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GP Italien

Pole für Kimi - Schumi auf Startplatz zwei

Foto: dpa

Ausgerechnet sein möglicher Ferrari-Nachfolger Kimi Räikkönen hat Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher die beste Startposition beim Großen Preis von Italien weggeschnappt.

09.09.2006

Auf dem 5,793 Kilometer Hochgeschwindigkeits-Kurs im "Königlichen Park" in Monza lag der 37-Jährige am Samstag (9.9.) nur zwei Tausendstelsekunden hinter dem finnischen McLaren-Mercedes-Piloten, der sich damit schon einmal den Tifosi empfahl.

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird der 26-jährige Räikkönen am Sonntag nach dem Rennen als neuer Ferrari-Pilot für das Jahr 2007 präsentiert. Zugleich will Schumacher seine Entscheidung mitteilen, ob er am Ende der Saison in den Renn- Ruhestand geht oder noch ein 17. Jahr in der Formel 1 bleibt.

Alonso nur auf Startplatz fünf

Trotz der verpassten Pole Position beim möglicherweise letzten Europa-Rennen seiner Karriere konnte der Kerpener zufrieden sein. Denn sein WM-Rivale und Titelverteidiger Fernando Alonso musste sich im Renault nur mit Platz fünf zufrieden geben. "Natürlich habe ich mir für unseren Heim-Grand-Prix gewünscht, ganz vorn zu stehen. In puncto Meisterschaft sieht die Startaufstellung aber gar nicht mal so schlecht für uns aus", sagte Schumacher, der 1:21,486 Minuten für den Kurs benötigte. "Wir hoffen, das umsetzen zu können und den kleinen Schritt noch nach vorn zu machen."

Überraschend stark war Nick Heidfeld im BMW-Sauber. In 1:21,653 Minuten erreichte der Mönchengladbacher Platz drei und damit das beste Qualifying-Ergebnis für das noch junge Team. "Wir haben das nicht erwartet. Das war meine beste Qualifikationsrunde in diesem Jahr", sagte Heidfeld. Dass er auch nach dem Rennen am Sonntag (Start: 14:00 Uhr/RTL und Premiere) auf dem Podium steht, glaubt er nicht: "Das Ergebnis im Qualifying entspricht nicht den wahren Kräfteverhältnissen."

Weniger gut lief es für Nico Rosberg im Williams und Ralf Schumacher im Toyota. Sie verpassten als 12. und 13. den letzten Durchgang der besten Zehn. Pech hatte auch der Spanier Alonso, dem im Qualifikations-Finale ein Hinterreifen platzte und für den es am Ende immerhin noch für Rang fünf hinter Istanbul-Sieger Felipe Massa im zweiten Ferrari reichte. Vor dem 14. von 18 WM-Läufen führt Alonso (108 Punkte) die Fahrerwertung mit zwölf Punkten Vorsprung vor Schumacher an. Im Konstrukteurs-Klassement liegt Ferrari nur noch zwei Zähler hinter Renault (160).

Schumi wird schlecht schlafen

Für Michael Schumacher wird das Rennen am Sonntag ein besonderes. Denn weniger der Titelkampf interessiert, als vielmehr die Entscheidung über seine Zukunft. "Nein, sicher nicht", antwortete Schumacher auf die Frage, ob er kommende Nacht ruhig schlafen könnte. Längst wird davon ausgegangen, dass das Ferrari-Heimrennen der letzte Europa-Auftritt Schumachers als Fahrer ist. "Michael hat in seinem ganzen Leben immer die richtigen Entscheidungen getroffen. Er wird das auch am Sonntag machen", meinte sein Manager Willi Weber.

Formel-1-Chef Bernie Ecclestone sieht den möglichen Verlust seines größten Zugpferdes im PS-Zirkus gelassen. "Letztlich wird sich nicht viel ändern. Sein Fehlen wird kein Drama sein", sagte der 75-Jährige. "Würde der Golfsport zumachen, wenn Tiger Woods zurücktreten würde?"

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