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GP Italien 2012 (Ergebnis Rennen)

Hamilton holt dritten McLaren-Sieg in Folge

Lewis Hamilton - Formel 1 - GP Italien - 08. September 2012 Foto: xpb 46 Bilder

Lewis Hamilton holte in Monza den dritten Sieg für McLaren nacheinander. Sergio Perez fuhr mit Platz zwei das Rennen seines Lebens und kam vor Fernando Alonso ins Ziel. Red Bull mit Totalausfall.

09.09.2012 Bianca Leppert

Derzeit führt in der Formel 1 kein Weg an McLaren vorbei. Nach Lewis Hamiltons Sieg in Ungarn und Jenson Buttons Erfolg in Spa machte Hamilton auch in Monza wieder den Sack zu. Der Brite sicherte sich beim GP Italien den 20. Sieg seiner Karriere. Der Weltmeister von 2008 bestimmte das Rennen von Anfang bis zum Ende und fuhr an der Spitze konstant gute Rundenzeiten.

"Es ist fantastisch hier zu gewinnen. Ich freue mich so für das Team, es ist ein fantastischer Tag. Fernando ist zweifacher Weltmeister, ich freue mich auch für ihn", sagte Hamilton.

Es hätte im Ziel auch ein Doppelsieg werden können. Doch am Ende gab es im McLaren-Lager ein lachendes und ein weinendes Auge. Jenson Button, der auf einem hoffnungsvollen zweiten Platz lag, rollte in der 34. Runde auf der Gegengeraden aus. Nach ersten Berichten soll die Benzinpumpe schlapp gemacht haben.

Sensationeller Sauber

Sergio Perez lieferte mit dem zweiten Platz das Rennen seines Lebens ab. Der Mexikaner ging vom zwölften Platz auf harten Reifen ins Rennen und setzte von Anfang an auf eine Einstopp-Strategie. Damit spielte man einmal mehr die große Trumpfkarte von Sauber aus. Erst in Runde 29 stoppte Perez. Danach eilte er mit den Medium-Reifen wie mit Siebenmeilen-Stiefeln durchs Feld. Zwischenzeitlich fuhr er zwei Sekunden schneller als Hamilton. Am Ende fehlten ihm nur 4,3 Sekunden auf den Sieger. "Es war ein fantastisches Rennen", sagte Perez. "Es ist toll in Monza auf dem Podest zu stehen. Im zweiten Stint haben wir maximale Attacke gemacht. Es hat Spaß gemacht, mit allen zu kämpfen."

Für WM-Leader Fernando Alonso lief mit Rang drei alles nach Plan, seine Führung zu verteidigen. Vom zehnten Platz arbeitete sich der Ferrari-Pilot mit einem guten Start bereits auf die sechste Position vor. Während des Rennens lieferte sich Alonso einen harten Kampf mit Sebastian Vettel. Erst kamen die beiden in der Boxengasse aneinander, dann kämpften sie in der ersten Schikane und schließlich drängte Vettel den Ferrari-Pilot in Runde 26 in der Curva Grande ins Gras.

Alonso gegen Vettel

Eine Revanche für das Manöver im vergangenen Jahr? Alonso fand das gar nicht lustig und funkte an die Box: "Ok, das ist genug". Die Rennkommissare stimmten seiner Forderung nach einer Strafe zu und verdonnerten Vettel zu einer Durchfahrtstrafe. Vettel sah die Sache etwas anders und gab an die Box durch: "Ich habe ihn nicht ins Gras gedrängt. Das stimmt nicht." Nach dem Rennen sagte Vettel: "Vielleicht hätte ich mich im Vorjahr auch über Funk beschweren sollen. Aber ich kommentiere so etwas nicht und werde das in Zukunft auch nicht machen. Das ist nicht meine Art. Er hätte ganz leicht innen vorbeifahren können. Wir waren nicht schnell genug um dagegen zu halten."

Als man dachte, es könne gar nicht mehr schlechter für Vettel laufen, rollte der Red Bull in der 49. Runde auch noch aus. Wie im Training am Samstag versagte die Lichtmaschine ihren Dienst. "Wir waren leider nicht schnell genug", sagte Vettel. "Aber in solchen Situationen muss man die Punkte mitnehmen. Die wären wichtig gewesen." Kurze Zeit später musste auch Mark Webber dran glauben und seinen Red Bull abstellen. Der Australier hatte sich mit komplett abgefahrenen Reifen gedreht.

Auch Felipe Massa musste sich Alonso beugen. Bereits am Start zeigte der Brasilianer Herz und schoss an Button vorbei auf den zweiten Platz. Button ging später zwar wieder an Massa vorbei, musste dann aber wie erwähnt aufgeben. Schließlich musste Massa für Alonso Platz machen. Sein Ingenieur teilte ihm mit, er solle auf seine Reifen und auf Alonso hinter ihm achten. So wurd der Brasilianer nur Vierter.

Mercedes mit zwei Stopps

Der fünfte Rang ging an Kimi Räikkönen, der im Lotus ein konstantes und unauffälliges Rennen fuhr und sich im Vergleich zum Start um zwei Plätze verbesserte. Für Michael Schumacher und Nico Rosberg ging die Zweistopp-Strategie voll auf. Sie konnten sich im Rennen zwar nicht verbessern, holten mit den Plätzen sechs und sieben aber Punkte.

"Das ist ganz klar ein Aufwärtstrend", meinte Schumi. "Hier sind wir schon im Quali stärker aufgetreten als in Budapest und Spa. Im Rennen konnten wir unsere Plätze halten. Wenn das Rennen noch eine Runde länger gedauert hätte, wäre ich vielleicht noch einen weiter vorne gelandet. Wir haben von Beginn an auf eine Zweistopp-Strategie gesetzt. Mit dem ersten Satz Reifen fehlte etwas de Grip. Aber insgesamt war das okay."

Paul di Resta wurde im Force India Achter vor Kamui Kobayashi, der im Gegensatz zu Perez mit weichen Reifen losfahren musste. Bruno Senna komplettiert die Top Ten vor seinem Teamkollegen Pastor Maldonado, der immerhin einmal ohne Strafen durchs Rennen kam.

Dahinter folgt Daniel Ricciardo im Toro Rosso. Sein Teamkollege Jean Eric Vergne legte einen spektakulären Abflug beim Anbremsen der ersten Schikane hin. Hinterher klagte der Franzose über Rücken- und Kopfschmerzen. Jerome D’Ambrosio blieb mit dem 13. Rang im Lotus eher blass. Es folgen die beiden Caterham-Piloten Heikki Kovalainen und Vitaly Petrov. Timo Glock profitierte von den zahlreichen Ausfällen und wurde hinter Teamkollege Charles Pic 17. Der Marussia-Pilot beschädigte sich allerdings bereits beim Start den Frontflügel.

Hülkenberg fällt aus

Nico Hülkenberg war auf bestem Weg Schadensbegrenzung zu betreiben. Der Force India-Pilot war wegen einer defekten Benzinpumpe im Qualifying vom letzten Rang gestartet. Der 25-Jährige ging mit harten Reifen ins Rennen und konnte sich bereits am Start um mehrere Positionen verbessern. Doch dann musste er seinen Force India drei Runden vor Schluss in der Box abstellen.

Durch den Sieg konnte sich Hamilton auf Rang zwei der WM-Wertung nach vorne schieben. Von Alonso trennen den Briten jetzt noch 37 Punkte. Nur einen Zähler hinter Hamilton liegt nun Räikkönen auf Position drei. Vettel ist von Rang zwei auf vier zurückgefallen. Den Weltmeister trennen 39 Punkte von der Spitze.

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