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GP Japan 2016 (Ergebnis Qualifying)

Rosberg hauchdünn vor Hamilton

Rosberg - Hamilton - Räikkönen - GP Japan - Suzuka - Qualifying Foto: xpb 57 Bilder

Nico Rosberg hat sich in einem spannenden Qualifying gegen Lewis Hamilton durchgesetzt. Beide Mercedes starten aus der ersten Reihe. Dahinter folgt Kimi Räikkönen. Sebastian Vettel wurde Vierter, wird aber um 3 Plätze nach hinten gestuft. Red Bull musste sich hinter Ferrari anstellen.

08.10.2016 Andreas Haupt 1 Kommentar

Bislang hat Nico Rosberg eine makellose Bilanz in Suzuka. Der WM-Führende schnappte sich in allen Sitzungen die Spitzenposition. So auch im Qualifying. In seiner schnellsten Runde umkurvte Rosberg die 18 Ecken der japanischen Strecke in 1:30.647 Minuten. „Ich fühle mich schon das ganze Wochenende wohl im Auto. Die Balance passt. Das hat mir erlaubt, zum Schluss noch so eine Runde hinzuknallen“, freute sich der Pole-Mann.

Hamilton fehlen 13 Tausendstel

Lewis Hamilton war nur um einen Hauch langsamer. 13 Tausendstel entschieden zu Ungunsten des Weltmeisters über die Startposition. Das entspricht rund 82 Zentimetern. Für Rosberg war es die 30. Pole in der Karriere und die achte in dieser Saison. Hamilton wird sich an das Vorjahr erinnern. Damals überholte der Brite seinen Rivalen auf dem Weg in die erste Kurve. „Ich habe vor dem Qualifying mein Auto komplett umbauen lassen. Wenn ich das berücksichtige, bin ich zufrieden mit dem geringen Abstand“, sagte der dreimalige Weltmeister.

Ferrari hielt Red Bull in Schach. Kimi Räikkönen fuhr in Suzuka die drittschnellste Zeit. Der Abstand zu Mercedes hielt sich in Grenzen. Der Iceman büßte 0,302 Sekunden ein. Sebastian Vettel war fast eine Zehntel langsamer. Allerdings wird der Heppenheimer nach seinem Startunfall mit Rosberg in Malaysia noch um 3 Ränge zurückgestuft. „So schlecht kann unser Auto nicht sein. Man hat gesagt, dass wir hier keine Chance haben. Jetzt stehen wir vor den Red Bull und sind nah dran an den Mercedes. Das wird ein enger Kampf im Rennen“, äußerte Vettel.

Die hoch eingeschätzten Red Bull waren nur die dritte Kraft im Qualifying. Max Verstappen setzte im Teamduell gegen Daniel Ricciardo den vierten Stich. Aufgrund von Vettels Strafversetzung rückt der Niederländer in die zweite Reihe vor.

Überraschend landeten beide HaasF1-Renner unter den besten zehn. Im Q3 konnte die US-Truppe sogar Force India fordern. Romain Grosjean schaffte die gleiche Zeit wie Sergio Perez. Weil er sie aber erst nach dem Mexikaner setzte, muss er sich auf Position acht hinter dem Force India aufstellen. Neunter wurde Nico Hülkenberg vor Esteban Gutierrez.

Williams scheitert in Q2

Für Williams endete das Qualifying im zweiten Abschnitt. Valtteri Bottas verfehlte Q3 um nicht einmal eine Zehntel. Die Zeit hat der Finne wohl in der Degner-Kurve eingebüßt, als er in seinem Auto etwas zu weit über den Randstein kam. Weil Bottas nur eine fliegende Runde in Q2 setzte, bezahlte er den kleinen Rutscher doppelt.

Auch Felipe Massa wurde von den Williams-Strategen nur auf einen Versuch gesetzt. Wie Bottas scheiterte der kleine Brasilianer an der Q3-Hürde. Immerhin haben beide Williams die freie Reifenwahl am Start. Ob das hilfreich ist, wird sich im Rennen zeigen.

Daniil Kvyat wird den GP Japan vom 13. Rang beginnen. Der Russe besiegte Carlos Sainz, der 14. wurde. Im dritten Training plagte das Autos des Spaniers ein Elektrikproblem, das sein Programm auf 3 Runden limitierte. In seinem letzten Versuch drehte sich Sainz in der Löffelkurve von der Strecke, nachdem er in seinem Toro Rosso mit zwei Reifen den Kunstrasen am Scheitelpunkt berührte.

Honda mit Schlappe beim Heimspiel

Für Honda hagelte es beim Heimspiel eine Schlappe. Fernando Alonso reihte sich als 15. vor Jolyon Palmer ein. Jenson Button kam im ersten Qualifying-Teil nicht über den 17. Rang hinaus. Das bedeutete das frühe Aus für den Engländer. Für den Aufstieg fehlten Button nur 32 Tausendstel. Aber für McLaren hätte es keinen Unterschied gemacht. Denn auf dem Schleudersitz saß Teamkollege Alonso.

Kevin Magnussen konnte das Ergebnis vom dritten Training nicht in die Qualifikation retten. In der Früh schnitt der Däne in seinem Renault noch unter den Top 10 ab. Zwei Stunden später war in Q1 Feierabend, weil Magnussen in der letzten Schikane patzte. Ebenso mussten die beiden Sauber-Piloten frühzeitig aussteigen. Marcus Ericsson behielt wenigstens im teaminternen Duell gegen Felipe Nasr die Oberhand. Die neuen Teile, die Sauber für Suzuka an den C35 schraubte, waren nicht genug, um sich weiter vorn zu platzieren.

Wie schon in Malaysia qualifizierte sich Esteban Ocon vor Pascal Wehrlein. Er verkürzte im Zweikampf der Manor-Fahrer auf 2:3. Allerdings dürfte Wehrlein die Niederlage verschmerzen. Der DTM-Meister von 2015 wäre so oder so aufgrund eines Getriebewechsels (plus fünf Plätze) am Ende des Feldes gestartet.

„Im letzten Run konnte ich mich einfach nicht verbessern. Momentan ist einfach der Wurm drin. Gestern Getriebeprobleme, heute früh die Bremsen. Wegen der Strafe habe ich mich im Training natürlich auf die Longruns konzentriert. Wir sind aber nicht ganz zufrieden mit der Pace des Autos“, äußerte sich Wehrlein.

FahrerTeamQ1Q2Q3
1. Nico RosbergMercedes1:31.8581:30.7141:30.647
2. Lewis HamiltonMercedes1:32.2181:31.1291:30.660
3. Kimi RäikkönenFerrari1:31.6741:31.4061:30.949
4. Sebastian Vettel*Ferrari1:31.6591:31.2271:31.028
5. Max VerstappenRed Bull1:32.4871:31.4891:31.178
6. Daniel RicciardoRed Bull1:32.5381:31.7191:31.240
7. Sergio PerezForce India1:32.6821:32.2371:31.961
8. Romain GrosjeanHaas1:32:4581:32.1761:31.961
9. Nico HülkenbergForce India1:32.4481:32.2001:31.142
10. Esteban GutierrezHaas1:32.6201:32.1551:32.547
11. Valtteri BottasWilliams1:32.3831:32.315
12. Felipe MassaWilliams1:32.5621:32.380
13. Daniil KvyatToro Rosso1:32.6451:32.623
14. Carlos SainzToro Rosso1:32.7891:32.685
15. Fernando AlonsoMcLaren-Honda1:32.8191:32.689
16. Jolyon PalmerRenault1:32.7961:32.807
17. Jenson ButtonMcLaren-Honda1:32.851
18. Kevin MagnussenRenault1:33.023
19. Marcus EricssonSauber1:33.222
20. Felipe NasrSauber1:33.332
21. Esteban OconManor1:33.353
22. Pascal Wehrlein**Manor1:33.561
* 3 Plätze Strafe
** 5 Plätze Strafe
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könnte man anhand des ergebnisses mutmaßen, dass auch die mercedes-kunden angehalten waren, weniger power im qualifying einzusetzen...?
vor allem, dass haas plötzlich so weit vorne steht im qualifying, irritiert ein wenig, auch wenn dem "schwesterteam" ferrari diese strecke auch besser zu liegen scheint.

murmeltier 8. Oktober 2016, 11:10 Uhr
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