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GP Japan 2012 (Qualifying)

Vettel mit vierter Suzuka-Pole in Folge

Sebastian Vettel - Red Bull - Formel 1 - GP Japan - Suzuka - 5. Oktober 2012 Foto: xpb 75 Bilder

Sebastian Vettel hat sich in Suzuka die vierte Pole Position der Saison gesichert. Der Red Bull-Pilot teilt sich den Platz in der ersten Startreihe mit Teamkollege Mark Webber. Der erste Verfolger ist überraschend Lokalmatador Kamui Kobayashi im Sauber.

06.10.2012 Tobias Grüner

Sebastian Vettel ist der Suzuka-Spezialist im aktuellen Fahrerfeld. Zum vierten Mal in Folge startet der Heppenheimer beim GP Japan von der Pole Position. Im Qualifying am Samstag (6.10.) konnte ihm nur Teamkollege Mark Webber einigermaßen folgen. Mit zweieinhalb Zehnteln Vorsprung sicherte sich der Weltmeister dennoch relativ komfortabel den vorderen Platz in der ersten Startreihe.

"Das war ein perfektes Qualifying. Ich hatte mir nicht mehr wünschen können", freute sich Vettel anschließend. "Das Auto fühlt sich fantastisch an. Wir haben über Nacht noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht. Jetzt freue ich mich schon auf das Rennen." Auch Webber war zufrieden. "Das ist toll für das Team, dass das Auto zu diesem Zeitpunkt in der Meisterschaft einen Schritt nach vorne gemacht hat."

Button fünf Plätze zurückgestuft

Die drittbeste Zeit fuhr Vorjahressieger Jenson Button. Mit viereinhalb Zehnteln Rückstand konnte der McLaren-Pilot allerdings nicht in den Kampf um die Pole Position eingreifen. "Sie waren einfach zu schnell heute", erklärte der Brite. "Es hat zwar Spaß gemacht, aber wir waren zu langsam. Ich wüsste gerne, wo die vier Zehntel hin sind." Zu allem Überfluss erhält Button noch eine Strafe von fünf Startplätzen, weil sein Getriebe nach dem Rennen in Singapur vorzeitig gewechselt werden musste.

Der erste, der von der Rückstufung von Button profitiert, ist Kamui Kobayashi. Zu Freude der vielen japanischen Fans auf den Tribünen geht der Lokalmatador am Sonntag als erster Red Bull-Verfolger aus der zweiten Reihe ins Rennen. Der Rückstand auf die Vorgabe von Sebastian Vettel betrug allerdings schon mehr als acht Zehntel. Außerdem muss der Sauber-Pilot noch zittern. Er hatte seine schnellste Zeit im Q3 gesetzt als im Mittelsektor gelbe Flaggen geschwenkt wurden. Kimi Räikkönen hatte sich in der Spoon-Kurve gedreht.

Der zweite Sauber von Sergio Perez, der gerade einen Vertrag bei McLaren für die kommende Saison unterschrieben hat, startet zwei Positionen hinter seinem Teamkollegen von Rang fünf. Mitten in das Sauber-Sandwich konnte sich noch Lotus-Pilot Romain Grosjean schieben.

Alonso deutlich hinter Vettel

WM-Spitzenreiter Fernando Alonso konnte die Pace an der Spitze ebenfalls nicht mitgehen. Mit Hinblick auf den Saisonendspurt dürfte der Rückstand von 1,3 Sekunden nachhaltig beunruhigend für den Ferrari-Piloten sein. Alonso fuhr nur die siebtbeste Zeit und startet durch die Button-Strafe von Rang sechs. "Das wird ein schwieriger Sonntag für uns", erklärte der zweifache Champion. "Wir haben offensichtlich die Pace nicht. Uns fehlen fast anderthalb Sekunden. Dazu kamen uns die gelben Flaggen im letzten Versuch dazwischen."
 
Auch für Kimi Räikkönen und Lewis Hamilton gab es im Suzuka-Qualifying eine Enttäuschung. Die beiden ehemaligen Weltmeister wollten in Japan noch einmal einen Angriff in Richtung Titel starten. Nun starten sie beide hinter dem ersten Konkurrenten Fernando Alonso. Räikkönen geht dank der Button-Strafe von Platz sieben ins Rennen. Sein Dreher im letzten Versuch verhinderte ihm und einigen anderen Konkurrenten eine bessere Position.

McLaren startet von acht und neun

Hamilton startet hinter seinem Teamkollegen Button auf der Neun. "Das war das schlechtestes Qualifying des Jahres für mich", zuckte Hamilton anschließend mit den Schultern. "Ich habe wohl auf das falsche Setup gesetzt. Ich hatte massives Untersteuern, das Auto wollte einfach nicht in die Kurven einlenken. Mal sehen, was wir im Rennen noch ausrichten können."

Nico Hülkenberg schaffte als Zehnter gerade so den Einzug in die Top Ten. Für den Force India-Piloten geht es aber genau wie für Button am Start fünf Plätze zurück. Der Rheinländer war im dritten Training in die Bande gerutscht. Der Einschlag beschädigte Differenzial und Getriebe, das vor dem Qualifying regelwidrig gewechselt muss.

Mercedes nicht schnell genug

Die beiden Werks-Mercedes verpassten den Einzug in das Top Ten-Finale komplett. Michael Schumacher ließ sich die 13.-beste Zeit notieren. Wegen der Strafe nach seinem Crash in Singapur startet der Rekordchampion damit nur vom 23. Platz. Nach acht Pole Positions, sechs Siegen und zwei WM-Titeln gibt es dieses Jahr in Suzuka wohl nichts zu feiern für den Altmeister.

"Das Auto war heute irgendwie nicht schnell genug", erklärte Schumi anschließend enttäuscht. "Es sah heute früh eigentlich gar nicht so schlecht aus. Insgeheim hatte ich schon mit den Top Ten gerechnet - irgendwo um Platz sieben oder acht. Dass jetzt Platz 13 herausgekommen ist, ist schade." Teamkollege Nico Rosberg kam im Qualifying sogar nur auf Rang 15. Die Strafen gegen Schumi und Hülkenberg lassen ihn allerdings noch zwei Plätze aufrücken.

Glock schlägt einen Caterham

Für Timo Glock war wieder einmal schon in der ersten Runde der Qualifikation Schluss. Immerhin konnte der Marussia-Pilot mit Vitaly Petrov einen der beiden Caterhams hinter sich lassen. Das bedeutet Platz 20. "Es war am Schluss eine sehr sehr gute Runde von mir", freute sich der Hesse."Es war nicht so leicht. Wir hatten heute früh Probleme mit dem Ölkreislauf im Motor und konnten im dritten Training nur acht Runden fahren."

Durch die Strafe für Schumacher geht es für Glock am Start auf die 19 nach vorne. Vielleicht kommt der Deutsche sogar noch auf die 18. Die Rennleitung hat eine Untersuchung gegen Jean-Eric Vergne angekündigt. Der Toro Rosso-Pilot hatte Bruno Senna in der Schikane aufgehalten. "Dass er eine Strafe bekommt, hilft mir auch nicht mehr", erklärt der Brasilianer verärgert, nachdem er durch die Blockade schon im Q1 durch den Rost gefallen war.

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