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GP Europa

Schumi auf Pole Position

Foto: dpa

Zum 60. Mal in seiner Formel 1-Karriere schloss Michael Schumacher ein Qualifikationstraining als Schnellster ab. Takuma Sato schrieb als Zweiter sogar Motorsport-Geschichte.

29.05.2004

Mit einer Rundenzeit von 1.28,351 Minuten sicherte sich der sechsfache Weltmeister seine 60. Pole Position. Für Ferrari war es die 171. Trainingsbestbestzeit. Schumacher distanzierte den Japaner Takuma Sato deutlich um 0,635 Sekunden. Für den BAR-Pilot ist Rang zwei der beste Formel 1-Startplatz in seinen 25 Grand Prix. So weit vorne stand überhaupt noch kein Japaner. "Nach meinem dritten Startplatz in Barcelona wollte ich unbedingt auch in die erste Startreihe. Ich bin sehr glücklich heute", strahlte der Japaner.

Michael Schumacher ist für einen fünften Saisonsieg sehr zuversichtlich: "Ich bin erleichtert, dass es so gut geklappt hat. Das war heute morgen nach dem Freien Training noch nicht so klar. Danach habe ich Jenson Button viel näher an uns dran gesehen. Aber generell habe ich uns hier sehr stark erwartet."

Monaco-Sieger Trulli auf Platz drei

Bei milden Außentemperaturen von 20 Grad und Streckentemperaturen von 41 Grad konnte sich Monaco-Sieger Jarno Trulli den dritten Startplatz sichern. Knappe acht Zehntelsekunden hinter Schumacher ließ der Italiener Kimi Räikkönen um hauchdünne zwei Tausendstelsekunden hinter sich. Teamkollege Fernando Alonso schaffte den sechsten Rang. Bereits zum fünften Mal war Trulli damit schneller als sein spanischer Teamkollege.

Mit einer sensationellen Zeit im dritten Sektor eroberte McLaren-Mercedes-Pilot Kimi Räikkönen noch den vierten Startplatz, nachdem er zunächst langsamer als Alonso, Barrichello und Montoya unterwegs war. Die Erklärung: Der Finne hatte sich für die weiche Reifenmischung entschieden und wohl auch weniger Sprit getankt als seine Konkurrenten.

Teamkollege David Coulthard beendete den ersten Teil des Qualifyings vorzeitig. Vom Abschleppwagen herunter winkte der Schotte im McLaren sitzend den Fans zu. Nach seiner gezeiteten Runde – immerhin die viertschnellste – blieb er auf seiner Auslaufrunde mit einem technischen Defekt stehen, begleitet von leichter Rauchentwicklung im Bereich des Hecks. Zur entscheidenden Zeitrunde trat Coulthard nicht mehr an. Morgen geht er vom 19. Startplatz ins Rennen.

Williams-BMW Siebter und Achter

Juan Pablo Montoya und Ralf Schumacher in den beiden Williams-BMW starten morgen gemeinsam aus der vierten Startreihe von den Startplätzen sieben und acht.

Felipe Massa steuerte den einzig teilnehmenden Sauber in der zweiten Hälfte des Qualifyings auf Startplatz 16, noch hinter den beiden Jordan. Massa leistete sich einen Verbremser in der Dunlop-Kehre. Giancarlo Fisichella, ohnehin nach seinem Motorwechsel gestern vormittag zehn Startplätze nach hinten gestuft, verzichtete auf seinen Quali-Versuch. „Das machen wir aus taktischen Gründen“, meinte Teamchef Peter Sauber, „so können wir Fisico mit neuen Reifen ins Rennen schicken.“ Aufgebockt und mit Heizdecken an den Rädern wurde Fisichelas Sauber von den Mechanikern von den Boxen direkt in den Parc Fermé gebracht, so wie später auch der McLaren von David Coulthard.

Dass in der Formel 1 auf das kleinste Detail zu geachtet werden muss, bewies Gimmi Bruni. Der Italiener startete als erster auf seine schnelle Runde, übersah dabei jedoch die rote Ampel am Ende der Boxengasse, die statt um Punkt zwei Uhr erst 27 Sekunden später auf Grün umsprang. Eine Bestrafung ist bei dem Minardi-Pilot ohnehin egal. Wegen Motortauschs muss er sowieso zehn Startplätze weiter hinten starten

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