Nach der Bestzeit im Regentraining von Monaco im vergangenen Jahr stand Sutil nun bereits das zweite Mal im Zeitenklassement ganz vorne. Allerdings konnte der Gräfelfinger seine schnellste Runde im Königlichen Park zu Monza gleich zu Beginn der Trainingseinheit erzielen, als die Strecke noch trockene Flecken aufwies. In der Folge nahm der Regen allerdings immer weiter zu und sorgte am Ende sogar für einen vorzeitigen Abbruch der Session.
Kampf gegen Naturgewalten
So finden sich mit Rubens Barrichello und Giancarlo Fisichella noch zwei weitere Fahrer im bedeutungslosen Zeitenklassement ganz vorne, die sich normalerweise im hinteren Teil des Feldes aufhalten. Gleich sechs Piloten, darunter auch Lewis Hamilton, Robert Kubica und Nick Heidfeld beschränkten sich bei ihrer ersten Ausfahrt auf nur eine Installationsrunde und wiesen gar keinen gezeiteten Umlauf aus.
Die aktiveren Piloten hatten derweil alle Hände voll zu tun, ihr Fahrzeug auf der Strecke zu halten. Das gelang allerdings nur zum Teil: Nakajima, Barrichello und Sutil fielen durch Dreher und Ausflüge ins Kiesbett auf. Auch die Notausgänge an den Schikanen verzeichneten überdurchschnittliche Verkehrsbelastung.
Dunkelheit in Monza
Gegen Ende verfinsterte sich der Himmel über der Piste in der Lombardei derart, dass Beobachter schon vom vorgezogenen ersten Nachteinsatz der Formel 1 sprachen. Eigentlich sollte der erste Einsatz unter Flutlicht erst beim nächsten Grand Prix in Singapur folgen.
Der monsunartige Niederschlag stellte die Teams am Ende vor außergewöhnliche Probleme: Die Wasserabläufe konnten die Wassermassen nicht mehr halten, durch die Gullis bahnten sich die Ströme ihren Weg bis in die Boxen. Mit Besen und Handtüchern bewaffnet mussten die Mechaniker am Ende versuchen, größere Wasserschäden an der Technik zu verhindern.
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