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GP Italien 2012 (Rennanalyse)

Hätte Sergio Perez gewinnen können?

Lewis Hamilton Sergio Perez - Formel 1 - GP Italien - 09. September 2012 Foto: xpb 46 Bilder

Hätte Sauber mit Sergio Perez gewinnen können? Warum flog Jean Eric Vergne im Toro Rosso durch die Luft? Und wieso fiel Mark Webber aus? Die Antworten gibt es wie immer in unserer Rennanalyse.

09.09.2012 Bianca Leppert

Hätte Sergio Perez noch gewinnen können?

So mancher fragte sich, ob Sergio Perez auch hätte gewinnen können. Im Ziel fehlten dem Sauber-Pilot 4,356 Sekunden auf Sieger Lewis Hamilton. Perez sammelte sogar fünf Führungsrunden. Diese waren aber durch seine Strategie bedingt, auf harten Reifen zu starten und später zu stoppen. Mit weichen Reifen legte der Mexikaner erst richtig los. Zwischenzeitlich war Perez mit seinen noch etwas frischeren Medium-Reifen zwei Sekunden schneller als Hamilton unterwegs. Doch an einen Sieg glaubte man auch bei Sauber nicht.

"Hamilton hat zwischendurch Tempo rausgenommen und dann sieben Runden vor Schluss wieder aufgedreht", sagte Sauber-Teammanager Beat Zehnder. "Ich denke, wir hatten am Ende das schnellste Auto, waren aber zu weit weg." Ein früherer erster Stopp hätte laut Zehnder auch nichts gebracht, denn wären die Reifen im zweiten eher Stint eingebrochen. Auch Geschäftsführerin Monisha Kaltenborn will nicht über einen möglichen Sieg spekulieren. "So wie es war, war es genau richtig", sagt sie.

Warum flog Jean Eric Vergne durch die Luft?

In Runde neun stockte einigen Zuschauern der Atem. Jean Eric Vergne flog mit seinem Toro Rosso wie ein Geschoss durch die Luft. Am Ende der Start- und Zielgeraden bremste er die erste Schikane außen an, hob auf den Kers ab und flog durch die Luft. Eine Erklärung für diese seltsame Flugeinlage hatte Vergne auch selbst nicht.

"Ich wurde nach dem Unfall ins Medical Center gebracht", sagt der Franzose. "Aber abgesehen von Rücken- und Kopfschmerzen geht es mir gut. Ich weiß nicht, warum ich den Unfall hatte. Ich kann mich nur daran erinnern, dass ich beim Anbremsen komplett die Kontrolle über das Heck meines Autos verloren habe. Ich habe einen harten Schlag gespürt, als das Auto nach dem Abheben wieder gelandet ist. Der Kerb ist sehr hoch an dieser Stelle und ich kann mich glücklich schätzen, dass ich mich nicht überschlagen habe."

Hat Felipe Massa seinen Teamkollegen Fernando Alonso freiwillig vorbeigelassen?

Als Fernando Alonso ab Runde 30 im Heck von Felipe Massa klebte, erinnerten sich viele an die Situation aus der Saison 2010 in Hockenheim, als Massa Alonso ziehen lassen musste. Mittlerweile ist Stallorder nicht mehr verboten. Trotzdem hatten einige Fans Mitleid mit dem Brasilianer, der auf Podiumskurs war. Über Funk gab sein Renningenieur Rob Smedley durch: "Denk daran, wie du mit deinen Reifen umgehst. Denk daran, wie du mit deinen Reifen umgehst. Fernando ist hinter dir."

Massa weiß ganz genau um seine Stellung im Team. Er ist nicht aufmüpfig, sondern fährt wenn es sein muss für Alonso. "Wir wissen alle, wie wichtig das für das Team ist", sagte Massa. "Und wir wissen alle, wo ich in der Meisterschaft liege. Ich habe für das Team gearbeitet und versucht Fernando zu helfen - so wie es sein sollte. Ich habe es immer getan und werde es immer tun, wenn es nötig ist."

Es stellt sich aber ohnehin die Frage, ob Alonso nicht so oder so an Massa vorbeigezogen wäre. Es hätte vermutlich nur etwas länger gedauert, wenn er sich gewehrt hätte. Massa kämpfte mit dem starken Abnutzen der Reifen.

Warum hat Mark Webber das Auto nach dem Dreher abgestellt?

In Runde 50 legte Mark Webber eine Pirouette aufs Parkett. Der Australier lag zu diesem Zeitpunkt auf dem zehnten Platz. Eine Runde zuvor hatte er bereits drei Plätze verloren. "Gegen Ende des Rennens waren meine Hinterreifen hinüber und ich musste hart pushen. Dann kam Nico Rosberg auf seinen frischen Reifen und ich musste dranbleiben, um noch ein paar Punkte zu bekommen. Vielleicht hätte ich nicht so viel pushen sollen. Die Hinterreifen waren komplett am Ende", meint Webber.

In der Ascari Schikane drehte er sich, schaffte es aber, nicht einzuschlagen. Allerdings waren die Reifen danach so eckig, dass er Angst hatte, das Auto zu beschädigen. "Mark hatte starke Vibrationen am Auto, deshalb haben wir beschlossen kein Risiko einzugehen und das Auto abzustellen", erklärt Teamchef Christian Horner.

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