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GP Italien 2012 (Qualifying)

Lewis Hamilton holt Pole-Position

Motor Racing - Formula One World Championship - Italian Grand Prix - Qualifying Day - Monza, Italy Foto: xpb.cc 59 Bilder

Lewis Hamilton sicherte sich in Monza beim GP von Italien die vierte Pole-Position der Saison vor seinem Teamkollegen Jenson Button. Felipe Massa im Ferrari Dritter. Sebastian Vettel startet auf Platz fünf.

08.09.2012 Bianca Leppert

Die Formel 1 ist im McLaren-Fieber. Derzeit führt kein Weg an den Briten vorbei. Nach den Pole-Positionen in Ungarn und Spa, sicherte sich auch in Monza ein silbernes Auto den Platz an der Sonne. Das Team dominierte bereits das zweite und dritte Training. Und auch in der Qualifikation war Lewis Hamilton mit einer Zeit von 1:24,010 Minuten der schnellste Mann auf dem Hochgeschwindigkeitskurs in Monza. Neben ihm startet Teamkollege Jenson Button aus der ersten Startreihe. Button verpasste die Bestzeit um 0,123 Sekunden.

Starke Teamleistung von McLaren

"Glückwunsch an das Team. Ich bin sehr glücklich. Sie haben einen fantastischen Job gemacht", meinte Lewis Hamilton nach dem Qualifying. "Es war ein schwieriges Wochenende. Wir haben es geschafft, am Setup zu arbeiten. Meine schnellste Runde war noch nicht einmal perfekt, aber es hat gereicht."

Felipe Massa begeisterte die Tifosi mit dem dritten Platz. Damit war der Ferrari-Pilot war zum ersten Mal in dieser Saison schneller als Teamkollege Fernando Alonso. Der Spanier hatte Massa in Q1 und Q2 im Griff, scheiterte aber beim entscheidenden Versuch in Q3. Nach Angaben von Ferrari wurde der WM-Spitzenreiter von der Technik ausgebremst. Ein mechanisches Problem im hinteren Teil des Autos konnte nicht mehr rechtzeitig behoben werden.

Hinter Massa legte Paul di Resta eine sensationelle Vorstellung auf das Parkett. Der Schotte beendete das Qualifying im Force India als Vierter. Wegen eines außerplanmäßigen Getriebewechsels muss er allerdings fünf Plätze weiter hinten von Rang neun starten. Den vierten Startplatz erbt damit Michael Schumacher im Mercedes, der sich von den technischen Problemen im Freien Training nicht beirren ließ.

Schumacher zufrieden

"Mit diesem Ergebnis darf man zufrieden sein", lautete das Urteil von Schumacher. "Dann bekommen wir noch einen Platz von di Resta geschenkt. Damit stehen wir auch auf der besseren Seite. Das sind gute Nachrichten. Nach den Problemen im Freien Training mussten wir heute erst einmal herausfinden, wo das Limit ist. Im Rennen wäre ein Podium schön, speziell hier in Monza, wo es immer etwas Besonderes ist. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, aber man wird ja mal träumen können."

Die Plätze vier, fünf und sechs stehen ganz im Zeichen der Deutschen. Sebastian Vettel betrieb mit dem sechstbesten Zeit - dank di Resta Startplatz fünf - nach den Problemen in den Trainings-Sitzungen und einer defekten Lichtmaschine am Vormittag Schadensbegrenzung. Nico Rosberg reihte sich dahinter auf dem sechsten Platz ein.

"Das Ergebnis war mehr oder weniger das Maximum", erklärte Vettel. "Ich habe mir in der schnellen Runde Windschatten geholt, allerdings fehlte mir dadurch etwas Temperatur in den Reifen. Wir konnten uns im Vergleich zum Freien Training deutlich steigern. Im Rennen sind wir normalerweise noch stärker. Da ist also noch was drin. Ich hoffe, dass ich gleich am Start an Michael und ein paar anderen vorbeikomme."

Bei Lotus schaffte man es dageen nicht, sich im Qualifying wesentlich zu verbessern. Kimi Räikkönen geht vom siebten Rang ins Rennen. Er ließ Kamui Kobayashi im Sauber hinter sich, der das Rennen vom achten Platz aufnehmen wird. Dahinter folgt der zurückversetzte di Resta und schließlich Alonso auf Platz zehn.

Webber nicht überrascht

Mark Webber war der erste prominente Pilot, der die Top Ten verpasste. Der Australier schrammte um 0,067 Sekunden am Einzug in Q3 vorbei. Der elfte Startplatz passt zu dem eher schwierigen Start von Red Bull in das Monza-Wochenende.  "Das ist keine große Überraschung. Wir hatten das ungefähr erwartet", sagte Webber. "Wir haben noch Arbeit vor uns."

Sergio Perez geht vom zwölften Platz ins Rennen. Das dürfte für den Mexikaner aber eher ein schwacher Trost sein. In den Trainings sah Sauber deutlich stärker aus. Auf Perez folgen Bruno Senna und Daniel Ricciardo auf den Startplätzen 13 und 14. Lotus-Pilot Jerome D’Ambrosio konnte bei seinem Vertretungsjob für den gesperrten Romain Grosjean noch keine Bäume ausreißen. Er schied ebenfalls in Q2 aus und geht vom 15. Platz vor Jean Eric Vergne im Toro Rosso ins Rennen.

Hülkenberg mit technischem Problem

Im ersten Qualifying-Abschnitt traf Nico Hülkenberg das große Technik-Pech. Der Force India-Pilot rollte schon in der ersten schnellen Runde auf der Strecke aus. Über Funk meldete er dem Team, er könne seine Gänge nicht mehr einlegen. Möglicherweise auch ein Getriebedefekt wie bei Paul di Resta? Teammanager Otmar Szafenauer sagte noch vor dem Training, bei Hülkenberg mache man sich keine Sorgen um das Getriebe. Nun muss Hülkenberg vom letzten Platz ins Rennen gehen.

Glock bekommt Hilfe von Rosberg

"Wir wissen noch nicht, was passiert ist", sagte Hülk. "Beim Anbremsen auf die ersten Kurve, hatte ich plötzlich keine Motorleistung mehr. Die Gänge gingen auch nicht mehr rein. Nichts hat mehr funktioniert. Ich konnte das Auto nur noch abstellen."

Timo Glock hatte etwas mehr Glück, kam problemlos durch Q1 und startet am Sonntag vom 19. Platz hinter dem Caterham-Duo und vor Teamkollege Charles Pic. "In meinem ersten Run war das Auto sehr gut. Außerdem hat mir Nico Rosberg Schützenhilfe gegeben. Das hat also sehr gut gepasst. Im zweiten Run wollte mir dann keiner mehr Windschatten geben. Außerdem waren die Hinterreifen nicht so gut. Da hatte ich weniger Grip auf der Hinterachse. Insgesamt bin ich aber zufrieden mit dem Ergebnis. Nur zwei Zehntel Rückstand auf Petrov ist in Ordnung."

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