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Ferrari vs. Red Bull

Alonso redet weiter vom Titel

Fernando Alonso GP Indien 2012 Foto: xpb.cc 65 Bilder

Red Bull dominierte wie erwartet die Qualifikation zum GP Indien. Dabei schafften weder Sebastian Vettel noch Mark Webber eine optimale Runde. Vettels WM-Gegner Fernando Alonso hat auch noch zwei McLaren vor seiner Nase. Trotzdem redet der Spanier unverdrossen vom WM-Titel.

27.10.2012 Michael Schmidt

Wer soll diese Red Bull schlagen? Darauf weiß im Fahrerlager keiner eine Antwort. Zum dritten Mal in Folge starten die beiden blauen Autos aus der ersten Startreihe. Diesmal in der Reihenfolge Vettel vor Webber. Red Bull war noch gnädig zu seinen Gegnern, wenn auch nicht freiwillig. Sebastian Vettel musste seinen ersten Versuch im Q3 abbrechen: "Ich war in Kurve vier etwas zu gierig. Die Vorderräder haben blockiert, und ich musste abbrechen."

Probleme Reifen aufzuwärmen

Vettel hatte nur noch einen Schuss frei und nutzte ihn auch. Allerdings nur mit 0,044 Sekunden Vorsprung. "Diesmal war ich in Kurve vier etwas zu vorsichtig." Mark Webber hatte es in der Hand mit seinem letzten Versuch den Teamkollegen noch vom Thron zu stoßen. Doch der Australier stand bereits in Kurve drei zu spät auf der Bremse. "Wir haben es nicht geschafft, die Reifen optimal aufzuwärmen. Den anderen erging es offenbar noch schlechter", erklärte Teamberater Helmut Marko. Er hielt vor dem Abschlusstraining hohe 1.24er Rundenzeiten für möglich.

Fernando Alonso kann das nur bestätigen. "Das Aufwärmen der Reifen war heute das große Problem. Ich bin im Q2 meine schnellste Runde in der fünften Runde mit meinem Reifensatz gefahren." Der Spanier fuhr seine schnellste Rundenzeit auf einem gebrauchten Satz. "Als ich zum Schluss noch einmal mit frischen Reifen auf die Strecke gegangen bin, lag ich nach dem ersten Sektor zwei Zehntel über der Marschroute. Da konnte ich die Runde schon vergessen."

Alonso gibt sich kämpferisch

Der Ferrari-Pilot musste in den letzten Trainingsminuten auch noch die McLaren-Piloten vorbeilassen und startet nur vom fünften Platz. Trotz der schlechten Vorzeichen sieht Alonso weiterhin Chancen Vettel zu schlagen und noch Weltmeister zu werden.

"Der fünfte Startplatz ist nicht so schlecht. Wir haben uns daran gewöhnt, dass Red Bull den Samstag gewinnt. Am Sonntag machen wir regelmäßig Boden auf die Red Bull gut. In Korea konnte ich Webber unter Druck setzen. Das muss mir morgen auch mit Vettel gewinnen. Ich werde um den Titel kämpfen und ich kann ihn auch gewinnen." Alonso mahnte noch einmal das schleppende Entwicklungstempo bei Ferrari an: "Wir haben Fortschritte gemacht, die anderen leider auch. Um Red Bull auch im Training anzugreifen brauchen wir bald einen großen Schritt." Er sagt: "Wir kämpfen nicht gegen Vettel, sondern gegen Newey."

Red Bull erwartet Gegenwehr

Helmut Marko spielt diesmal ausnahmsweise nicht den großen Optimisten. Ferrari hatte am Freitag die schnelleren Dauerläufe. McLaren lag auf gleichem Niveau. "Wir gehen davon aus, dass uns beide im Rennen mehr Gegenwehr bieten. In der Qualifikation haben wir dank dem Doppel-DRS große Fortschritte gehabt. Die Balance des Autos ist besser. Das gibt den Fahrern Vertrauen. Wir brauchen jetzt einen guten Start und hoffen, dass wir dann das Rennen von vorne kontrollieren können."

Eine Stallregie wird es nicht geben. "Wir haben beiden Fahrern gesagt, dass das Team Vorrang hat. In Korea haben sie gezeigt, dass sie die Nachricht verstanden haben." Webber meinte auf die Frage, ob er in den letzten vier Rennen zum Wasserträger von Vettel degradiert wird: "Meine Rolle hat sich nicht geändert. Ich fahre auf Sieg." Marko hält den Ball flach: "Heute entscheidet der Start fast alles. Wer da vorne liegt, hat automatisch die besseren Karten in der Hand, weil er leichter die Reifen schonen kann." Kann es in Bezug auf die Reifen wie in Korea eine böse Überraschung geben? "Wenn überhaupt, dann der linke Vorderreifen."
 

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