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GP Italien

Alonso mit Start-Zielsieg

Foto: dpa 63 Bilder

Mit einer dominanten Vorstellung beim Rennen in Monza (9.9.) konnte Fernando Alonso den Rückstand in der WM auf seinen Teamkollegen Lewis Hamilton auf drei Punkte verkürzen. Hinter dem Silberpfeil-Duo wurde Kimi Räikkönen im Ferrari Dritter.

09.09.2007

Alonso war zu jeder Zeit der schnellste Mann im Feld und hatte seinen jüngeren Teamkollegen immer im Griff. Überlegen und ungefährdet konnte der Spanier seinen vierten Saisonsieg einfahren. „Ein perfektes Wochenende“, strahlte Alonso nach dem Rennen. Hamilton musste dagegen noch um seinen zweiten Platz kämpfen, als er nach seinem zweiten Stopp in der 40. Runde plötzlich hinter Räikkönen wieder auf die Strecke zurückkam. Mit einem Weltklasse-Manöver könnte der Engländer den Ferrari allerdings zwei Runden später vor der ersten Schikane wieder ausbremsen.

Tränen bei Dennis

Der McLaren-Doppelsieg überwältigte Teamchef Ron Dennis derart, dass beim Engländer nach der Zieldurchfahrt die Tränen flossen. Dem sportlichen Erfolg auf der Rennstrecke stehen immer noch die ernsten Anschuldigungen in der Spionage-Affäre gegenüber. „Es war schwer, konzentriert zu bleiben. Wir haben gezeigt, dass wir ein Team sind“, so der überwältigte Teamchef.

Kimi Räikkönen konnte mit seinem dritten Platz die Ferrari-Schmach beim Heimrennen einigermaßen in Grenzen halten. Der Finne überraschte mit einer Ein-Stopp-Strategie und konnte damit beinahe das McLaren-Duo sprengen. Trotzdem zeigte sich der „Iceman“ nach dem Rennen enttäuscht: „Wir waren nicht da, wo wir sein wollten“. Nach seinem Trainings-Unfall vom Samstag musste der Finne im Rennen mit Nackenschmerzen kämpfen.

Massa verabschiedet sich aus Titelrennen

Für den zweiten Ferrari-Piloten ist der Kampf um den WM-Titel dagegen so gut wie beendet: Zum Entsetzen der Tifosi musste Felipe Massa bereits in der elften Runde wegen mechanischen Problemen an den hinteren Dämpfern vorwärts in die Scuderia-Box einbiegen. Durch den Ausfall liegt der Brasilianer nun aussichtslos mit 23 Punkten hinter der Spitze zurück.

Ein erwartet starkes Rennen konnten die BMW-Sauber abliefern. Nick Heidfeld musste sich zwar direkt nach dem Start Kimi Räikkönen geschlagen geben, fuhr anschließend allerdings ungefährdet auf Rang vier durchs Ziel. Etwas spannender lief das Rennen dagegen für Robert Kubica. Die BMW-Crew machte beim ersten Stopp einen Fehler mit dem Wagenheber, bei dem der Pole wertvolle Zeit verlor. Nach dem zweiten Stopp kam Kubica hinter Nico Rosberg auf die Strecke, konnte dank des überlegenen Autos allerdings schnell wieder vorbeiziehen.

Erneut Punkte für Rosberg

Für Rosberg ist allerdings auch der sechste Platz ein großer Erfolg. Im dritten Rennen in Folge gab es Punkte für den Wiesbadener, der mit seinem Williams-Toyota Heikki Kovalainen deutlich hinter sich lassen konnte. Probleme gab es für Rosberg nur nach einer Safetycar-Phase zu Beginn des Rennens, als er plötzlich hinter Jenson Button lag. Doch nach einigen gescheiterten Anläufen konnte er den Honda-Piloten knacken. Button konnte seinerseits mit Rang acht nach fünf punktlosen Rennen endlich wieder einen Zähler für Honda holen.

Für Ralf Schumacher war nach dem verkorksten Qualifying im Rennen nicht viel zu holen. Am Ende landete er abgeschlagen auf Platz 15 weit hinter seinem Teamkollegen Jarno Trulli, der auf Rang elf ins Ziel kam. Auch für Sebastian Vettel lief das Rennen nicht nach Plan: Der Heppenheimer verlor schon zu Beginn seinen guten 16. Platz, als er sich im Startgetümmel die Nase abfuhr. Im Ziel konnte er auf Rang 18 nur die beiden Spyker hinter sich lassen. Adrian Sutil war im niederländischen Team wieder schneller als sein Teamkollege Sakon Yamamoto.

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