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GP Italien 2016 (Ergebnis Rennen)

Rosberg gewinnt erstmals in Monza

Start - GP Italien 2016 Foto: sutton-images.com 67 Bilder

Nico Rosberg hat den Grand Prix von Italien gewonnen und den Rückstand auf WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton auf nur noch 2 Punkte reduziert. Die Entscheidung im Mercedes-Duell fiel schon am Start. Sebastian Vettel im Ferrari wurde Dritter.

04.09.2016 Tobias Grüner 2 Kommentare

Lewis Hamilton war 2 Tage lang in Monza der dominierende Mann. Doch kaum gingen die Lichter der Startampel aus, geriet der sicher geglaubte Sieg außer Reichweite. Der Brite kam nicht richtig von der Linie weg und fiel vor der ersten Kurve bis auf Platz 6 zurück. Ab da war für Hamilton nur noch Schadensbegrenzung drin.

Die gelang wenigstens ordentlich. Noch vor den ersten Boxenstopps schnappte sich der Weltmeister zunächst den Red Bull von Daniel Ricciardo (Runde 2), dann den Williams von Valtteri Bottas (Runde 10). Die beiden Ferrari ließ er dank einer besseren Strategie hinter sich. Die Einstopp-Taktik mit den härteren Softs am Start und Mediums im zweiten Stint ging für Mercedes voll auf.

Rosberg entscheidet Rennen am Start

Bei der Aufholjagd hatte Hamilton im Verkehr aber so viel Zeit verloren, dass Nico Rosberg an der Spitze ungefährdet zu seinem siebten Saisonsieg cruisen konnte. Selbst eine kleinere Verzögerung beim Boxenstopp konnte sich der Deutsche leisten. Im Ziel betrug der Abstand zwischen den beiden Mercedes satte 15 Sekunden. Es war Rosbergs erster Erfolg in Monza. Damit verkürzte er den Rückstand in der WM-Wertung auf nur noch 2 Zähler.

„Das ist ein unglaubliches Gefühl, hier erstmals in Monza zu gewinnen“, strahlte der Sieger auf dem Podium. „Ich habe viele italienische Freunde. Deshalb war es etwas ganz Besonderes. Heute war es natürlich entscheidend, den Start zu gewinnen. Der hat es ausgemacht. Ich habe da hart daran gearbeitet und in den letzten Wochen Fortschritte gemacht. Mit Lewis sind es immer tolle Duelle. Ich bin sicher, dass da diese Saison noch einige kommen werden.“

Hamilton war mit Rang 2 verständlicherweise nur mäßig begeistert. „Der Start war natürlich nicht so doll. Ich habe aber die Prozedur wie immer durchgezogen. Ich weiß nicht, was da passiert ist. Danach war nicht mehr drin als Platz 2. Es ist natürlich toll für die Fans, dass sie jetzt ein spannendes WM-Duell erleben. Ich finde es aber ein wenig schade, dass sie heute nicht mehr Zweikämpfe auf der Strecke gesehen haben.“

Ferrari bekommt eins auf die Mütze

Auf den gut gefüllten Tribünen konnten die Tifosi nur zu Beginn kurz jubeln, als Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen an Hamilton vorbeischossen und hinter Rosberg die Plätze 2 und 3 einnahmen. Doch mit den Supersofts am Start waren die roten Autos zu jeder Zeit chancenlos. Beide mussten zweimal die Boxen ansteuern und konnten auch in Sachen Rennpace nicht mit dem Mercedes mithalten. So landete mit Vettel am Ende nur ein Ferrari-Pilot auf dem Podium.

„Wir arbeiten hart daran, dass wir irgendwann wieder ganz oben stehen“, versprach Vettel den Tifosi, die zu Tausenden die Zielgerade gestürmt hatten. „Ich kann keinen Zeitpunkt nennen, aber irgendwann wird es soweit sein. Bitte habt Geduld und glaubt an uns!“ Nach dem Rennen gestand der Heppenheimer die Niederlage fair ein. „Platz 3 war das Maximum. Wir haben ordentlich eins auf die Mütze bekommen. Ich hatte den besten Start da vorne, konnte aber die Führung leider nicht ganz übernehmen. Danach hat uns leider der Speed gefehlt.“

Ricciardo setzt sich gegen Bottas durch

Der Kampf um Rang 5 wurde im Duell Bottas gegen Ricciardo ausgefochten. Williams versuchte es mit einer aggressiven Strategie, mit einem frühen zweiten Stopp und Soft-Reifen im letzten Stint. Red Bull schickte seinen Mann nach einem späten zweiten Stopp mit Supersofts wieder auf die Strecke. 5 Runden vor dem Ziel setzte Ricciardo zum entscheidenden Manöver vor der Schikane an und ging vorbei an Bottas.

Dahinter landete Max Verstappen im zweiten Red Bull auf Rang 7. Der Holländer hatte schon in der ersten Runde viele Plätze verloren, konnte sich aber immerhin noch auf seine alte Startposition zurückkämpfen. Kurz vor dem Ende schnappte er sich Force India-Pilot Sergio Perez, der Achter wurde. Felipe Massa im zweiten Williams rollte auf Platz 9 über die Linie. Nico Hülkenberg sammelte auf Position 10 den letzten WM-Punkt.

Ausfall für Wehrlein

Für Pascal Wehrlein wurde es nichts mit den angestrebten Zählern. Auf Platz 14 liegend rollte der Youngster mit seinem Manor in Runde 27 aus. „Mein Team hat mir nur gesagt, dass ich sofort abstellen soll. Aber ich weiß noch nicht, was los war“, zuckte der Pilot anschließend mit den Schultern. „Es lief eigentlich alles nach Plan. Für mich hat sich alles okay angefühlt. Daher hab ich auch extra nochmal nachgefragt. Aber wahrscheinlich haben sie irgendwas in den Daten gesehen. Wir waren in einer guten Position im Kampf mit Haas und McLaren, aber das kann man jetzt nicht ändern.

FahrerTeamZeit / Rückstand
1. Nico RosbergMercedes1:17.28.089 Std.
2. Lewis HamiltonMercedes+ 0:15.070 Min.
3. Sebastian VettelFerrari+ 0:20.990
4. Kimi RäikkönenFerrari+ 0:27.561
5. Daniel RicciardoRed Bull+ 0:45.295
6. Valtteri BottasWilliams+ 0:51.015
7. Max VerstappenRed Bull+ 0:54.236
8. Sergio PerezForce India+ 1:04.954
9. Felipe MassaWilliams+ 1:05.617
10. Nico HülkenbergForce India+ 1:18.656
11. Romain GrosjeanHaas+ 1 Runde
12. Jenson ButtonMcLaren+ 1 Runde
13. Esteban GutierrezHaas+ 1 Runde
14. Fernando AlonsoMcLaren+ 1 Runde
15. Carlos Sainz Jr.Toro Rosso+ 1 Runde
16. Marcus EricssonSauber+ 1 Runde
17. Kevin MagnussenRenault+ 1 Runde
18. Esteban OconManor+ 2 Runden
19. Daniil KvyatToro RossoAusfall
20. Pascal WehrleinManorAusfall
21. Jolyon PalmerRenaultAusfall
22. Felipe NasrSauberAusfall
Neuester Kommentar

So überlegen, und doch 2 1/2 Runden Rückstand gegenüber 10+ Jahre alten Autos.

Proesterchen 4. September 2016, 18:24 Uhr
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