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GP Italien 2015 (Rennen)

Hamilton behält Monza-Sieg

GP Italien 2015 - Monza - Startrunde - Sonntag - 6.9.2015 Foto: xpb 54 Bilder

Der souveräne Italien-Sieg von Lewis Hamilton stand bis 17:48 Uhr auf der Kippe, weil die FIA knapp fünf Minuten vor dem Rennstart einen zu geringen Druck im hinteren linkeen Reifen feststellte. Doch schlussendlich akzeptierte die FIA die Mercedes-Erklärungen. Das Ergebnis bleibt damit unverändert: Hamilton vor Sebastian Vettel und Felipe Massa.

06.09.2015 Andreas Haupt

Es war das perfekte Wochenende für Lewis Hamilton. Der Brite holte sich alle Bestzeiten im Training sowie Qualifying und münzte seine starke Form am Sonntag (6.9.2015) in den Sieg um. Allerdings stand dieser gut zweieinhalb Stunden unter Vorbehalt. Nach dem GP läutete die FIA eine Untersuchung ein. Die Regelhüter hatten knapp fünf Minuten vor dem Start die Reifen an Hamiltons Auto kontrolliert und festgestellt, dass der Druck hinten links um 0,3 PSI zu niedrig gewesen. Vorgeschrieben war von Pirelli nach dem Reifenchaos in Spa ein minimaler Druck von 19,5 PSI in den hinteren Gummis.

Um 17:48 Uhr folgte die Entwarnung. Die FIA akzeptierte die Erklärungen des Siegerteams. Mercedes konnte nachweisen, dass man sich an die vorgeschriebenen Prozeduren gehalten habe und die Reifen auf dem vorgeschriebenen Druck-Niveau waren, als die Mechaniker sie ans Auto montierten. Als die FIA-Techniker die Drücke kontollierten, waren die schwarzen Walzen zwar noch in den Heizdecken, aber nicht mehr an den Stromgenerator angeschlossen. Dadurch senkte sich automatisch die Temperatur, was wiederrum zu dem niedrigeren Druck führte.

Hamilton durfte seinen Erfolg. "Dieses Wochenende war einfach perfekt. Die Balance im Auto war super und ich habe alles kontrolliert. Vor diesen Fans auf dem ganz oben auf dem Podium zu stehen, erfüllt mich mit großem stolz."

Hamilton mit großem Vorsprung

Am Start behauptete Hamilton seine erste Position. In der Folge gab der Titelverteidiger seine Führung nicht mehr ab – auch nicht bei seinem einzigen Boxenstopp in der 26. Runde. Im Ziel betrug sein Vorsprung auf seinen ersten Verfolger 25,0 Sekunden.

Dieser heißt Sebastian Vettel. Der Heppenheimer machte auf dem Weg in die erste Kurve einen Rang gut und ordnete sich hinter Hamilton ein. In der Folge konnte der Heppenheimer das angeschlagene Tempo aber nicht mitgehen. Vor allem gegen Ende des ersten Stints auf den weichen Reifen büßte der viermalige F1-Champion über eine Sekunde pro Runde auf Hamilton ein.

Doch nach hinten hatte Vettel alles im Griff und kontrollierte den Angriff von Verfolger Nico Rosberg. Vor dem Rennen war es in der Mercedes-Box noch hektisch zugegangen, weil die Mechaniker ein Hydraulikleck am Auto mit der Startnummer 6 feststellten. Doch sie konnten die undichte Stelle rechtzeitig vor dem Start wieder abdichten. Dieser misslang Rosberg jedoch und er fiel von der vierten auf die sechste Position hinter die Williams zurück. Im ersten Stint kämpfte der Wahlmonegasse zudem mit heißen Bremsen, wie dem Teamfunk zu entnehmen war.

Rosberg erlebt Debakel

Die weiß-blauen Renner konnte Rosberg, der im Gegensatz zu Hamilton mit der Motorenspezifikation von Spa unterwegs war, weil im dritten Training am neuen Motor der Wärmetauscher kaputt gegangen war, erst mit einem vorgezogenen Boxenstopp packen. Doch kurz vor Schluss ließ ihn die Technik dann erneut im Stich. Spektakulär ging in seinem Mercedes der Motor hoch. Damit verlor Rosberg im WM-Kampf 25 Punkte und liegt nach 12 Rennen 53 Zähler hinter seinem Teamkollegen. "Das ist natürlich sehr enttäuschend. Es ist alles nach hinten losgegangen. Ich hatte im Rennen gerade die Freigabe bekommen, dass ich Sebastian attackieren kann. Doch dann ging der Motor hoch. Er hatte wahrscheinlich einfach zu viele Kilometer drauf", erklärte Rosberg.

Williams ging einmal mehr bei der Strategie zu konservativ heran. Nur mit Glück und durch Rosbergs Ausfall wiederholte Felipe Massa seinen Podestplatz aus dem Vorjahr. Um diesen musste er bis zum Schluss hart gegen Teamkollege Valtteri Bottas kämpfen, dessen Angriffsversuche aber ins Leere liefen.

Auf einem enttäuschenden fünften Platz rollte Kimi Räikkönen ins Ziel. Der Finne verbockte den Start aus der ersten Reihe und kam erst mit zwei bis drei sekündiger Verspätung aus den Blöcken. Die Gegner brausten links und rechts vorbei und es ging für den Ferrari-Piloten bis ans Ende des Feldes zurück. Danach pflügte er aber unter dem Jubel der Tifosi durchs Feld. Kurz vor Schluss schnappte er sich noch Sergio Perez.

Starkes Ergebnis für Force India

Der Mexikaner krönte mit der sechsten Position ein starkes Wochenende. Teamkollege Nico Hülkenberg wurde dahinter Siebter. Der lange Rheinländer hatte im letzten Drittel mit Gripverlust im Heck zu kämpfen. Insgesamt spülten die beiden Piloten 14 Punkte aufs Force India-Konto, weshalb der indisch-englische Rennstall den fünften Platz in der Konstrukteurs-WM von Lotus zurückeroberte. Pastor Maldonado und Romain Grosjean erlebten einen schwarzen Sonntag und mussten bereits nach einer Runde aufgeben, weil sie sich im Startgetümmel die Autos beschädigt hatten.

Daniel Ricciardo raste vom 19. Startplatz auf die achte Position. Red Bull-Teamkollege Kvyat startete von ganz hinten und wurde 10. Marcus Ericsson schob sich dazwischen und ging als Neunter über den Strich.

FahrerTeamZeit/Rückstand
1. Lewis HamiltonMercedes1:18.00,688 Std.
2. Sebastian VettelFerrari+ 0:25.042 Min.
3. Felipe MassaWilliams+ 0.47.635
4. Valtteri BottasWilliams+ 0.47.996
5. Kimi RäikkönenFerrari+ 1:08.860
6. Sergio PerezForce India+ 1:12.783
7. Nico HülkenbergForce India+ 1 Runde
8. Daniel RicciardoRed Bull+ 1 Runde
9. Marcus EricssonSauber+ 1 Runde
10. Daniil KvyatRed Bull+ 1 Runde
11. Carlos SainzToro Rosso+ 1 Runde
12. Max VerstappenToro Rosso+ 1 Runde
13. Felipe NasrSauber+ 1 Runde
14. Jenson ButtonMcLaren-Honda+ 1 Runde
15. Will StevensManor F1+ 2 Runden
16. Roberto MerhiManor F1+ 2 Runden
17. Nico RosbergMercedesAusfall
18. Fernando AlonsoMcLaren-HondaAusfall
19. Romain GrosjeanLotusAusfall
20. Pastor MaldonadoLotusAusfall
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