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Mercedes

Mercedes hat Außenseiterchancen

Motor Racing - Formula One World Championship - Italian Grand Prix - Qualifying Day - Monza, Italy Foto: xpb.cc 26 Bilder

Nach vier Rennen Ratlosigkeit sieht die Mercedes-Welt in Monza gleich wieder ein bisschen besser aus. Michael Schumacher startet vom vierten, Nico Rosberg vom sechsten Platz in den kürzesten Grand Prix des Jahres. Im Lager der Silberpfeile träumt man von einem Podestplatz.

08.09.2012 Michael Schmidt

So zuversichtlich ist Mercedes schon lange nicht mehr in ein Rennen gegangen. Aus den letzten vier Grand Prix hat Mercerdes nur 20 Punkte mitgenommen. Jetzt bestehen gute Chancen, dass es vielleicht 20 Punkte in einem einzigen Rennen werden. Die Silberpfeile sind in Monza bei der Musik. Im Training wie im Rennen.

Mercedes optimistisch gestimmt

Michael Schumacher stellte seinen Mercedes mit einer halben Sekunde Rückstand auf Lewis Hamilton auf den vierten Startplatz. Nico Rosberg folgt 0,3 Sekunden dahinter. "Wir können im Rennen dort ankommen, wo wir morgen losfahren. Vielleicht sogar weiter vorne", meinte Rosberg optimistisch.

Die Mercedes-Piloten fühlten sich von der ersten Trainingsrunde an wohl im Auto. Endlich gab es mal wieder die volle Trainingszeit. Die Streckencharakteristik liegt den Silberpfeilen, und der Monza-Flügel erfüllte die Vorgaben des Windkanals. Das zeigte sich auch bei den Dauerläufen. "Wir haben ein gutes Gefühl, auch in Bezug auf die Reifen", freute sich Nico Rosberg. Schumacher ergänzte: "Wir stehen im Vergleich zu den Rennen davor mit unserer Rennsimulation besser da."

Defektteufel im Training

Schumachers Leistung ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil das freie Training von technischen Defekten begleitet war. Am Freitag brach die DRS-Verstellung am Heckflügel. Mercedes ließ über Nacht neue Teile aus England einfliegen. Am Samstag funktionierte die Betätigung des Flügel-Flaps wieder klaglos.

Dafür stieg im dritten Training Kers aus. "Ein Problem, dass wir noch nie hatten, und dessen Ursache noch ungeklärt ist", verriet Ross Brawn. "Wir sind aber zuversichtlich, dass es nicht wieder auftauchen wird." Schumacher musste wegen der fehlenden Daten noch während der Qualifikation seine Abstimmung feinjustieren. Er gab aber zu: "Für die ersten drei Autos hätte es nicht gereicht."

Strategie entscheidend

Teamchef Ross Brawn prophezeit ein spannendes Rennen, auch wenn die meisten Teams mit einer Einstoppstrategie planen. "Die Reifen machen hier zwei Phasen durch. In der ersten nimmt der Grip kaum ab. Doch dann kommt der Punkt, wo der Reifen dramatisch einbrechen wird. Der Zeitpunkt, wann dieser Punkt kommt, wird entscheidend sein, ob man sich ein Einstopprennen leisten kann. Wer zu früh auf den zweiten Reifensatz wechselt, könnte am Ende große Probleme bekommen, weil er dann am Ende des Rennens zu früh in diese zweiten Phase fallen könnte."

Brawn sieht sich im Punkt Reifenmanagement diesmal gut gerüstet. Und außerdem könne man ja in Monza auch gut überholen. Obwohl der DRS-Effekt mit den kleinen Flügeln geringer ist als sonst. "Wir legen etwa zehn bis zwölf km/h zu. Das macht aber den entscheidenden Unterschied, wenn du aus dem Windschatten ausscherst."

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