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GP Europa

Heidfeld holt die Pole-Position

Foto: dpa

Sensation auf dem Nürburgring: Nick Heidfeld holte n 1:30,081 Minuten die erste Trainingsbestzeit seiner Formel 1-Karriere. Der Williams-BMW-Fahrer war bei den Buchmachern 1:60 Aussenseiter. Auf Platz zwei kam Kimi Räikkönen im McLaren-Mercedes vor Mark Webber, ebenfalls im Williams.

28.05.2005

Heidfeld, der vor einer Woche mit Platz zwei in Monaco sein bislang bestes Formel 1-Ergebnis erzielt hatte, strahlte: "Fantastisch. Mehr kann man sich bei seinem Heim-GP nicht wünschen. Nach Monaco dachte ich, dass es für uns hier etwas schwerer werden würde. Das Ergebnis hat mich echt überrascht. Dabei habe ich heute morgen noch etwas zurückgelegen. Daraufhin habe ich meine Fahrweise in der Einführungsrunde etwas geändert.“ Heidfelds Pole-Position überrascht auch insofern, als der Deutsche im gestrigen Freien Training wegen Problemen im Antriebsstrang eine halbe Stunde Trainingszeit verloren hatte: "Das hat uns bei der Reifenwahl nicht gerade geholfen.“

Das hervorragende Trainingsresultat sowie die Formsteigerung, die sich zuletzt mit den Plätzen zwei und drei in Monaco manifestiert hatte, kam für Williams zur rechten Zeit. Wegen anhaltender Erfolglosigkeit wollte BMW-Sportchef Mario Theissen in der nächsten Woche seinem Vorstand vorschlagen, sich Ende der Saison vom langjährigen Partner Williams zu trennen und das Sauber-Team zu übernehmen. Und zum Retter der Ehe mit BMW könnte mit Heidfeld ausgerechnet jener Fahrer avancieren, der erst nach schier endlosen Ausscheidungsfahrten gegen den Brasilianer Antonio Pizzonia seinen Platz im Team sicher hatte.

Aller Voraussicht nach fährt Heidfeld morgen mit Drei-Stopp-Strategie. Teamkollege Webber wird nur zwei Stopps einlegen. Das heißt, dass Heidfeld in Runde 18 zum ersten Mal die Box anlaufen wird, Webber wird sechs Runden später kommen. Beide Williams fahren auf harten Michelins. Im Williams-Camp fürchtet man vor allem, dass Heidfeld beim Start hinter Trulli im Toyota zurückfallen könnte. Dies würde die Strategie durchkreuzen, da der Italiener als fast unüberholbar gilt.

Kimi Räikkönen zeigte sich ziemlich zuversichtlich für das Rennen: "Schwer zu sagen, mit wieviel Benzin die anderen gefahren sind“, meinte der Finne. "Ich glaube, dass wir eine gute Strategie für das Rennen haben.“ Ein bisschen hatte der Finne wohl die bislang sehr schwachen Starts von Williams in diesem Jahr im Sinn. Die weissblaue Autos hatten bei den letzten Rennen auf den ersten paar hundert Metern meist einige Plätze verloren.

Ralf Schumacher mußte im Trainingsduell gegen Jarno Trulli erneut eine Niederlage hinnehmen: Nunmehr steht es aus Sicht das deutschen 15-Millionen-Dollar-Manns 1:6. Der Italiener kam auf Platz vier, der Deutsche mußte mit Rang acht vorlieb nehmen. Dabei war er um sechs Zehntelsekunden langsamer als Trulli.

Auf dem absteigenden Ast ist offenbar Renault, jenes Team das die ersten vier Rennen des Jahres en suite gewonnen hatte: WM-Spitzenreiter Fernando Alonso schaffte nur Platz sechs, mit fast einer Sekunde Rückstand auf Heidfeld. Giancarlo Fisichella mußte sich gar mit Platz neun bescheiden.

Nichts zu lachen gab es erneut für Ferrari. Michael Schumacher kam nur auf Platz zehn. Rubens Barrichello hingegen erzielte mit Rang sieben sein bislang bestes Trainingsergebnis des Jahres. Im Trainingsduell gegen Schumacher ging der Brasilianer mit 4:3 in Führung. Auf die Bestzeit verlor Schumacher 1,5 Sekunden.

Die Meteorologen versichern, dass die Hitze auch morgen andauert. Heute kletterte das Thermometer auf für den Nürburgring rekordverdächtige 31 Grad. Die Asphalt-Temperatur lag bei 49 Grad. Die sind nur sechs Grad weniger als bei der Hitzeschlacht von Bahrain im April.

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