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Stimmen zum Indien-Auftakt

Webber warnt vor der Startrunde

Formel 1 Ferrari GP Indien 2011 Foto: xpb 96 Bilder

Die neue Formel 1-Strecke von Indien erntete nach dem ersten Trainingstag viel Lob. Trotzdem warnt Mark Webber vor Chaos in der ersten Runde. Der extrabreite Eingang in Kurve drei und vier könnte im Startgetümmel zu verrückten Aktionen einladen.

28.10.2011 Michael Schmidt

Die ersten 1.320 Runden auf dem Buddh International Circuit sind gedreht. Das Ziel, Spa als zweitschnellste Strecke im Kalender abzulösen wurde klar verfehlt. Mit 215,2 km/h im Schnitt für Felipe Massas schnellste Trainingsrunde liegt der indische GP-Kurs weit unter dem Wert den es zu schlagen galt. Mark Webbers Pole Position-Runde in Spa 2010 steht bei 238,3 km/h. Trotzdem zählt Indiens Nationalstolz zu den schnelleren Strecken im Kalender.

Strecke trifft Geschmack der Fahrer

Der Eindruck der Streckenbesichtigung bestätigte sich auch aus der Cockpitperspektive. Die Fahrer lobten fast durchwegs ihren neuen Spielplatz. Nico Rosberg klopfte Architekt Herman Tilke auf die Schulter: "Das ist deine bislang beste Rennstrecke." Mark Webber und Timo Glock stufen sie im Schwierigkeitsgrad mit Istanbul ein. Sebastian Vettel zweifelt: "Ich würde sagen, schwieriger als Istanbul. Das wahre Bild wird sich erst zeigen, wenn der ganze Dreck runtergefahren ist."

Die 180-Grad Doppelrechtskurve ist so ein Beispiel. "Nicht schlecht, aber es fehlt noch Grip“, urteilt Vettel. "Besser wäre es gewesen, wenn wir die Steilkurve im Inneren fahren würden, die sie für die Motorräder gebaut haben." Die Red Bull-Fahrer nehmen die Kurve im fünften Gang. Tempo 200. "Ich muss runter in den vierten", bedauert Glock. "Den fünften können wir erst einspannen, wenn mehr Grip kommt."

Webber prophezeit Stress nach dem Start

Mark Webber sieht die drei schnellen Schikanen als die wahre Herausforderung. Und er warnt vor den Kurven drei und vier im Startgetümmel. "Prinzipiell ist die Idee mit dem breiten Eingang und dem schmalen Ausgang gut. Aber in der Startrunde könnte die breite Straße einige dazu einladen, einfach innen reinzustechen. Wenn es da einer übertreibt, räumt er das halbe Feld ab. Ich muss da nochmal mit Tilke sprechen." Felipe Massa bereitet das große Platzangebot Probleme, die richtige Linie zu finden. "Die Kurven sind so breit, dass du auf vielen Wegen reinfahren kannst. Erst im Rennen wird sich ein klare Linie bilden."

Die Reifen sind nach Meinung von Glock völlig unkritisch. "Kaum Verschleiß, kaum Gripabbau. Ich fahre auch auf den weichen Reifen ewig herum, ohne dass sie nachlassen." Pirelli erwartet deshalb auch maximal drei Stopps. Eher zwei, wenn die Strecke noch besser wird.

Heimspiel für Chandhok

Karun Chandhok nahm das Geschenk seines Teams, in der ersten Trainingssitzung Heikki Kovalainen zu ersetzen, dankbar an. "Es waren wunderbare Runden. Meine ganze Familie saß in der 180-Grad Kurve auf der Tribüne. Sie waren begeistert." Chandhok vergleicht die Streckencharakteristik mit Budapest, nur schneller. "Zwischen Kurve 5 und 14 hast du kaum Zeit auszuruhen. Doch, wo wir in Ungarn im zweiten und dritten Gang fahren, sind wir hier im vierten und fünften Gang unterwegs."

Chandhok bestätigt Webbers Sorgen, dass Kurve drei im Rennen für Probleme sorgen könnte. "Wer ganz innen fährt, spart im Vergleich zur Ideallinie 15 Meter. Das ist so verlockend, dass es einige probieren werden. Und die könnten dann für Chaos sorgen."

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