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GP Japan - Ergebnis Qualifying

Vettel auf Pole - Glock im Krankenhaus

Sebastian Vettel Foto: dpa 32 Bilder

Update ++ Strafen ++ Sebastian Vettel hat sich im Qualifying von Suzuka vor Jarno Trulli und Lewis Hamilton die Pole Position gesichert. Für die größte Aufregung sorgte aber ein massiver Crash von Timo Glock. Der Deutsche wird im Rennen nicht an den Start gehen.

03.10.2009 Tobias Grüner

Das frühe Aufstehen hat sich am Samstag ganz besonders gelohnt. Das Qualifying von Suzuka bot ein Action-Programm vom Feinsten und beste Unterhaltung im Frühstücksfernsehen. Am Ende stand mit Sebastian Vettel sogar noch ein deutscher Pilot auf dem ersten Platz. Nick Heidfeld sorgte auf Rang vier ebenfalls für Freude bei den deutschen Fans.

"Unser Auto war schon heute morgen richtig gut. Es hat einfach jede Menge Spaß gemacht heute", freute sich Vettel über seine Pole-Position. "Nach der guten Vorstellung von Singapur sieht es so aus, als hätten wir wieder zu unserer alten Stärke zurückgefunden."

Ergebnis noch nicht offiziell

Hinter Vettel verpasste Jarno Trulli nur um sechs Hundertstel die Pole Position. Singapur-Sieger Lewis Hamilton geht am Sonntag vom dritten Startplatz ins Renen. Direkt dahinter startet mit Nick Heidfeld ein weiterer Deutscher aus den ersten zwei Reihen.

Eigentlich lag Landsmann Adrian Sutil zunächst auf Rang vier, der Force India-Pilot erhielt allerdings wegen Missachtung der gelbene Flaggen eine Strafe von fünf Startplätzen. Sebastien Buemi hatte mit seinem Toro Rosso im Q2 die Leitplanke touchiert und seinen Frontflügel auf der Strecke verloren. Da der Schweizer sein demoliertes Auto nicht direkt abgestellt hatte, wurde auch er mit fünf Startplätzen und einer Verwarnung belegt.

Das war allerdings erst der Anfang der Strafenorgie: Auch für das Brawn-Duo Jenson Button und Rubens Barrichello ging es wegen des zu schnellen Fahrens an der Unfallstelle fünf Plätze zurück. Wo sie genau stehen, wird erst die offizielle Startaufstellung zeigen, die die FIA vier Stunden vor Rennbeginn veröffentlichen wird. Auch Fernando Alonso wurde bestraft. Seine Sektorzeit war zwar relativ langsam, allerdings zeigte eine Auswertung der Telemetriedaten, dass der Spanier erst nach der Unfallstelle vom Gas ging.

Glock mit Verletzung ins Krankenhaus

Für die größte Aufregung sorgte aber nicht das Ergebnis, die gelben Flaggen oder die Strafen sondern einige teils heftige Abflüge. Mit Timo Glock, Heikki Kovalainen, Jaime Alguersuari und Sebastien Buemi crashten gleich vier Piloten. Glock sorgte mit einem massiven Abflug in der Zielkurve für die größte Schrecksekunde bei den Fans. Im zweiten Qualifying-Abschnitt bog das Auto plötzlich nach außen in die Reifenstapel ab. "Es sah aus, als hätte er ein Problem mit der Lenkung", analysierte Vettel anhand der Fernsehbilder. Toyota erkannte in den Daten allerdings keinen technischen Defekt.

Mehr als zehn Minuten dauerte es, bis der Pilot aus seinem Wrack geborgen wurde. Per Trage ging es zunächst ins Medical Center. Mit Schmerzen im Rücken und einer tiefen Fleischwunde am Unterschenkel knapp unter dem Knie wurde Glock anschließend in das Hospital von Yokkaichi geflogen. Wie am Abend entschieden wurde, ist ein Start am Sonntag nicht möglich. Somit muss Jarno Trulli für Toyota die Kohlen alleine aus dem Feuer holen.

Dabei war bis zum Freitagabend noch nicht einmal klar, ob der Deutsche überhaupt im Qualifying antreten könnte. Der 27-Jährige hatte sich eine heftige Erkältung eingefangen und über Fieber geklagt. "Ich fühle mich noch etwas schwach und muss mich heute durchbeißen", bei seiner Rückkehr ins Fahrerlager.

Viel Schrott bei Toro Rosso

Auch die kleine Truppe von Toro Rosso sorgte für ein Spektakel. Schon nach wenigen Minuten des ersten Abschnitts rutschte Sebastien Buemi in der zweiten Degner Kurve in die Bande. Der Schweizer konnte sein Auto aus eigener Kraft aus dem Kies befreien und zur Box zurückkehren. Mit einer neuen Motorhaube ging Buemi wieder auf Zeitenjagd. Aber auch im zweiten Abschnitt leistete sich der Schweizer einen Abflug, bei dem er sich den Flügel abriss und endgültig aufgeben musste, obwohl er von der Zeit her den Einzug in das Q3 geschafft hätte.
 
Teamkollege Jaime Alguersuari sorgte ebenfalls für Arbeit bei den Mechanikern. Sein Abflug an gleicher Stelle endete mit einem harten Frontaleinschlag in die Reifenstapel. "Ich war zu schnell an dieser Stelle mit den harten Reifen. Das Problem ist die Kurve vorher, weil man da mit sehr hoher Geschwindigkeit rauskommt, wenn man dann auf das Gras kommt, fliegt man raus", erklärte der Spanier die Unfallhäufigkeit in dieser Kurve. Am Morgen war Mark Webber ebenfalls in der Degner-Passage abgeflogen und beschädigte sein Chassis dabei derart heftig, dass er nicht am Qualifying teilnehmen konnte.

Das letzte Opfer dieser Passage hieß Heikki Kovalainen. Im letzten Teil des Qualifyings parkte der Finne seinen McLaren an der gleichen Stelle wie die Toro Rosso-Kollegen. Wie bei Buemi und Akguersuari sorgte der Crash für ein Abbruch des Zeittrainings. "Das war heute nicht einfach mit den ganzen Abbrüchen und roten Flagen", erklärte Vettel. "Letzte Woche in Singapur wurden wir benachteiligt. Heute hat es für uns ganz gut geklappt."

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