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GP Indien 2011 - Qualifikation

Vettel holt Premieren-Pole in Delhi

Sebastian Vettel Red Bull GP Indien 2011 Foto: Red Bull 63 Bilder

Sebastian Vettel steht zum 13. Mal in diesem Jahr auf der Pole Position. Auch beim Qualifying auf dem neuen Kurs in Delhi war der Weltmeister nicht zu schlagen. Drei Zehntel brummte der Red Bull-Pilot der gesamten Konkurrenz auf.

29.10.2011 Tobias Grüner

Sebastian Vettel ist weiter auf der Jagd nach Rekorden. Nach seiner 13. Pole Position in dieser Saison ist die Bestmarke von Nigel Mansell aus der Saison 1992 in ernster Gefahr. Der Brite brachte es damals auf 14 Trainingsbestzeiten. Von den aktuellen Fahrern konnte dem Weltmeister am Samstag mal wieder niemand das Wasser reichen. Seine schnellste Runde in 1:24.178 Min. lag knapp drei Zehntel vor allen Konkurrenten.

"Das war wirklich eine gute Session von uns", freute sich Vettel anschließend. "Es war nicht einfach heute. Neben der Ideallinie war es sehr rutschig. Ich hätte im ersten Sektor vielleicht noch ein Stück schneller gekonnt. Das war sicher nicht 100 Prozent. Aber ich bin extrem glücklich. Die Strecke gefällt mir sehr gut, deshalb freue ich mich schon auf das Rennen."

Am nächsten dran an den 24-Jährigen kam Lewis Hamilton. In Korea hatte der McLaren-Pilot noch die Nase vorne, dieses Mal reichte es immerhin für Rang zwei. Trotzdem wird es am Sonntag eine reine erste Red Bull-Startreihe geben. Nachdem Hamilton im Freien Training die gelben Flaggen missachtet hatte, muss er im Rennen drei Plätze zurück.

Mark Webber profitierte als erster von der Strafe für Hamilton. Er rückt von Startplatz drei auf zwei. Auf Hilfe seines Teamkollegen im Kampf um den Vizemeister-Titel will Webber nicht bauen. "Ich will keine Plätze geschenkt bekommen", erklärte der Australier. "Für mich ändert sich nichts. Siege sind mir sowieso wichtiger als der Vizetitel."

Alonso erster Red Bull-Verfolger

Fernando Alonso schaffte es hinter dem Australier immerhin auf Rang vier. Auch er rutscht durch die Hamilton-Strafe einen Platz nach vorne. Am Freitag hatte der Spanier noch selbstbewusst erklärt, dass er mit einem Platz in der zweiten Startreihe um den Sieg kämpfen könne. Hinter Alonso profitierte auch Jenson Button von der Versetzung seines Teamkollegen. Der Engländer startet nun auf Platz vier direkt vor seinem Landsmann. Zufrieden war Button allerdings nicht: "Ich hab die Balance von heute morgen und gestern einfach nicht gefunden. Außerdem kam ich immer im Verkehr raus."

Der zweite Ferrari von Felipe Massa geht dahinter von Platz sechs ins Rennen. Der Brasilianer sorgte kurz vor dem Ende des Qualifyings mit einem spektakulären Abflug für den abschließenden Knalleffekt. Auf einem Kerb war die Aufhängung vorne rechts gebrochen, wodurch der Mann aus Sao Paulo unkontrolliert durchs Kiesbett rutschte.

Nico Rosberg konnte nicht von Massas Pech profitieren. Der Mercedes-Pilot landete trotz eines guten Versuchs im Top Ten-Finale nur auf seinem Stammplatz sieben. "Heute war mehr drin als Platz sieben", erklärte der Silberpfeil-Pilot etwas enttäuscht. "Ich musste in der letzten Runde wegen des Unfalls vom Gas. Ich habe noch einen neuen Satz der weichen Reifen übrig, das sollte für morgen reichen."

Sutil beim Force India-Heimspiel auf Platz acht

Die letzten drei Piloten in den Top Ten entschieden sich im Q3 komplett die Reifen zu sparen. Weder Adrian Sutil noch die beiden Toro Rosso-Piloten Sebastien Buemi und Jaime Alguersuari fuhren eine gezeitete Runde. Da Adrian Sutil im zweiten Quali-Abschnitt der schnellste aus dem Trio war, darf er von Rang acht starten. "Ich wollte eigentlich eine schnelle Runde fahren. Aber da die Toro Rosso abgebrochen haben, gab es für uns keinen Grund die Reifen unnötig zu belasten."

Michael Schumacher verpasste nach Korea nun schon zum zweiten Mal die letzte K.O.-Runde. Nach Problemen im Verkehr hatte er sich zunächst noch durch den ersten Abschnitt gekämpft, doch dort war auf Rang zwölf Schluss für den Rekordchampion. 18 Tausendstel fehlten auf das rettende Ufer. Noch in der Auslaufrunde beklagte sich Schumi über Funk über starke Vibrationen auf der Hinterachse, die ihn eingebremst hatten.

"Es hat eine ganze Ecke gefehlt im Vergleich zu dem, was Nico gefahren ist", gab der Altmeister zu. "Wir hatten Vibrationen an den Reifen, aber die erklären nicht den großen Rückstand. Ich glaube schon, dass wir morgen im Renntrimm wieder Platz sieben oder acht erreichen können."

Petrov und Perez rutschen nach hinten

Schumi wird in der Startaufstellung noch auf Rang elf nach vorne rutschen. Vitaly Petrov wurde nach dem Crash mit Schumi in Korea fünf Plätze nach hinten auf 16 gestuft. Der Russe hatte im Qualifying von Delhi sogar zusätzlich Pech. In der zweiten Runde fuhr er auf die Tausendstel die gleiche Zeit wie Toro Rosso-Pilot Jaime Alguersuari. Da der Russe seine schnellste Runde aber erst nach dem Spanier absolvierte, fiel Petrov auf Rang elf aus, während Alguersuari in das Top Ten-Finale einzog.

Auch für Sergio Perez geht es am Sonntag in der Startaufstellung zurück. Der Mexiko-Rookie hatte wie Hamilton im Freien Training am Freitag die gelben Flaggen missachtet. Statt auf Platz 17 beginnt das Rennen nun auf Rang 20. Sauber erlebte am Samstag in Delhi ein schwarzes Qualifying. Kamui Kobayashi schied auf Platz 18 schon in der ersten Quali-Runde aus. Durch die Strafe gegen seinen Teamkollegen rückt der Japaner noch einen Rang auf.

Glock mit Getriebeproblem gebremst

Auch für Timo Glock war das Qualifying wieder einmal schon nach Runde eins beendet. In Indien musste der Deutsche aber sogar noch früher als gewöhnlich aus dem Cockpit aussteigen. Das Getriebe am Virgin streikte schon nach der ersten schnellen Runde. "Leider ist mir der fünfte Gang beim Hochschalten gebrochen. Das ist schade, das Auto hat sich gut angefühlt, aber jetzt müssen wir von ganz hinten starten", klagte der Hesse.

Glock hat Glück, dass die HRT-Konkurrenten Daniel Ricciardo und Narain Karthikeyan jeweils fünf Plätze zurückgestuft werden. Bei Ricciardo wurde schon vor dem Qualifying das Getriebe gewechselt, Lokalmatador Karthikeyan hatte Schumacher im Q1 aufgehalten. Zwar hat sich Virgin entschieden, auch bei Glock die Schaltbox zu wechseln, da der 29-Jährige aber in Indien seinen Joker einsetzt, kommt er straffrei davon. Er startet nun von Rang 22. Glock muss sich auch keine Sorge um die verpasste 107 Prozent-Marke machen. Im dritten Training hatte er die Qualifikationshürde um zwei Sekunden unterboten. In solchen Fällen greift die Ausnahmeregelung der FIA.

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