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GP Italien 2010 - Ergebnis Rennen

Alonso krönt sich zum König von Monza

Fernando Alonso Foto: xpb 30 Bilder

Fernando Alonso heißt der neue König von Monza. Mit einem taktisch klugen Rennen sicherte sich der Ferrari-Pilot den Sieg vor Jenson Button. Felipe Massa machte auf Rang drei die Ferrari-Party perfekt. Sebastian Vettel wurde Vierter. Lewis Hamilton fiel nach einer Kollision aus.

12.09.2010 Tobias Grüner

Michael Schumacher war gestern, die Zukunft bei Ferrari heißt Fernando Alonso. Wie Schumi in seinen besten Jahren brachte der Spanier die Tifosi am Sonntag (12.9.) auf den gut besetzten Tribünen in Monza zum Jubeln. Nach seinem dritten Saisonsieg mischt Alonso zudem wieder ganz vorne im Titelrennen mit.

In einem taktisch geprägten Rennen verlor der Ferrari-Pilot die Spitze zunächst beim Sprint in die erste Kurve. Die Boxenstopps sorgten jedoch dafür, dass sich die Reihenfolge 37 Runden später wieder umdrehte. Dabei ging es zwischen den beiden schnellsten Piloten des Tages eng zu, als Alonso nach seinem Stopp wieder auf die Zielgerade einbog. Unter dem tosenden Applaus der Fans wehrte der Spanier allerdings alle Angriffe seines McLaren-Konkurrenten ab.

Alonso fordert weitere Ergebnisse

"Das Ergebnis gibt uns wieder neue Motivation", freute sich der strahelnde Monza-Sieger. "Heute genießen wir den Tag und feiern. Aber die nächsten Rennen werden genauso wichtig. Wir müssen versuchen, noch fünf Mal aufs Podium zu fahren." Jenson Button gab sich nicht ganz so zufrieden. "Ich bin etwas enttäuscht. Natürlich möchte man immer ganz oben stehen, aber wir hatten heute nicht ganz den Speed der Ferrari. Immerhin konnten wir heute wenigstens einen guten Schritt im Kampf um den Titel machen."

Alonsos Sieg war für die Fans nicht der einzige Grund zum Jubel. In der ersten Runde standen die Tifosi erstmals von ihren Sitzen auf, als Lewis Hamilton mit gebrochener Radaufhängung ins Kiesbett segelte. Bei der Anfahrt auf die zweite Schikane hatte der McLaren-Pilot den Ferrari von Felipe Massa etwas zu stark touchiert. Massas Auto blieb bei der Kollision unbeschädigt. Der Brasilianer machte mit Rang drei die Ferrari-Party beim GP Italien perfekt.

Hamilton ohne Punkte in Monza

"Ich habe ihn gar nicht richtig gesehen", berichtet der Mann aus Sao Paulo über die Kollision mit Hamilton. "Plötzlich gab es einen kleinen Schlag, aber ich wusste nicht, was los ist." Sein McLaren-Konkurrent nahm die Nullnummer von Monza relativ gelassen. "Das ist Rennsport. In den letzten Rennen werde ich versuchen, alles rauszuholen was geht."

Um Rang vier entwickelte sich in den letzten Runden ein spannendes Fernduell zwischen den beiden Deutschen Nico Rosberg und Sebastian Vettel. Am Ende setzte sich Vettel durch, der erst in der vorletzten Runde zu seinem Pflichtstopp an die Box abbog. Eine Runde zuvor hatte Rosberg zwei Sekunden in einem Umlauf verloren, was dem Red Bull-Piloten zum Überholmanöver reichte.

Rosberg war mit Rang fünf trotzdem zufrieden. Von Startplatz sieben konnte er immerhin zwei Plätze gutmachen: "Mir ist eine sehr gute erste und zweite Kurve gelungen. Da habe ich beide Red Bulls überholt. Am Ende hatte ich ein Problem mit dem Auto und habe mich verbremst. Da habe ich dann nochmal einen Platz verloren."

Vettel mit grandioser Aufholjagd

Für Vettel hatte es zwischenzeitlich gar nicht gut ausgesehen. In der 19. Runde wurde der Red Bull des Deutschen auf der Geraden plötzlich langsam. Vettel fiel hinter Mark Webber auf Rang acht zurück. Ein Motorschaden schien sich anzubahnen. Doch die Technik hielt plötzlich wieder und der Red Bull-Youngster wurde immer schneller. Während alle anderen nach und nach an die Box abbogen, blieb der Heppenheimer auf weichen Reifen auf der Strecke und machte Platz um Platz gut.

"Es ist gut aufgegangen", freute sich Vettel im Ziel. "Mit dem kleinen Hänger in der Mitte war es natürlich nochmal schwer. Da hab ich vier Sekunden verloren und musste mich wieder rankämpfen aber gleichzeitig die Reifen schonen. Mit dem vierten Platz haben wir es heute gerade so nochmal gerettet."

Webber klagt über Hülkenberg

Auch Webber musste sich am Ende seinem Teamkollegen geschlagen geben. Der Australier wurde hinter Rosberg Sechster und übernahm dank dem Pech von Hamilton die WM-Führung. Dabei lieferte sich der Routinier in den letzten Runden einen heißen Fight mit Williams-Rookie Nico Hülkenberg. "Hülk" konnte seinen Platz lange verteidigen, doch in der viertletzten Runde war die Gegenwehr des jungen Deutschen gebrochen.

"Ich habe gut mit Webber gekämpft. Er hat mich sehr unter Druck gesetzt", berichtet der Rheinländer über das Duell. "Klar hab ich ein paar Mal die Schikane abgekürzt, aber am Ende musste ich ihn ziehen lassen." Webber war nicht ganz zufrieden mit dem Verhalten seines deutschen Konkurrenten: "Hülkenberg ist anscheinend eine andere Strecke gefahren, als alle anderen. Aber er ist nicht dafür bestraft worden", klagte der Red Bull-Mann. "Wir haben heute schon ein paar Punkte liegen lassen, aber es hätte auch schlechter laufen können. Lewis hat ja auch nicht gepunktet."

Vier Deutsche in den Top Ten

Zuvor hatte sich Hülkenberg beim Boxenstopp an Robert Kubica vorbeinavigiert, der am Ende Achter wurde. Mit Michael Schumacher auf Platz neun landete sogar noch ein vierter Deutscher unter den ersten Zehn. Der Silberpfeil-Pilot kam, wie gewohnt, schnell aus den Startlöchern und verdrängte Rubens Barrichello schon auf den ersten Metern auf Rang zehn.

Für Adrian Sutil war das Rennen dagegen schnell vorbei. Schon auf den ersten Metern konnte der Force India-Pilot seine Punkteträume begraben. "Am Start hab ich nur Plätze verloren. Da musste ich mich nur verteidigen. Die erste Kurve hat auch nicht gut geklappt", klagte der Gräfelfinger. "Es war einfach ein verkorkstes Rennen." Am Ende rollte Sutil auf Rang 16 über die Ziellinie. Einen Platz dahinter ging Timo Glock ins Klassement ein. Der Virgin-Pilot war dabei bester Neuling im Feld.

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