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GP Japan - Ergebnis Rennen

Start-Ziel-Sieg für Sebastian Vettel

Sebastian Vettel Foto: Red Bull 72 Bilder

Update ++ Sebastian Vettel hat sich mit einem souveränen Sieg in Suzuka wieder im Titelkampf zurückgemeldet. Der Heppenheimer lag das gesamte Rennen in Führung und rollte vor Jarno Trulli und Lewis Hamilton als Erster über die Ziellinie. WM-Leader Jenson Button wurde nur Achter.

04.10.2009 Tobias Grüner

Nach dem spannenden und spektakulären Qualifying konnte das Rennen in Suzuka die Erwartungen nicht ganz erfüllen. Zu früher Stunde gab es am Sonntag (4.10.) wenigstens für die deutschen Fans einen Grund zur Freude. Sebastian Vettel gewann den Grand Prix von Japan souverän von der Spitze aus und konnte seinen Rückstand im Titelrennen auf Jenson Button auf 16 Punkte deutlich verkürzen.

"Das ist immer noch möglich. Wir sind hier, um zu kämpfen. Alles was wir tun können, ist zu gewinnen", freute sich Sebastian Vettel. "Ich bin sehr zufrieden, wie der Plan heute aufgegangen ist. Wir wollten einen guten Start haben und das hat geklappt. Das Auto hat hervorragend funktioniert. Am Ende war es relativ kontrolliert. Wir hatten genug Luft nach hinten."

Toyota erneut Zweiter

Zur Freude der vielen japanischen Fans an der Strecke rollte hinter dem 22-jährigen Heppenheimer ein Toyota auf Rang zwei über die Ziellinie. Jarno Trulli musste sich zwar am Start dem KERS-befeuerten McLaren von Lewis Hamilton geschlagen geben, konnte sich mit einigen schnellen Runden vor dem zweiten Tankstopp aber wieder am Weltmeister vorbeischieben.

"Ich wusste das der Start schwer wird gegen den McLaren, deshalb war es keine Überraschung, als er vorbeigezogen ist", erklärte Trulli nach dem Rennen. "Ich bin danach jede Runde wie im Qualifying gefahren und habe Druck auf Lewis gemacht. Nach dem zweiten Stop war es dann relativ leicht." Ganz zufrieden war der Italiener allerdings nicht. "Ich habe ein wenig auf den Sieg spekuliert, aber Sebastian war heute unangreifbar."

Hamilton mit KERS-Defekt

Nach dem zweiten Platz von Singapur kam Toyota beim Heimspiel dem ersten Sieg erneut ganz nahe. Bei seinem Angriff auf Hamilton half dem Routinier auch ein technisches Problem am Silberpfeil: "Mein KERS fiel leider aus", erklärte der Weltmeister. "Die Bremsbalance war dadurch beeinflusst und ich habe jede Runde ein paar Zehntel verloren. Am Ende war es bis zu einer halben Sekunde. Da konnte ich nichts machen." Sein Plan ging heute nicht ganz auf: "Eigentlich wollte ich beide vor mir schon am Start schnappen. Aber sie kamen gut weg, da hatte ich keine Chance. Es war aber ein schöner Kampf."

Hinter dem Spitzentrio konnte auch Kimi Räikkönen auf Platz vier seine vielen japanischen Fans auf den Tribünen glücklich machen. Der Ferrari-Pilot konnte sich beim zweiten Stopp am BMW von Nick Heidfeld vorbeischieben. Der Mönchengladbacher verlor durch eine Safety-Car-Phase neun Runden vor Schluss auch noch einen weiteren Platz an Williams-Pilot Rosberg und wurde am Ende nur als Sechster abgewinkt.

Heidfeld war nach dem Rennen entsprechend angesäuert: "Das ist sehr ärgerlich, der vierte Platz wäre locker drin gewesen. Warum sie mich so früh zum Stopp reingeholt haben, weiß ich nicht. Das Meiste ist heute schief gelaufen." Rosberg strahlte dagegen über das Ergebnis: "Der fünfte Platz war echt super heute, nach dem elften Platz im Qualifying. Wir haben das Beste herausgeholt. Der Druck von hinten war sehr stark, speziell von Button. Wir haben ihn über die Strategie geschlagen."

Allerdings musste der Williams-Pilot nach dem Rennen noch zittern. Die Rennleitung führte eine Untersuchung durch, weil er zu schnell in der Safety-Car-Phase unterwegs gewesen sein soll. Doch Rosberg konnte die vorgegebene Zeit auf dem Display nicht ablesen, weil eine Warnung über einen geringen Tankfüllstand erschien. Weil Rosberg trotzdem sicher genug fuhr, wurde er nicht weiter bestraft.

Alguersuari mit spektakulärem Crash

Auslöser der Safety-Car-Phase kurz vor Rennenende war Jaime Alguersuari. Wie schon im Qualifying crashte der Toro Rosso-Pilot und sorgte damit für den einzigen echten Höhepunkt im Rennen. Der Spanier verlor bei knapp 300 km/h in der schnellen Rechtskurve 130R die Kontrolle über seinen Boliden, durchschlug einen Werbebanner aus Styropor und landete innen im Reifenstapel. Nach einer kurzen Schrecksekunde konnte der Mann aus Barcelona unverletzt aus seinem völlig zerstörten Auto steigen. Zur Sicherheit wurde er dann aber doch per Krankenwagen ins Medical Center transportiert.

Durch die Safety-Car-Phase rutschte Nico Rosberg nicht nur vorbei an Heidfeld sondern auch an Rubens Barrichello. Sehr zur Freude von Vettel konnte der Brasilianer nur zwei Punkte aus Suzuka mitnehmen. WM-Leader Jenson Button stockte sein Punktekonto auf Rang acht auch nur minimal auf. Vettel verkürzte seinen Rückstand auf Button auf 16 Punkte, bis zu Barrichello fehlen nur noch zwei Zähler. Bei nur noch zwei Rennen muss das deutsche Talent aber noch immer auf ein WM-Wunder hoffen.

Für Brawn GP gab es dennoch einen positiven Aspekt. Der zweite Red Bull von Mark Webber konnte wegen technischer Probleme gar keine Punkte sammeln. Der Gewinn des Konstrukteurstitels ist nun nur noch Formsache für das Team: "Es wäre schön gewesen, wenn wir den Titel heute hätten klar machen können. Jetzt fehlt nur noch ein halber Punkt zur Konstrukteurs-WM", hob Teamchef Ross Brawn die positiven Aspekte des Rennens hervor. Bei einer Strafe für Rosberg hätten die Korken knallen können.

Sutil mit unglücklichem Rennen

Für den vierten deutschen Piloten verlief das Rennen äußerst unglücklich. Nach seinem vierten Platz im Qualifying ging es für Adrian Sutil danach immer weiter zurück. Nach einer Strafe startete der Force India nur von Rang acht ins Rennen. Bei einem missglückten Überholversuch gegen Heikki Kovalainen um Platz neun verlor der Gräfelfinger weiter an Boden. Am Ende rollte er auf dem 13. Platz über die Linie. "Das war enttäuschend heute. Der Start war okay, dann war ich an Kovalainen schon vorbei und wurde von ihm gedreht."

Auch für den fünften Deutschen gab es in Suzuka nichts zu holen. Während Teamkollege Jarno Trulli seinen zweiten Platz feierte musste Timo Glock das Rennen von der Box aus verfolgen. Nach seinem massiven Unfall im Qualifying war der Odenwälder am Sonntag noch nicht wieder einsatzbereit. Eine fünf Zentimeter lange Fleischwunde im Unterschenkel musste mit 14 Stichen genäht werden. Beim nächsten Rennen in Sao Paulo will Glock aber wieder an den Start gehen.

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