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GP Europa

Michael Schumacher siegesgewiss

Foto: dpa

Der Weltmeister benötigte keine Tricks, wie zum Beispiel eine riskante Reifenwahl, um die Konkurrenz am Nürburgring gründlich abzuhängen. Nur Raketenstarts und Pannen bei Ferrari können die Gegner beim Europa-GP doch noch nach vorn bringen.

29.05.2004

Ferrari-Technikchef Ross Brawn sprach bei der Wahl der Reifen von einem „Gelehrten-Ratespiel“. „Ross ist ja ohnehin sehr gescheit“, meinte Schumacher. „Der hat bestimmt die richtige Reifenwahl getroffen. Für mich war das eigentlich eine ziemlich klare Angelegenheit.“ In Anbetracht des Vorsprungs von 0.635 Sekunden auf Takuma Sato und auch auf die Position von Rubens Barrichello (Platz sieben mit knapp einer Sekunde Rückstand) muss davon ausgegangen werden, dass sich der Weltmeister für weniger Sprit an Bord entschieden hatte, was auf eine Dreistopp-Strategie hindeutet.

Barrichello dürfte wie in Barcelona auf einer Zweistopp-Strategie unterwegs sein. Wenn die Konkurrenz spekuliert, Schumacher habe sich die Pole und den großen Zeitvorsprung mit weichen und weniger haltbaren Reifen erkauft, ist sie auf dem Holzweg. Der Tabellenführer ist wie sein Teamkollege mit den härteren Gummis unterwegs.

Rätselraten bei BAR-Honda

Dass Renault-Pilot Jarno Trulli noch von BAR-Pilot Takuma Sato auf den dritten Startplatz verwiesen wurde, könnte sich durchaus zum Vorteil für den
Italiener darstellen. Der Monaco-Sieger startet somit auf der sauberen Seite der Startaufstellung, was bei den für ihre Raketenstarts bekannten Renault eher die Führung in der ersten Kurve bedeuten könnte, als wenn er von der staubigen Seite ins Rennen starten müsste. Teamchef Flavio Briatore zeigte sich zufrieden: „Es lief für uns besser als erwartet. Wir sind für das Rennen gut gerüstet.“

Die Renault setzen wie auch beide Williams auf die harte Reifenmischung. McLaren und Toyota haben sich für die weiche Variante entschieden.
Das Kopfschütteln von BAR-Teamchef David Richards sagte bereits alles: Bei BAR hatte man fest mit der zweiten Pole Position nach Imola für Jenson Button gerechnet, doch es sollte nicht sein. „Wir wissen nicht, was los ist“, meinte Button verwirrt. „Ich hatte keinen Grip, weder auf der Vorder- noch auf der Hinterachse. Dabei war das Auto nach dem morgendlichen Freien Training absolut unverändert geblieben. Bis zum Pre-Qualifying lief es perfekt." Immerhin hat BAR mit Takuma Sato ein Auto in der ersten Reihe. „Bislang bin ich noch nie in dieser Saison auf der schmutzigen Seite gestartet“, gab der 27-jährige Japaner zu bedenken, „aber ich freue mich einfach auf meinen Platz in der ersten Reihe. Das war immer mein Traum.“

McLaren verschenkt Startplatz

Bei McLaren-Mercedes deutete sich bei David Coulthard ein weiterer
Motorschaden an, weshalb der Schotte seinen MP4/19 in der Auslaufrunde des Pre-Qualifyings abstellte. Eine exakte Diagnose steht noch aus, doch wurde der Defekt im oberen Berich des Motors lokalisiert. „Schade. Das Auto funktioniert gut hier. Die Änderungen seit Barcelona am Motor (plus 20 PS) und an der Aerodynamik waren in Monaco nicht wirklich spürbar, hier sind sie es auf jeden Fall.“

Unverständlich nicht nur für Coulthard, wieso ihn das Team nicht im Ersatzauto zum Qualifying antreten ließ. Mit der daraus resutierenden Sportstrafe (zehn Startplätze weiter hinten) wäre der Schotte schätzungsweise vom 14. oder15. Platz ins Rennen gestartet. So aber startet er als 19.

Williams-BMW-Pilot Ralf Schumacher sah nach dem Qualifying unzufrieden aus: „Wir haben bei der Abstimmung zuviel riskiert. Ein Fehler. Mein Auto Auto übersteuerte viel zuviel.“

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