Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

GP Europa

Räikkönen im zweiten Training Schnellster

McLaren-Mercedes-Pilot Kimi Räikkönen brachte erstmals in diesem Jahr ein Lächeln auf die Gesichter der Mercedes-Mannen: Bestzeit im zweiten Freitagstraining.

28.05.2004

Der amtierende Vizechampion legte im zweiten Freien Training zum Großen Preis von Europa die durchaus hohe Anzahl von 18 Runden zurück und überraschte mit der Bestzeit von 1.29,355 Minuten. Damit war der Finne freilich nur um 0,092 Sekunden schneller als Anthony Davidson im BAR am Vormittag. Räikkönen setzte zudem in den beiden ersten Streckensektoren die Bestzeit; im letzten Sektor war Fernando Alonso im Renault Schnellster.

Kimi Räikkönen quetschte mit leerem Tank die Bestzeit des Tages aus seinem MP4/19 heraus. "Keinerlei Probleme, das ist schon mal was“, meinte der Finne, "aber morgen und am Sonntag kommt es darauf an. Mein Auto verhält sich gut hier.“

Ralf Schumacher nicht zufrieden

So wie die Ferrari, die an den Vormittagen mit wenig Sprit unterwegs sind und nachmittags mit vollen Tanks fahren, dürfte auch der Finne betankt gewesen sein. Hinter Räikkönen folgten Jenson Button, Ralf Schumacher, David Coulthard im zweiten McLaren und Monaco-Sieger Jarno Trulli. Michael Schumacher, der nur neun gezeitete Runden fuhr, hatte Probleme mit der Hydraulik an seinem Ferrari und kam hinter seinem Teamkollegen Rubens Barrichello, Davidson und Renault-Pilot Fernando Alonso auf den neunten Platz. Seit Hockenheim 2001 hat Michael Schumacher kein Rennen mehr wegen eines technischen Defektes aufgeben müssen. Damals war eine kaputte Benzinpumpe am vorzeitigen Aus Schuld. Seine Zeit von 1:29,631 Minuten aus dem ersten Training sicherte ihm den vierten Rang an diesem Tag.

"Nicht unzufrieden“ zeigte sich Ralf Schumacher nach dem ersten Trainingstag am Nürburgring. Der Williams-BMW-Pilot war sich allerdings auch bewusst, dass noch viel Arbeit auf ihn wartet. Mit Rang acht am Vormittag und Platz drei am Nachmittag war Schumacher beide Male schneller als Juan Pablo Montoya, der beide Trainings nicht über den elften Platz hinauskam. "Die Reifenwahl wird sehr schwierig“, meinte Schumacher. Entscheidend wird die sorgfältige Analyse aller Daten.
"Mein Auto und ich hatten heute irgendwie nicht dieselbe Wellenlänge“, meinte hingegen Montoya, "so schwierig hätte ich mir die Abstimmungsarbeit hier nicht vorgestellt.“ Teilweise befand der Kolumbianer sein Auto als unberechenbar.
Williams arbeitete vorrangig am Renn-Set-up und probierte verschiedene Varianten der Bremsenkühlung sowie Reifensätze durch.

Fisicella wird strafversetzt

Welche Zeit Giancarlo Fisichella auch immer morgen im Qualifying herausfahren wird, der Italiener muss zehn Plätze strafversetzt weiter hinten starten. Bereits in seiner dritten gezeiteten Runde explodierte der Ferrari-Motor im Heck seines Sauber. Das Team schaffte es jedoch, Fisichella zum zweiten Training mit einem neuen Motor auszustatten. Der Römer fuhr auf die 16. Position. Es war bereits der zweite Triebwerksschaden im Verlauf der Saison, nachdem schon beim Sasionauftakt in Melbourne Teamkollege Felipe Massa einen Motordefekt verbuchen musste. "Aber das war nicht wirklich ein Motorschaden - Felipe drehte sich und überdrehte dabei den Motor. Über 20.000 Umdrehungen...“, meinte Teamchef Peter Sauber. Im zweiten Training musste Felipe Massa an der gleichen Stelle wie vorher Fisichella wegen Elektronikproblemen stoppen.

Auch in der zweiten Sitzung gab es zahlreicher Dreher zu beobachten. Den spektakulärsten Abflug bot Christian Klien, der am Ende der Start- und Ziel-Geraden aus nahezu Tempo 300 ins Kiesbett kreiselte. Auch Sauber-Pilot Felipe Massa verbremste sich dort mehrmals, bevor er später sein Auto auf der Piste abstellen musste. Das gleiche Schicksal wiederfuhr bereits am Morgen seinem Teamkollegen Giancarlo Fisichella, dessen Artbeitsgerät nach nur zwei Runden einen Motorschaden erlitt.

Einen kleinen Privatkrieg auf der Strecke lieferte sich Olivier Panis mit Zsolt Baumgartner. Der Minardi-Nachzügler hatte den Franzosen mehrfach nicht bemerkt oder ihn bewusst geblockt. In der Dunlop-Kehre zog Panis seinen Toyota neben den Minardi und verlangsamte sein Tempo und hinderte Baumgartner beim Einlenken.

GP Europa: Ergebnis 2. freies Training

1. Kimi Räikkönen McLaren-Mercedes: 1:29,355 Minuten
2. Anthony Davidson BAR-Honda: 1:29,447 Minuten
3. Jenson Button BAR-Honda: 1:29,618 Minuten
4. Michael Schumacher Ferrari: 1:29,631 Minuten
5. Ralf Schumacher Williams-BMW: 1:29,677 Minuten
6. David Coulthard McLaren-Mercedes: 1:29,700 Minuten
7. Rubens Barrichello Ferrari: 1:29,865 Minuten
8. Jarno Trulli Renault: 1:29,919 Minuten
9. Fernando Alonso Renault: 1:30,163 Minuten
10. Takuma Sato BAR-Honda: 1:30,283 Minuten
11. Juan Pablo Montoya Williams-BMW: 1:30,337 Minuten
12. Mark Webber Jaguar-Cosworth: 1:30,466 Minuten
13. Olivier Panis Toyota: 1:30,497 Minuten
14. Cristiano da Matta Toyota: 1:30,531 Minuten
15. Ricardo Zonta Toyota: 1:30,949 Minuten
16. Giancarlo Fisichella Sauber-Petronas: 1:30,974 Minuten
17. Felipe Massa Sauber-Petronas: 1:31,673 Minuten
18. Björn Wirdheim Jaguar-Cosworth: 1:31,780 Minuten
19. Timo Glock Jordan-Ford: 1:32,080 Minuten
20. Christian Klien Jaguar-Cosworth: 1:32,217 Minuten
21. Gianmaria Bruni Minardi-Cosworth: 1:32,643 Minuten
21. Zsolt Baumgartner Minardi-Cosworth: 1:32,986 Minuten
22. Nick Heidfeld Jordan-Ford: 1:33,175 Minuten
23. Giorgio Pantano Jordan-Ford: 1:33,393 Minuten
24. Bas Leinders Minardi-Cosworth: 1:34,538 Minuten

>>> Hier geht´s direkt zum F1-Tippspiel

Täglich wissen was läuft
Hier gibt´s den Gratis-Newsletter rund um Auto, Motor und Sport.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden