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GP Japan 2016 (Ergebnis Rennen)

Rosberg auf dem Weg zum Titel

Start - GP Japan 2016 - Suzuka Foto: xpb 71 Bilder

Nico Rosberg hat souverän den GP Japan 2016 für sich entschieden. Nach dem Gewinn des Starts war der WM-Führende nicht mehr von seinem 9. Saisonsieg abzubringen. Max Verstappen belegte den zweiten Rang. Lewis Hamilton patzte am Start, eroberte aber noch den dritten Platz. Ferrari verzockte bei der Taktik. Mercedes gewann vorzeitig die Team-WM.

09.10.2016 Andreas Haupt 4 Kommentare

War das die Vorentscheidung im WM-Kampf? Nico Rosberg hat sein perfektes Wochenende in Suzuka mit seinem neunten Saisonsieg abgerundet. Der Mercedes-Pilot war angefangen von den Trainings in jeder Session der schnellste Mann und legte am Rennsonntag eine souveräne Vorstellung hin.

Mit seinem 23. Karriere-Sieg macht Rosberg einen Riesenschritt in Richtung seines ersten WM-Titels. Er hat vier Rennen vor Saisonende 33 Punkte Vorsprung auf Lewis Hamilton. „Das war einfach ein Superwochenende für mich“, freute sich der Sieger. Am Start verteidigte das Auto mit der Startnummer sechs souverän seine Spitzenposition. Dagegen kam Hamilton überhaupt nicht vom Fleck. Ob es am nassen Streifen auf der rechten Seite der Startaufstellung lag? Der Weltmeister klärte auf dem Podest noch nicht darüber auf. Hamilton rutschte bis auf den achten Rang zurück und war dadurch keine Gefahr mehr für Rosberg.

Hamilton kämpft sich wieder nach vorne

Nach einer Entschuldigung an seine Crew nahm er sich ein Herz und arbeitete sich wieder nach vorne. Teilweise durch eigene Überholmanöver – zum Beispiel an Nico Hülkenberg und Daniel Ricciardo – teilweise durch taktisch gut gewählte zwei Boxenstopps. Zum Schluss schloss der Titelverteidiger sogar noch auf Max Verstappen im Red Bull auf.

Es kam zum ersten Duell zwischen dem dreimaligen Weltmeister und dem Shootingstar der Formel 1. Wie schon in Spanien, als ihm Kimi Räikkönen im Kampf um den Sieg im Heck hing, ließ sich Verstappen zunächst nicht aus der Ruhe bringen. Doch zwei Runden vor Ende griff Hamilton in der Zielschikane an. Verstappen wehrte ab, indem er leicht nach links zog, nachdem Hamilton auf der Außenseite zum Überholmanöver ansetzte. Hamilton ritt geradeaus, der Niederländer blieb Zweiter. Dennoch konnte es Red Bull nicht verhindern, dass Mercedes sich wie in den letzten beiden Jahren vorzeitig den Konstukteurs-Titel sicherte. „Immerhin konnten wir gegen sie kämpfen. Ich bin glücklich über den zweiten Platz“, sagte Verstappen. „Ich habe das beste daraus gemacht, was nach dem Start noch drin war. Ich werde in der WM alles geben“, so Hamilton.

Mercedes war mit Verstappens Abwehrversuch nicht einverstanden. Über drei Stunden nach Rennende flatterte eine FIA-Mitteilung ins Pressezentrum. Mercedes legte Protest gegen Verstappen ein. Man sah einen Verstoß gegen Artikel 27.5 des Sportgesetzes. Weil Hamilton und Verstappen aber frühzeitig abreisten, und für die Stewards nicht mehr zu sprechen waren, vertagten die Sportkommissare die Entscheidung auf Austin. Daraufhin zog Mercedes seinen Protest um 19:50 Uhr Ortszeit zurück.

Sebastian Vettel hielt Im Rennen lange einen Podestrang. Doch Ferrari wählte keinen optimalen Zeitpunkt für den zweiten Reifenwechsel. Die Folge: Hamilton rutschte durch einen Undercut vorbei. Da halfen dann auch die weichen Reifen für den Schlussstint nicht mehr. Über Funk beklagte sich der Heppenheimer mehrmals darüber, dass die überrundeten Piloten nicht schnell genug zur Seite fahren würden. So war nicht mehr als der vierte Platz drin, obwohl Ferrari in Suzuka zumindest den besseren Speed hatte als Red Bull.

Force India vierte Kraft

Kimi Räikkönen belegte nach 53 Runden den fünften Platz. Der Finne hatte Pech. Um 11 Uhr Ortszeit gab die FIA bekannt, dass Ferrari am Rennwagen mit der Startnummer sieben das Getriebe tauschen muss. Die Italiener begründeten es als Vorsichtsmaßnahme, da man sich nach dem Datenstudium nicht sicher gewesen sei, ob die Schaltbox die volle Distanz überstehen würde. Der Getriebetausch kostete den Iceman den dritten Startplatz. Er nahm das Rennen daher nur von der achten Position auf. Einen kleinen Schreckmoment erlebte Räikkönen, als er in der Degner-Kurve mit allen vier Rädern über den Asphalt gleitete und sich die Gummis auf dem Kunstrasen grün einfärbte.

Hinter Räikkönen sah Daniel Ricciardo im Red Bull die Zielflagge. Die Position büßte er gegenüber dem Ferrari bei einem späteren zweiten Boxenbesuch ein. Der Sieger des GP Malaysia blieb blass. Am Start hielt er zwar seine Position, musste aber schon in der Anfangsphase Vettel sowie Hamilton ziehen lassen. In seinem Red Bull war am Wochenende ein alter Motor verbaut, durch den Ricciardo auf den Geraden Zeit einbüßte.

Force India sammelte in Suzuka wieder einmal mit beiden Autos viele Zähler. Sergio Perez setzte sich im teaminternen Duell gegen Nico Hülkenberg durch und wurde Siebter. Den Angriff von Williams, das es wie Malaysia über eine Einstopp-Strategie probierte, wehrte Force India souverän ab. Der indisch-englische Rennstall ist nach Japan auf dem besten Weg, den vierten Rang in der Team-WM einzufahren.

Kein Ausfall beim GP Japan

Immerhin hielten Felipe Massa und Valtteri Bottas den HaasF1-Rennwagen von Romain Grosjean in Schach. Somit eroberten beide Punkte. Der US-Rennstall setzte dagegen seine zählerlose Serie fort. Grosjean schaffte nur den undankbaren elften Platz. Für McLaren hagelte es nach dem schwachen Qualifying auch im Rennen eine Schlappe. Zu keinem Zeitpunkt hatten Fernando Alonso und Jenson Button Chancen auf Punkte beim Honda-Heimspiel.

Alle 22 Fahrer sahen nach etwas weniger als eineinhalb Stunden das Ziel. Das kommt in der Königsklasse nur ganz selten vor.

FahrerTeamZeit / Rückstand
1. Nico RosbergMercedes1:26:43.333
2. Max VerstappenRed Bull+ 4,9 Sek.
3. Lewis HamiltonMercedes+ 5,7
4. Sebastian VettelFerrari+ 20,2
5. Kimi RäikkönenFerrari+ 28,3
6. Daniel RicciardoRed Bull+ 33,9
7. Sergio PerezForce India+ 57,4
8. Nico HülkenbergForce India+ 59,1
9. Felipe MassaWilliams+ 97,7
10. Valtteri BottasWilliams+ 98,3
11. Romain GrosjeanHaas+ 99,2
12. Jolyon PalmerRenault1 Runde
13. Daniil KvyatToro Rosso1 Runde
14. Kevin MagnussenRenault1 Runde
15. Marcus EricssonSauber1 Runde
16. Fernando AlonsoMcLaren1 Runde
17. Carlos Sainz Jr.Toro Rosso1 Runde
18. Jenson ButtonMcLaren1 Runde
19. Felipe NasrSauber1 Runde
20. Esteban GutierrezHaas1 Runde
21. Esteban OconManor1 Runde
22. Pascal WehrleinManor1 Runde
Neuester Kommentar

Das war trotz ein paar schöner Überholmanöver ein echter Schnarch-GP, und die frühere Startzeit und das bedeckte Wetter haben obendrein die dereinst wunderbaren Suzuka-Bilder der Autos bei niedrig stehender Sonne verhindert.

Irgendwie schade.

Proesterchen 9. Oktober 2016, 16:03 Uhr
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