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GP Italien 2015 (Qualifying)

Hamilton-Pole vor Ferrari

Lewis Hamilton - Mercedes. GP Italien 2015 - Monza - Samstag - 5.9.2015 Foto: xpb 39 Bilder

Lewis Hamilton hat im Qualifying zum GP Italien an seine dominanten Trainingsvorstellungen angeknüpft und sich zum 7. Mal in Folge den ersten Startplatz gesichert. Seine ersten Verfolger kommen aus dem Ferrari-Lager. Nico Rosberg startet nur aus der zweiten Reihe von Platz vier.

05.09.2015 Andreas Haupt

Drei Trainingsbestzeiten, dazu die schnellsten Runden im ersten und zweiten Quali-Abschnitt sowie die Pole-Position: Lewis Hamilton ist in Monza auf dem Weg zu einem perfekten Wochenende. Der Weltmeister und Vorjahressieger ließ am Samstag der Konkurrenz keine Chance.

Hamilton holt 11. Pole der Saison

Im dritten Qualifikationsabschnitt brannte Hamilton im ersten fliegenden Versuch eine Bestzeit von 1:23.397 Minuten in den italienischen Asphalt. Dadurch sicherte er sich die 49. Pole-Position in seiner Karriere und stellte im Quali-Duell 2015 auf 11:1 gegen Nico Rosberg. Auch mit seinem zweitschnellsten Umlauf wäre Hamilton übrigens auf der ersten Position gelandet. "Das Auto fühlt sich schon das ganze Wochenende fantastisch an", sagte Hamilton. "Die Runde war aber nicht ganz so gut wie die von Spa."

Neben dem Briten startet ausnahmsweise mal nicht Nico Rosberg, sondern Kimi Räikkönen aus der ersten Startreihe. Ferrari ließ sich im Qualifying nicht abschütteln. Auf der Highspeedstrecke von Monza büßte der Iceman nur 0,234 Sekunden ein. Und setzte sich damit knapp gegen Sebastian Vettel durch. Es war erst der dritte Quali-Erfolg für Räikkönen gegen seinen Teamkollegen in dieser Saison. "Es ist eine kleine Überraschung, dass wir so stark sind", meinte der Finne. "Es war eine sehr gute Session für uns", fügte Vettel an.

Einen Rückschlag musste Nico Rosberg einstecken. Der WM-Zweite landete nur auf dem vierten Platz. Im dritten Freien Training hatte es Probleme an Rosbergs neuem Motor gegeben, weshalb er für das Qualifying auf die Spa-Version zurückrüsten musste. Dadurch lässt sich sicher ein Teil des Rückstands auf Hamilton erklären. Auf 2 Zehntel bezifferte Niki Lauda den Nachteil. "Der alte Motor hat schon 5 Rennen auf dem Buckel. Das merkt man schon, dass der weniger Leistung hat. Das ist Pech, dass ich gerade auf dieser Strecke den ältesten Motor fahren muss. Platz 4 ist enttäuschend, aber ich versuche die Ferrari morgen natürlich noch irgendwie zu knacken", sagte Rosberg.

Die dritte Reihe teilen sich die beiden Williams-Piloten. Felipe Massa schlug dabei Valtteri Bottas. Dahinter gehen Sergio Perez, Romain Grosjean und Nico Hülkenberg ins morgige Rennen. Force India unterlief im dritten Abschnitt ein Malheur. Hülkenberg rollte nach seinem ersten Versuch aus, schaffte es aber knapp in die Boxengasse. "Wir haben einfach zu wenig getankt, deshalb bin ich auf der Inlap ausgerollt. Dann bin ich noch im Gang stecken geblieben. Dadurch konnte ich meinen zweiten Run im Q3 mit frischen Reifen nicht absolvieren. Das ist ärgerlich. Das darf eigentlich nicht passieren", klagte der Rheinländer. Eigentlich würde Marcus Ericsson direkt hinter Hülk starten. Doch der Schwede blockierte den langen Rheinländer in Q1 und wurde von den Stewards um drei Ränge zurückgesetzt.

Strafen für Red Bull und Toro Rosso

Erster Profiteur: Pastor Maldonado, der im Quali knapp an den Top 10 vorbeischrammte. Nach den Eindrücken und Ergebnissen aus den vorherigen Trainingseinheiten darf das Scheitern des Venezolaners durchaus als kleine Überraschung bezeichnet werden. Für den Sprung in Q3 fehlten Maldonado nur 15 Tausendstel.

Hinter dem Lotus-Piloten reihte sich Felipe Nasr im Sauber ein. Der brasilianischer Sauber-Pilot musste damit seine sechste Trainingsniederlage gegenüber Ericsson einstecken. Hinter ihm landete Carlos Sainz als erster Fahrer mit einem Renault-V6 im Heck auf dem 13. Rang. Weil der Spanier in Monza aber mehrere Bausteine der Power Unit wechselt, geht es für ihn um 35 Plätze zurück.

Daniel Kvyat, der die 14. schnellste Zeit in Q2 drehte, wird ebenfalls zurückversetzt (+30). Red Bull wendet in Monza denselben Trick wie McLaren in Spa an. Heißt: Es wurden je zwei frische Antriebseinheiten verbaut, um das Motorenkontingent aufzustocken. Bei Daniel Ricciardo, der im Strafenroulette den letzten Startplatz gezogen hat (+50), ging der Trick wegen eines Motorschadens in der Früh schief. Mit dem Freitagsmotor schaffte er im zweiten Teil die 15. schnellste Rundenzeit. Bei Red Bull und Toro Rosso wurde in den Trainings aufgrund der Strafen bereits alles aufs Rennen ausgerichtet und mit vollen Tanks gefahren.

Verstappen fliegt Motorabdeckung weg

Erwartungsgemäß scheiterten die beiden McLaren-Honda an der ersten Qualifying-Hürde. Es war bereits das sechste Mal in dieser Saison. Jenson Button verbuchte als 16. immerhin den fünften Quali-Erfolg gegen Fernando Alonso. Der Spanier wurde dem Funkverkehr zwischen ihm und seinem Ingenieur zufolge etwas durch Verkehr auf der Strecke behindert.

Sowohl Button als auch Alonso haben für das Wochenende den neunten V6-Turbo verbaut. Das bedeutet in der Startaufstellung eine Strafe von zehn Plätzen für Alonso. Button muss nur fünf Ränge zurück, weil er vor dem Motor bereits andere Komponenten der Power Unit zum neunten Mal eingesetzt hatte.

Langsamer als die beiden Weltmeister waren im Qualifying nur die Manor-Fahrer. In der Reihenfolge Will Stevens vor Roberto Merhi. Ohne Zeit blieb Max Verstappen. Der Niederländer rollte erst wenige Sekunden vor dem Ende von Q1 aus der Box. Auf dem Weg in die dritte Kurve riss es am Toro Rosso die komplette Motorabdeckung weg. Die Carbonteile flogen spektakulär durch die Luft. Die Mechaniker hatten die Haube wohl nicht korrekt verschraubt. Glücklicherweise befand sich zu diesem Zeitpunkt niemand hinter Verstappen.

Toro Rosso wechselte für Monza im Auto des 17-Jährigen den Motor, Turbolader und die MGU-K. Macht plus 20 Startplätze. Weil die technischen Kommissare nach dem Qualifying noch einen Bruch des Motorsiegels feststellten, hagelte es eine weitere Strafe. Die FIA zählt den siebten von nun an als achten Motor. Zu allem Überfluss muss Verstappen innerhalb der ersten drei Runden eine Durchfahrtsstrafe antreten, weil seine Mechaniker bei der Befestigung der Motorhaube schlamperten.

FahrerTeamQ1Q2Q3
1. Lewis HamiltonMercedes1:24.2511:23.3831:23.397
2. Kimi RäikkönenFerrari1:24.6621:23.7571:23.631
3. Sebastian VettelFerrari1:24.9891:23.5771:23.685
4. Nico RosbergMercedes1:24.6091:23.8641:23.703
5. Felipe MassaWilliams1:25.1841:23.9831:23.940
6. Valtteri BottasWilliams1:24.9791:24.3131:24.127
7. Sergio PerezForce India1:24.8011:24.3791:24.626
8. Romain GrosjeanLotus1:25.1441:24.4481:25.054
9. Nico HülkenbergForce India1:24.9371:24.5101:25.317
10. Marcus Ericsson*Sauber1:25.1221:24.4571:26.214
11. Pastor MaldonadoLotus1:25.4291:24.525
12. Felipe NasrSauber1:25.1211:24.898
13. Carlos Sainz*****Toro Rosso1:25.4101:25.618
14. Daniil Kvyat****Red Bull1:25.7421:25.796
15. Daniel Ricciardo******Red Bull1:25.633ohne Zeit
16. Jenson Button**McLaren-Honda1:26.058
17. Fernando Alonso***McLaren-Honda1:26.154
18. Will StevensManor F11:27.731
19. Roberto MerhiManor F11:27.912
20. Max Verstappen****Toro Rossoohne Zeit
* 3 Plätze Strafe
** 5 Plätze Strafe
*** 10 Plätze Strafe
**** 30 Plätze Strafe
***** 35 Plätze Strafe
****** 50 Plätze Strafe
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