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GP Japan

Ferrari dominiert erstes Training

Foto: Wolfgang Wilhelm 54 Bilder

Das erste Training für den GP Japan war fest in der Hand von Ferrari. Kimi Räikkönen erzielte mit 1.19,119 eine klare Bestzeit, fast vier Zehntel schneller als Teamkollege Felipe Massa und über eine halbe Sekunde besser als die favorisierten McLaren-Mercedes.

28.09.2007 Michael Schmidt

Im Teamduell der Silberpfeile hat Fernando Alonso mit 1.19,667 Minuten leicht die Nase vorn. Lewis Hamilton belegte mit 1.19,807 Rang vier. Eine endgültige Einschätzung der Zeiten wird aber erst nach der zweiten Trainingssitzung am Nachmittag möglich sein. Es kam schon ein paar Mal in dieser Saison vor, dass Ferrari im ersten Training mit weniger Benzin im Tank gefahren ist als der WM-Gegner. McLaren machte es dann umgekehrt und reduzierte am Nachmittag den Tankinhalt.

Während Ferrari in Fuji nur mit einer kleinen Modifikation an den Vorflügeln vor den Seitenkästen antrat, probierte McLaren einen völlig neuen Frontflügel aus. Das Konzept folgt nun eher dem des Ferrari mit einem breiten Hauptblatt und schmalen Endplatten.

Rosberg muss zehn Plätze zurück

Der schnellste Mann vom Rest des Feldes war einmal mehr Williams-Pilot Nico Rosberg. Der Deutsche kam mit 1.20,058 Minuten sogar in dike Nähe der McLaren. Der siebte Platz von Teamkollege Alexander Wurz zeigt, dass sich die Aerodynamik-Ausbaustufe am Williams ausgezahlt hat. Die blauweißen Autos tauchten in Fuji mit vollverkleideten Vorderrädern im Stile von Ferrari auf. Dazu gab es im Heck einen neuen Flügel über dem Getriebe und zwei Finnen auf den Querlenker der Hinterradaufhängung. Rosberg muss trotzdem eine bittere Pille schlucken. Eine Untersuchung seines Toyota-V8 ergab, dass der Motor in Spa stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Er muss vor dem Samstagstraining gewechselt werden, was bedeutet, dass Rosberg zehn Startplätze verliert.

Jarno Trulli rettete als Achter die Ehre von Fuji-Hausherr Toyota. Der japanische Automobilkonzern ist seit Oktober 2000 Besitzer der Rennstrecke und will beim Heimspiel glänzen. Am Sonntag reist der komplette Toyota-Vorstand aus Tokio an. Die Technikabteilung hat eigens für dieses Rennen Front- und Heckflügel modifiziert und die Räder wie Ferrari verkleidet. Ralf Schumacher kam mit der Strecke noch nicht so zurecht. Seine Zeit von 1.20,828 Minuten bedeutete nur Rang 15. "Die Strecke ist noch sehr rutschig", klagte der Wahl-Salzburger. "Vor allem in dem engen Streckenteil macht es noch keinen Spaß." Dafür schlug sich Spyker-Pilot Adrian Sutil erneut beachtlich. Rang neun zählt für den Gräfelfinger wie eine Bestzeit.

BMW testet Rennabstimmung

Nick Heidfeld versteckte sich als 13. im Mittelfeld. Der BMW-Pilot fuhr mit viel Benzin an Bord, um den Reifenverschleiß zu testen. "Der ist auf dieser Strecke eine unserer größten Sorgen", gibt Technikchef Willy Rampf zu. "Gut möglich, dass wir etwas mehr Abtrieb fahren müssen, als es uns die lange Zielgerade aufdiktiert. Aber wenn die Reifen zu sehr leiden, müssen wir einen Kompromiss eingehen." Heidfelds Teamkollege Robert Kubica zeigte sich über die Strecke überrascht: "Sie ist viel schwieriger, als wir alle gedacht haben. Ich würde sie sogar auf eine Stufe mit Suzuka stellen. Die Schwierigkeiten sind allerdings anders. In Suzuka sind die schnellen Kurvenfolgen die Herausforderungen, hier in Fuji sind es die vielen blinden Kurven und die Bremspunkte, die schwer zu treffen sind. Viele Kurven hängen nach außen weg, und du siehst den Scheitelpunkt sehr spät. Wenn dein Auto nicht perfekt ausbalanciert ist, verlierst du viel Zeit."

Sebastian Vettel legte in den ersten 90 Trainingsminuten eine unfreiwillige Pause ein. Der ToroRosso-Pilot strandete gleich am Anfang mit einem Elektrikdefekt auf der Strecke. Das Auto wurde während des Trainings an die Boxen zurückgebracht und repariert. Danach fuhr Vettel noch 18 Runden, was aber nur zur 20. Zeit reichte.

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