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GP Japan 2015 (Rennen)

Hamilton gewinnt Silber-Duell

Start - GP Japan 2015 Foto: xpb 60 Bilder

Lewis Hamilton hat beim GP Japan den achten Saisonsieg gefeiert. Der Mercedes-Pilot setzte sich schon am Start gegen Teamkollege Nico Rosberg durch, der auf der Pole Position losgefahren war. Dritter Mann auf dem Podium war Sebastian Vettel.

27.09.2015 Tobias Grüner

Die Titelverteidigung von Lewis Hamilton rückt immer näher. Mit seinem überlegenen Sieg in Suzuka konnte der Brite seinen Vorsprung in der WM-Wertung auf 48 Zähler ausbauen. Bei nur noch 5 ausstehenden Rennen muss Verfolger Nico Rosberg auf ein Wunder hoffen. Selbst wenn Hamilton immer Zweiter wird, ist ihm der 3. Titel nicht mehr zu nehmen.

Dabei war Rosbergs Ausgangslage vor dem GP Japan gar nicht so schlecht. Der Wahlmonegasse startete wie im Vorjahr von der Pole Position. Doch Hamilton erwischte einen etwas besseren Start und setzte sich vor der ersten Kurve innen neben das Schwesterauto. Rosberg versuchte sich zu verteidigen, wurde am Ausgang jedoch unsanft auf den Kunstrasen geschoben. Dadurch schlüpften auch noch Sebastian Vettel und Valtteri Bottas durch.

Rosberg betreibt erfolgreich Schadensbegrenzung

Das war die Entscheidung um den Sieg. Hamilton hatte freie Bahn und kontrollierte das Geschehen von der Spitze. Für Rosberg ging es nur noch um Schadensbegrenzung. Bottas schnappte er sich in Runde 17 mit einem aggressiven Manöver vor der Schikane. Vettel ließ Rosberg dank eines frühen zweiten Boxenstopps hinter sich. Am Ende machte der Ferrari-Pilot zwar noch einmal Druck, fand aber keinen Weg vorbei. 1,8 Sekunden trennten die beiden Deutschen.

"Natürlich bin ich sehr enttäuscht. Lewis hatte den besseren Start und hat sich nach innen gesetzt. Ich musste leider zurückstecken. Mehr als Platz 2 war nicht mehr drin", so das ernüchternde Fazit von Rosberg, der vor dem Rennen noch unter Rückenschmerzen klagte. "In der WM-Wertung geht es in die falsche Richtung. Ich hätte heute gewinnen müssen. So muss ich es beim nächsten Mal erneut versuchen."

Hamilton zieht in Suzuka mit Senna gleich

Hamilton konnte mit Sieg Nummer 41 sein altes Idol Ayrton Senna einholen. "Ich habe es früher geliebt Senna zuzuschauen. Und jetzt habe ich seine Marke egalisiert. Das ist unglaublich", freute sich der Engländer. Besonders freute er sich aber, dass Mercedes zeigen konnte, dass die Singapur-Pleite nur ein Ausrutscher war. "Ferrari war in Singapur noch sehr schnell. Wir mussten auch heute wieder eine Bestleistung abrufen." Am Ende wurde es der 8. Doppelsieg für Mercedes in dieser Saison.

Vettel hätte sich vielleicht mit einer etwas aggressiveren Strategie zwischen die Silberpfeile schieben können. "Das war eng heute mit Nico. Wir hatte eine Chance. Platz 3 war vielleicht nicht ganz das Maximum. Der zweite Platz war vielleicht drin. Deshalb hat das Rennen einen kleinen Nachgeschmack", so das wenig begeisterte Fazit. "Wir müssen aber nicht allzu unglücklich sein. Unsere Entwicklung geht in die richtige Richtung. Mercedes hat ein gutes Auto und einen guten Motor. Es ist nicht leicht sie zu schlagen."

Hinter Vettel wurde Kimi Räikkönen im Ferrari Vierter. Genau wie im deutschen Duell um Platz 2 sorgte auch im finnischen Zweikampf um Position 4 der zweite Boxenstopp für die Entscheidung. Ferrari holte den Iceman eine Runde früher an die Box. Das reichte dem Routinier. Der Williams-Konter kam zu spät.

Drei Deutsche in den Top 6

Auch Nico Hülkenberg auf Rang 6 profitierte von einer guten Strategie. Der Deutsche kam früh zum ersten Stopp und holte mit frischen Reifen die nötigen Sekunden auf der Strecke heraus, um sich an den beiden Lotus-Piloten vorbeizuschieben. Romain Grosjean und Pastor Maldonado hatten nach dem Start noch vor dem Rheinländer gelegen. Am Schluss landete das Lotus-Duo auf den Plätzen 7 und 8, wodurch Force India die Nase um WM-Platz 5 mit 77 zu 60 Punkten weiter vorne hält.

"Suzuka ist immer ein Highlight. Spaßfaktor Nummer 1 - zusammen mit Spa. Ich hatte einen sehr guten Start und eine sehr gute erste Runde. Das war entscheidend für den Erfolg", freute sich der lange Blonde. "In den letzten Rennen sind einige Punkte durch die Lappen gegangen, daher bin ich einfach nur froh, dass es heute so gut geklappt hat und das Glück auch wieder ein bisschen auf meiner Seite war."

Auch die letzten beiden Top-Ten-Plätze gingen an 2 Teamkollegen. Nach der Stallregie-Affäre von Singapur lieferten sich Max Verstappen und Carlos Sainz in Suzuka ein heißes und faires Duell. Sainz hatte beim zweiten Stopp in Runde 27 die Pylone am Boxeneingang abgeräumt und sich dabei den Frontflügel beschädigt. Ein Verbremser des Spaniers in Runde 45 sorgte dann für die entgültige Entscheidung zugunsten von Verstappen.

"Peinliche" Vorstellung von McLaren Honda

McLaren ging im Honda-Land leer aus. Besonders schmerzhaft für die Japaner waren einige Funksprüche von Fernando Alonso, der sich bei seiner hilflosen Verteidigungsschlacht über mangelnde Power beklagte: "Es fühlt sich an wie ein GP2-Motor. Das ist peinlich", schimpfte der Spanier, der am Ende immerhin noch auf Rang 11 landete. Teamkollege Jenson Button rollte auf Position 16 über den Strich.

Auch die Sauber und Red Bull reisten ohne Punkte ab. Daniel Ricciardo wurde durch eine Kollision mit Felipe Massa am Start nach hinten gespült. Beide erlitten einen Reifenschaden und hatten damit keine Chance mehr im Kampf um die Top-Ten. Ein weiteres Opfer des Startgetümmels war Sergio Perez, der mit einem Plattfuß ebenfalls einen Extra-Stopp einlegen musste.

In einem ansonsten ereignisarmen Rennen kamen am Ende fast alle Fahrer ins Ziel. Nur Felipe Nasr gab 3 Runden vor Schluss freiwillig auf, um für das nächste Rennen straffrei das Getriebe wechseln zu können. Für die spektakulärste Szene sorgte Manor-Pilot Will Stevens. Der Brite verlor in der Highspeed-Kurve 130R die Kontrolle über sein Heck, konnte das wild rutschende Auto aber gerade noch abfangen und auf die Strecke zurück bringen.

FahrerTeamZeit / Rückstand
1. Lewis HamiltonMercedes1:28.06,508 Std.
2. Nico RosbergMercedes+ 0:18.964 Min.
3. Sebastian VettelFerrari+ 0:20.850
4. Kimi RäikkönenFerrari+ 0:33.768
5. Valtteri BottasWilliams+ 0:36.746
6. Nico HülkenbergForce India+ 0:55.559
7. Romain GrosjeanLotus+ 1:12.298
8. Pastor MaldonadoLotus+ 1:13.575
9. Max VerstappenToro Rosso+ 1:35.315
10. Carlos Sainz Jr.Toro Rosso+ 1 Runde
11. Fernando AlonsoMcLaren+ 1 Runde
12. Sergio PerezForce India+ 1 Runde
13. Daniil KvyatRed Bull+ 1 Runde
14. Marcus EricssonSauber+ 1 Runde
15. Daniel RicciardoRed Bull+ 1 Runde
16. Jenson ButtonMcLaren+ 1 Runde
17. Felipe MassaWilliams+ 2 Runden
18. Alex RossiManor+ 2 Runden
19. Will StevensManor+ 3 Runden
20. Felipe NasrSauber+ 4 Runden
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