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Rennstrategie

Welche Taktik war die beste?

Safety-Car GP Europa 2012 Foto: xpb 47 Bilder

Bis auf Force India mit Paul di Resta setzten die meisten Teams in Valencia auf eine Zweistopp-Taktik. Davon gab es allerdings verschiedene Varianten. Wir erklären Ihnen die Unterschiede.

25.06.2012 Michael Schmidt

Nehmen wir die Unfallopfer Felipe Massa und Vitaly Petrov einmal aus, dann gab es in Valencia nur zwei Strategien im Angebot. Einstopp und Zweistopp. Die allerdings in allen Variationen. Der einzige, der ein Einstopprennen knallhart durchzog, war Paul di Resta.

"Ich wusste schon nach zehn Runden, dass das nicht funktionieren wird", winkte Teamkollege Nico Hülkenberg ab. Auch Sportdirektor Otmar Szafnauer gab zu: "Ein Stopp war zu riskant. Und die Safety-Car-Phase hat Paul benachteiligt. Sein Zeitguthaben war dahin. Platz sieben war Schadensbegrenzung."

Klassische Zweistopp-Taktik richtig

In Di Restas Kategorie gehört auch Sergio Perez. Der Mexikaner tauschte zwar zwei Mal, aber den zweiten Satz weicher Reifen schon in Runde 25. Da schafft es nicht einmal ein Sauber ohne Reifenprobleme ins Ziel. 31 Runden Valencia sind härter als 50 Runden Montreal.

Fernando Alonso, Kimi Räikkönen und Nico Hülkenberg waren die klassischen Zweistopper. Das Endresultat gibt dieser Taktik Recht. Sie wechselten in den Runden 14 und 15 zum ersten Mal und nutzten die Safety-Car-Phase zum zweiten Stopp. Kleiner Unterschied: Hülkenberg fuhr im Mittelabschnitt auf Medium-Reifen, die beiden anderen mit der Mischung "soft".

Schumi und Webber waren Spätzünder

Michael Schumacher und Mark Webber gehörten zu der Fraktion, die nicht der Versuchung erlag, während der Neutralisation zu stoppen. Sie kamen in den Runden 38 und 41 an die Box und profitierten vom Vorteil frischer Reifen. Wobei Schumacher gebrauchte, Webber neue weiche Reifen aufziehen ließ.

Nach den Boxenstopps lagen sie mit 27 Sekunden Rückstand auf den Plätzen 11 und 12. Dann fuhren sie das Perez-Rennen von Montreal. Sie kamen aus der Tiefe des Raumes und beendeten das Rennen nur 12,6 Sekunden hinter dem Sieger. Aus ihrer Sicht war die Taktik des späten Wechsels goldrichtig. Sonst hätte sie es nie so weit nach vorne geschafft.

Nico Rosberg war noch extremer. Aus der Not heraus. Mercedes merkte etwas zu spät, dass die Einstoppstrategie bei Rosberg nicht aufgeht. Er lag auf Platz 9 und wäre noch aus den Punkteränge gerutscht, hätte er mit seinem Satz gebrauchter Medium-Reifen bis zum Ende durchfahren müssen.

So rettete ihm die Strategieänderung noch Platz 6. Rosberg fuhr am Ende die mit Abstand schnellsten Runden im Feld. Teilweise vier Sekunden pro Runde besser als der Rest, der sich mit alten Gummis über die Runden kämpfte.

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