen. Nur neun Runden später folgte allerdings die Ernüchterung. Beim der zweiten Runde der Boxenstopps ging Webber durch einen vorgezogenen Reifenwechsel wieder vorbei.

Beim dritten und letzten Besuch bei den Mechanikern drehte Ferrari das Spiel zwölf Runden vor Schluss wieder um. Nach dem Wechsel auf die härteren Reifen konnte Webber nicht von dem früheren Stopp profitieren. Alonso blieb länger auf der Strecke und zog mit schnellen Zeiten wieder vorbei am Australier. Mit einem Getriebeproblem konnte Webber in den Schlussrunden nicht mehr kontern.

"Ich hoffe, der Kampf zwischen mir und Webber hat den Fans Spaß gemacht", freute sich Alonso. "Der zweite Platz war das Maximum heute. Das ist eine gute Leistung des Teams und ein sehr gutes Ergebnis. Ich hoffe, wir können bei den nächsten Rennen anknüpfen. Wir sind noch nicht in der Lage zu siegen, aber wir haben den Rückstand auf Red Bull auf ein paar Zehntel verkürzt."

Konkurrent Webber war wenig überraschend nicht ganz so zufrieden. "Wir hätten auf Platz zwei ankommen sollen. Bis zum letzten Boxenstopp war es mein bestes Rennen. Dann war es mein Fehler. Ich habe es in den ersten Runden mit den harten Reifen verloren", erklärte der Australier selbstkritisch.

McLaren chancenlos in Valencia

Dahinter fuhr Lewis Hamilton auf Rang vier über die Ziellinie. Der McLaren-Pilot blieb nach den letzten zwei Rennen mit vier Kollisionen zwar mal wieder ohne Feindkontakt, allerdings hatte er nie eine ernste Chance auf das Podium. Mit einer besseren Strategie beim ersten Boxenstopp schnappte er sich den vierten Platz von Felipe Massa zurück, den er am Start verloren hatte.

"Verglichen zu den letzten Rennen kann ich glücklich sein. Ich bin zu Ende gefahren, aber wir waren nicht schnell genug", sagte Hamilton anschließend. "Ich bin froh, vor Massa geblieben zu sein." Rang fünf ging an Teamkollege Jenson Button, der nach einem KERS-Defekt mit stumpfen Waffen kämpfte.

Der erste Mercedes lief erst auf Rang sieben ins Ziel. Nico Rosberg musste den Zug an der Spitze schon früh abreißen lassen und fuhr ein relativ einsames Rennen. "Das ist okay. Mehr gibt das Auto momentan nicht her", gab Rosberg anschließend zu Protokoll. Nur in Runde 39 wurde es für den Blondschopf kurz spannend, als er den Toro Rosso von Jaime Alguersuari überholen musste. Der Spanier war auf einer alternativen Zweistopp-Strategie unterwegs, die ihn von Startplatz 18 bis auf Rang acht in die Punkte spülte.

Sutil und Heidfeld in den Punkten

Adrian Sutil kämpfte in den Schlussrunden hart gegen den Toro Rosso, fand aber keinen Weg vorbei. Mit Rang neun sammelte der Deutsche aber immerhin zum dritten Mal in dieser Saison wertvolle Punkte für das Gesamtklassement.

Mit Nick Heidfeld auf Rang zehn kam noch ein vierter deutscher Pilot in die Punkte. Der Renault-Fahrer aus Mönchengladbach musste den Platz gegen Sutil schon am Start abgeben und musste sich am Ende mit Sauber-Pilot Sergio Perez um den letzten Zähler balgen. Der Mexikaner, der nach seinem schweren Crash in Monaco erstmals wieder im Einsatz war, fuhr als Einziger eine Einstopp-Strategie, die auf Rang elf aber ohne Punktelohn blieb.

Schumacher demoliert sich den Frontflügel

Für Michael Schumacher gab es nach dem Highlight von Montreal eine herbe Pleite in Valencia. Der Rekordchampion krachte direkt nach seinem ersten Stopp in Runde 15 mit dem Renault von Vitaly Petrov zusammen und beschädigte sich den Frontflügel. "Ich bin aus der Box raus und habe Petrov zu spät gesehen. Ich habe noch versucht zu bremsen, das hat aber nicht funktioniert. Ich bin in ihn reingerutscht, das war meine eigene Dummheit", gab der Deutsche freimütig zu. Der Extrastopp warf den Mercedes-Piloten am Ende bis auf Rang 17 zurück.

Auch für Timo Glock gab es wenig zu jubeln. Am Start hatte er sich kurz an den beiden Lotus vorbeigemogelt, musste die Plätze aber schon bald wieder abgeben. Am Ende blieb wieder einmal nur der Standardplatz 21 für den Virgin-Piloten.

Rekord-Zuverlässigkeit in Valencia

Trotz der extrem heißen Temperaturen in Südspanien sahen alle 24 Autos die Ziellinie, was einen neuen Rekord in der Formel 1 bedeutet. In der WM-Wertung hat sich Sebastian Vettel nun mit 186 Punkten abgesetzt. Den zweiten Platz teilen sich Mark Webber und Jenson Button mit jeweils 109 Zählern. "Ich schaue nicht auf den Abstand", versuchte Vettel seine WM-Chancen kleinzureden. "Wir nehmen Rennen für Rennen. Unser Ziel ist es nach wie vor Siege einzufahren. Es könnte der Tag kommen, an dem unserer Auto nicht gut genug ist." Die Chance für den nächsten Erfolg kommt schon in 14 Tagen. Dann steht in Silverstone der Grand Prix von England auf dem Programm.

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